Eishockey

Sønderjyske Ishockey wird zur neuen Saison ein ganz anderes Gesicht haben

Mogens Kastbjerg ist seit dem 1. Juli Direktor von Sønderjyske Ishockey.

Nach dem frühen Playoff-Aus gibt es viele Fragen, aber noch wenig Anworten, wie es um die Zukunft des dänischen Eishockeymeisters von 2024 aussieht. Der Direktor garantiert aber, dass auch nach der Sommerpause mit einem schlagkräftigen Kader Eishockey gespielt wird.

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Zusammenfassung

  • Sønderjyske Ishockey ist nach einem frühen Playoff-Aus sportlich und wirtschaftlich unter Druck geraten.
  • Trotz negativen Eigenkapitals und Gerüchten über einen möglichen Konkurs versichert Direktor Mogens Kastbjerg die Fortführung des Betriebs.
  • Für die kommende Saison ist ein stark erneuerter Kader geplant, der konkurrenzfähig sein soll, auch wenn die Gehaltsobergrenze wohl nicht voll ausgeschöpft wird.

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Nach fünf Playoffspielen war bereits Schluss. So früh sind die Eishockeyspieler von Sønderjyske in den vergangenen zwei Jahrzehnten im Kampf um die dänische Meisterschaft nur einmal rausgeflogen. Auch 2018 gab es nach vier Niederlagen und nur einem Sieg im Viertelfinale das Aus.

„Wir standen am Sonntag schon mit einem leeren Gefühl da. Wir hatten uns mehr erhofft, aber bereits am Tag danach haben wir die Arbeit wieder aufgenommen, um die Grundlage für die kommende Saison zu schaffen“, sagt Mogens Kastbjerg, Direktor und Miteigentümer von Sønderjyske Ishockey, zum „Nordschleswiger“.

Gerüchte um Konkurs abgewiesen

Nicht nur sportlich, auch wirtschaftlich hat es zuletzt wenig Grund zur Freude gegeben. Sønderjyske Ishockey hätte aufgrund des negativen Eigenkapitals eigentlich nicht mit dem aktuellen Kader die Saison zu Ende spielen dürfen, doch die Ligakonkurrenten und der DIU-Lizenzausschuss stimmten einer Ausnahmeregelung zu – aus Angst vor einer noch kleineren Liga.

Nach Informationen des „Nordschleswigers“ sind am 1. Februar 60 Prozent von 6,2 Millionen Kronen hinterlegt worden. Noch vor den Sommerferien muss der restliche Betrag folgen, um in der kommenden Saison einen Spielerkader haben zu dürfen, der mehr als 3 Millionen Kronen kostet. Um die Gehaltsobergrenze der Liga von rund 6,5 Millionen Kronen ausschöpfen zu dürfen, muss ein Eigenkapital von mehr als 1,2 Millionen Kronen vorhanden sein.

Es wird in Eishockeykreisen gemunkelt, dass ein Konkurs von Sønderjyske Ishockey A/S und ein Neuanfang in der kommenden Saison eine Möglichkeit sei, doch dies weist Kastbjerg zurück und stempelt es als Gerücht ab.

Keine Saison auf Sparflamme

Der Direktor hat bei einem Fantreffen am Dienstagabend garantiert, dass auch in der kommenden Saison mit einem schlagkräftigen Kader Eishockey gespielt wird.

„Ich zweifle daran, dass wir die Gehaltsobergrenze voll ausschöpfen werden, aber in den Gesprächen, die ich mit Kasper (Sportchef Kasper Degn, d. Red.) habe, sprechen wir auch nicht über eine Saison auf Sparflamme. Es ist zuletzt stets das Ziel Top 4 ausgegeben worden, ohne dass die entsprechende Leistung erbracht wurde, und die Frage ist, wie lange wir das tun sollen. Es ist noch zu früh, die nächste Saison zu labeln. Wir sprechen mit vielen jetzigen und potenziell zukünftigen Spielern, müssen aber erkennen, dass wir ein wenig spät dran sind. Ich bin aber positiv gestimmt“, so Mogens Kastbjerg.

Die Sønderjyske-Mannschaft wird zur kommenden Saison ein ganz neues Gesicht haben. Bis auf wenige Ausnahmen werden die ausländischen Spieler den Klub verlassen. Auch der Abgang von vielen dänischen Leistungsträgern zeichnet sich ab.

„Kasper hat Geld zur Verfügung, eine neue Mannschaft zusammenzustellen. Die  fehlenden Einnahmen aus den Playoffs sind ärgerlich, spielen dabei aber keine Rolle. Wir freuen uns auf die nächste Saison und werden einen schlagkräftigen Kader haben. Die Reise mit dem neuen Set-up hat erst gerade begonnen“, sagt ein zuversichtlicher Mogens Kastbjerg.