Folketingswahl

Opposition fordert von der Regierung Antworten zu Drohnen-Vorfällen

Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen von Venstre (l.) und Justizminister Peter Hummelgaard (Soz.) sprachen im September von einer ersten Bedrohung.

Im September wurden angeblich Drohnen über Skrydstrup, dem Flughafen Sonderburg sowie weiteren Flughäfen gesichtet. Acht Oppositionsparteien fordern, dass die Regierung vor der Wahl offenlegen soll, ob tatsächlich von feindlichen Drohnen die Rede war.

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Zusammenfassung

  • Oppositionsparteien verlangen vor der Wahl Klarheit über die mutmaßlichen Drohnensichtungen im September.
  • Sie wollen wissen, ob tatsächlich feindliche Drohnen über Skrydstrup, Sonderburg und Esbjerg flogen.
  • Die Regierung hat den angekündigten Bericht zu den Vorfällen bislang verschoben.

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Flogen im Herbst des vergangenen Jahres Drohnen von fremden Mächten über Dänemark, oder nicht? Eine Antwort darauf fordert eine einige Opposition bis auf Radikale Venstre von der Regierung.

Es sei ein hybrider Angriff auf Dänemark. So deutlich war Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen (Venstre), als in der Nacht zum 25. September des vergangenen Jahres angeblich Drohnen über dem Luftwaffenstützpunkt Skrydstrup und den Flughäfen Sonderburg (Sønderborg) und Esbjerg gesichtet worden waren. Auch Staatsministerin Mette Frederiksen (Soz.) sprach von einem „ernsten Angriff“. 

Es seien „keine Spielzeugdrohnen“ gewesen, so Lund Poulsen damals. Doch Genaueres dazu, was dort gesichtet worden war und woher sie kamen, konnte er zu diesem Zeitpunkt nicht sagen. Bereits zwei Tage zuvor war der Kopenhagener Flughafen wegen eines angeblichen Drohnen-Angriffs geschlossen worden.

Lund Poulsen hat Bericht verschoben

Seither hat unter anderem das Medium „Zetland“ hinterfragt, was tatsächlich am Himmel schwebte. Der Verteidigungsminister hatte angekündigt, dass ein Bericht über die Vorfälle veröffentlicht werden sollte. Er hat jedoch die Veröffentlichung verschoben, nachdem Frederiksen die Wahl ausgeschrieben hatte.

Die Verteidigungssprecherinnen und -sprecher von acht Oppositionsparteien haben sich jetzt mit einem Brief an Frederiksen und Lund Poulsen gewandt. Sie fordern, dass die Regierung noch vor der Wahl offenlegen soll, ob feindliche Drohnen über dem Land schwebten.

„Die Bevölkerung hat, bevor sie ihr Kreuz am 24. März setzt, ein Anrecht darauf, die Wahrheit über die Bedrohung zu kennen, die Dänemark in die höchste Alarmbereitschaft versetzt hat“, heißt es in dem Schreiben.  

Es ist von der Liberalen Allianz, den Konservativen, der Dänischen Volkspartei, den Dänemarkdemokraten, der Bürgerpartei, der Sozialistschen Volkspartei, der Einheitsliste und den Alternativen unterzeichnet.