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SønderjyskE jubelt über späten Punktgewinn

SønderjyskE jubelt über späten Punktgewinn

SønderjyskE jubelt über späten Punktgewinn

Hadersleben/Haderslev
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Später Jubel bei SønderjyskE. Foto: Claus Fisker/Ritzau Scanpix

Ein Elfmetertor von Johan Absalonsen in der 88. Minute hat SønderjyskE einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf der Fußball-Superliga gerettet, als SønderjyskE und OB sich im Geisterspiel von  Hadersleben mit einem 1:1-Unentschieden trennten. SønderjyskE hatte sich selbst in eine schwere Situation gebracht.

In der Tabelle macht SønderjyskE mit dem Punkt keinen Sprung nach vorne. Im Gegenteil. Die Situation im Abstiegskampf verschlechterte sich durch den Überraschungssieg gegen den FCK. Aber für die Moral ist der späte Punktgewinn wichtig, und gleichzeitig ist der Kontakt zu OB nicht abgerissen.

Es war vor leeren Rängen ein typisches 0:0-Spiel, das mit einem leistungsgerechten Unentschieden ausgegangen ist. Nach 90 Minuten ohne viele Höhepunkte hatte keine der beiden Mannschaften den Sieg verdient.

OB hat 2020 noch kein einziges Tor aus dem Spiel heraus erzielt und tat sich auch außerordentlich schwer gegen die gut gestaffelte SønderjyskE-Defensive. Die Gäste erspielten sich in der ersten halben Stunde keine einzige nennenswerte Torchance, doch das änderte eine törichte Aktion von Theofanis Mavrommatis. Der Grieche zupfte Alexander Juel Andersen am Trikot, als dieser auf dem Weg aus dem Strafraum heraus war. Schiedsrichter Anders Poulsen entschied auf Strafstoß. Vertretbar. Issam Jebali bedankte sich für das Geschenkt des Griechen und verwandelte zum 0:1.

Emil Frederiksen machte sein erstes Superliga-Spiel von Anfang an. Foto: Claus Fisker/Ritzau Scanpix

Solche Dummheiten können im Abstiegskampf teuer werden. Mavrommatis ist in seiner kurzen SønderjyskE-Zeit in Sachen Elfmeter bereits negativ aufgefallen. Im letzten Testspiel in Brøndby nietete er Mikael Uhre um, als der Ball schon die Torauslinie überquert hatte.

Der Elfmeter warf das taktische Konzept der Hellblauen über den Haufen. SønderjyskE hatte mit einer defensiven Ausgangsposition die Partie im Griff gehabt, musste nach dem Rückstand aber die Initiative ergreifen.

Damit taten sich die Platzherren mehr als schwer. Ein Elfmeter hätte SønderjyskE auf die Sprünge helfen können, doch die Pfeife des Schiedsrichters blieb stumm, als Issam Jebali ähnlich ungeschickt und ungestüm im eigenen Strafraum und in der 60. Minute seinem Gegenspieler Alexander Bah das Trikot fast vom Leibe zog.

Zaungäste versuchten sich einen Blick auf das Superliga-Spiel zu erhaschen. Foto: Claus Fisker/Ritzau Scanpix

Es sah immer mehr nach einer Niederlage aus, doch ein weiter Einwurf vors Tor brachte doch noch die eine Chance, die SønderjyskE brauchte. OB-Torwart Oliver Christensen holte Alexander Bah von den Beinen und konnte den fälligen Strafstoß von Johan Absalonsen nichz abwehren.

SønderjyskE - OB (0:1) 1:1

0:1 Issam Jebali (Foulelfmeter/37.), 1:1 Johan Absalonsen (Foulelfmeter/88.)
SønderjyskE: Sebastian Mielitz – Jeppe Simonsen, Pierre Kanstrup, Stefan Gartenmann, Theofanis Mavrommatis (60.: Christian „Greko“ Jakobsen) – Rasmus Vinderslev, Eggert Jonsson (68.: Julius Eskesen), Emil Frederiksen (60.: Rilwan Hassan) – Alexander Bah, Anders K. Jacobsen, Johan Absalonsen.
OB: Oliver Christensen – Kasper Larsen, Jeppe Tverskov, Marco Lund – Alexander Juel Andersen, Aron Elis Thranderson, Janus Drachmann (76.: Mads Frøkjær-Jensen), Troels Kløve, Jørgen Skjelvik (73.: Jacob Barret Laursen) – Mart Lieder (82.: Mikkel Hyllegaard), Issam Jebali.
Gelbe Karten: Pierre Kanstrup, Alexander Bah, Glen Riddersholm, Eggert Jonsson – Jeppe Tverskov, Mart Lieder, Oliver Christensen.
Schiedsrichter: Anders Poulsen.
Zuschauer: 0.

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