ZUSCHRIFT

Engagement, das verbindet

Stephan Kleinschmidt

Das neue Engagement von Christel Leiendecker zeigt, dass politisches Engagement nicht mit einem Mandat endet, sondern in neuen Formen weiterwirken kann, schreibt Stephan Kleinschmidt, Kandidat für den Hauptvorsitz des Bundes Deutscher Nordschleswiger. Die ehemalige Stadtratspolitikerin der SP in Sonderburg stehe damit stellvertretend für viele Mitglieder der Minderheit, die sich außerhalb der üblichen Strukturen einbringen. 

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Zuschriften

Dieses ist eine Zuschrift. Leserinnen und Leser können sich auf diese Weise auf die Berichterstattung des „Nordschleswigers” beziehen und ihre Sicht der Dinge schildern. Die hier geäußerten Ansichten und Meinungen geben nicht unbedingt die Haltung der Redaktion wieder.

Das frühere Stadtratsmitglied der Schleswigschen Partei, Christel Leiendecker, übernimmt den Vorsitz der Lokalvereinigung der dänischen Krebsgesellschaft Kræftens Bekæmpelse in der Kommune Sonderburg. Damit stellt sie ihre Erfahrung und ihr Engagement erneut in den Dienst einer wichtigen gesellschaftlichen Aufgabe – und gibt zugleich Anlass, bürgerschaftliches Engagement in Nordschleswig besonders hervorzuheben. 

Die Arbeit von Kræftens Bekæmpelse vor Ort verbindet Prävention und Aufklärung mit Unterstützung für Krebspatientinnen und -patienten sowie deren Angehörige – relevant auch für Mitglieder der deutschen Minderheit, aber eben nicht nur für sie. Dass sich Christel Leiendecker hier engagiert, ist ein starkes Signal: Politisches Engagement endet nicht mit einem Mandat, sondern kann in neuen Formen weiterwirken.

Gerade für die deutsche Minderheit hat dies eine besondere Bedeutung. Viele ihrer Mitglieder übernehmen Verantwortung – nicht nur in den eigenen Organisationen und Einrichtungen, sondern auch außerhalb unserer üblichen Strukturen. Sie engagieren sich in Vereinen, Foren und Initiativen und ergänzen dabei gezielt die Angebote der Minderheit. Das zeigt: Angehörige der Minderheit sind selbstverständlich Teil der gesamten Gesellschaft und übernehmen aktiv Verantwortung für das Gemeinwesen. Dieses Engagement steht für Offenheit, Integration und gelebte Mitverantwortung.

Zahlreiche Menschen leisten auf diese Weise einen wichtigen Beitrag zum Gemeinwohl – etwa durch ihr Engagement in den Seniorenräten in allen vier Kommunen Nordschleswigs, in sozialen Einrichtungen, in Organisationen wie Handicapråd, Hjerteforening oder Red Barnet sowie in den vielen Vereinen und Initiativen vor Ort. Sie tragen das gesellschaftliche Miteinander und stärken den Zusammenhalt. Solches Engagement stärkt unsere Gesellschaft insgesamt und verdient Anerkennung. Christel Leiendeckers neue Aufgabe ist dafür ein ermutigendes Beispiel.