Erneuerbare Energie

Zwei Windparks auf dem Weg: Tonderns Finanzausschuss trifft mehrheitlich Vorauswahl

Die Diskussion über Windenergie geht nach einer Pause in der Kommune Tondern weiter.

Aus zahlreichen eingereichten Projekten hat der Finanzausschuss zwei ausgewählt. Sie sollen nun trotz gemischter Meinungen von Bürgerinnen und Bürger im Kommunalrat diskutiert werden – die Debatte um die Akzeptanz und Energiepolitik hält an.

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Zusammenfassung

  • Der Finanzausschuss Tondern schickt zwei Windparkprojekte bei Mårbæk und Westerterp trotz gemischter Bürgermeinungen in den Kommunalrat.
  • Die Kommune verfolgt damit ihre Strategie für mehr erneuerbare Energien, Energieautarkie und Unterstützung der lokalen Wirtschaft weiter.
  • Im Kommunalrat wird am 26. März über die Vorhaben beraten.

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Der Finanzausschuss der Kommune Tondern (Tønder) hat am Donnerstag, 19. März, beschlossen, zwei Projekte aus der ergänzenden Bewerbungsrunde für erneuerbare Energien zur weiteren Behandlung an den Kommunalrat weiterzuleiten.

Ursprünglich lagen 22 Projekte mit 110 Windkraftanlagen vor, die Ende vergangenen Jahres in den richtungsweisenden Volksabstimmungen bei Bürgerinnen und Bürgern in Gegenwind gerieten. 

Mittlerweile gab es bei drei Projekten einen Rückzieher, und eines kam dazu. Damit liegen Anträge auf 109 Windkrafträder und den Abbau von 50 bestehenden Anlagen vor.

Projekte bei Osterterp und in Westerterp 

Der neunköpfige Finanzausschuss ist nun mehrheitlich auf einen gemeinsamen Nenner gekommen. Dabei handelt es sich um ein Projekt mit fünf Windkraftanlagen bei Mårbæk in der Nähe von Osterterp (Øster Terp) und 14 Windkrafträdern bei Westerterp (Vester Terp).

„Die unverbindlichen Abstimmungen waren ein wichtiger Teil des Prozesses und haben uns einen Einblick in die lokalen Meinungen zu den Projekten gegeben. Das nehmen wir ernst. Gleichzeitig sind die Abstimmungen eben unverbindlich, und die Wahlbeteiligung war von Gebiet zu Gebiet sehr unterschiedlich“, erklärt Bürgermeister Jørgen Popp Petersen (Schleswigsche Partei, SP) in einer Pressemitteilung.

Gesamtbild im Blick

„Deshalb ist es unsere Verantwortung, das Gesamtbild zu betrachten und die Projekte weiterzuleiten, von denen wir meinen, dass sie politisch im Kommunalrat behandelt werden sollten“, so der Bürgermeister weiter.

Dies sei nicht das Endziel der Arbeit der Kommune Tondern mit erneuerbaren Energien. Die Entwicklung werde weitergehen.

Der Finanzausschuss

    • Vorsitzender: Bürgermeister Jørgen Popp Petersen
    • Stellvertretender Vorsitzender: Martin Iversen (V)
    • Jan Fogh (V)
    • Claus Hansen (SP)
    • Torben Struck (Soz.)
    • Anita U. Eriksen (Tondern-Liste)
     • Bo Jessen (Tondern-Liste)
     • Jørn Andersen (Dänemarkdemokraten)
     • Lars Lund Hansen (Liberale Allianz).

„In einer unruhigen Zeit ist es wichtig, dass wir sowohl an der grünen Transformation festhalten als auch dazu beitragen, dass wir in höherem Maße energieautark werden und die Entwicklung bestehender und zukünftiger Unternehmen in der Kommune Tondern unterstützen“, sagt Popp Petersen.

Die Wirtschaft – auch die lokale – fordere zunehmend technische Anlagen mit grüner Energie, um den CO₂-Ausstoß zu reduzieren, ihr ESG-Profil zu stärken und stabile Energiepreise zu sichern.

Venstre will mehr Projekte vorantreiben

Die Venstre-Politiker Martin Iversen und Jan Fogh wollten weitere Projekte in die Planung einbeziehen und stimmten gegen die mehrheitliche Marschroute des Finanzausschusses. 

Eine Gegenstimme gab es außerdem von Torben Struck (Sozialdemokratie). Claus Hansen (SP) nahm wegen Befangenheit nicht an der Abstimmung teil.

Der Kommunalrat bezieht auf seiner Sitzung am Donnerstag, 26. März, zu den Projekten Stellung. 

Bei dem Projekt in Mårbæk votierten 85 (46,20 Prozent) von 184 Stimmberechtigten. 49 Personen (57,65 %) stimmten mit Nein und 32 (37,65 %) mit Ja. Es gab 4 (4,71 %) Enthaltungen.

In Westerterp beteiligten sich 216 (38,43 %) von 562 Stimmberechtigten an der Abstimmung. Es gab 115 (53,24 %) Nein-Stimmen, 95 (43,98 %) Ja-Stimmen und 6 (2,78 %) Enthaltungen.