Folketingswahl 2026

Aktuelle Wahlumfrage: Roter Block im Folketing weiterhin mit den meisten Stimmen

Mette Frederiksen und Troels Lund Poulsen stehen Rücken an Rücken auf einer TV-Debattenbühne.
Staatsministerin Minister Mette Frederiksen (Soz.) und ihr Herausforderer Troels Lund Poulsen (Venstre) während eines TV-Duells.

Meinungsumfrage: Der rote Block erhält 48,9 Prozent der Stimmen und legt damit im Vergleich zu vergangenem Monat zu. Der blaue Block kommt auf 43,3 Prozent. Eine spannende Wahlentscheidung steht bevor.

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Zusammenfassung

  • Der rote Block liegt in der jüngsten Voxmeter-Umfrage mit 85 Mandaten und 48,9 Prozent klar vor dem blauen Block.
  • Die SVM-Regierung verliert im Vergleich zur Wahl 2022 deutlich an Mandaten, während die Sozialistische Volkspartei zur zweitstärksten Kraft aufsteigt.
  • Beide politischen Blöcke könnten mit Hilfe der Moderaten eine Mehrheit bilden, während alle zwölf Parteien den Einzug schaffen würden.

Diese Infobox wurde mithilfe von KI generiert und von der Redaktion geprüft.

Es gibt weiterhin Rückenwind für den roten Block im Folketing, die Parteien des blauen Blocks fallen im Vergleich zur Woche 8 leicht zurück. Das zeigt die fünfte politische Meinungsumfrage, die das Analyseinstitut „Voxmeter“ nach der Ankündigung der Folketingswahl im Februar für „Ritzau“ durchgeführt hat.

In der Umfrage vom 20. März erhält der rote Block 85 Mandate (+2), während der blaue Block wie vor fünf Wochen 77 Mandate erhält. Der rote Block erhält demnach insgesamt 48,9 Prozent der Wählerstimmen (Woche 8: 46,9), während der blaue Block auf 43,3 Prozent (Woche 8: 44,7) kommt.

SVM-Regierung verliert Mandate

Im Vergleich zur Wahl 2022 verliert die SVM-Regierung deutlich an Mandaten. Die Sozialdemokratie fällt von 50 auf 38 (-12), die Moderaten von 16 auf 13 (-3) und Venstre von 23 auf 17 (-6). 

Blockpolitik in Dänemark

  • In der dänischen Politik werden die Sozialdemokraten, die Sozialistische Volkspartei, die Einheitsliste, die Radikale Venstre und die Alternative typischerweise dem roten Block zugeordnet. Schon 2017 positionierte sich die Alternative allerdings als Partei eines „grünen Blocks“, um den Umweltschwerpunkt der Partei zu untermauern.
  • Der blaue Block besteht aus rechtsgerichteten/bürgerlichen Parteien. Das sind Parteien, die ideologisch im Liberalismus oder Konservatismus verwurzelt sind und/oder sich entweder in der Verteilungspolitik oder in der Wertepolitik rechts positionieren. Typischerweise werden die Parteien Venstre, die Konservative Volkspartei, die Liberale Allianz, die Neuen Bürgerlichen, die Dänemarkdemokraten und die Dänische Volkspartei dem blauen Block zugeordnet.
  • In der Geschichte hat immer einer der beiden Blöcke die Regierung gestellt und somit die politischen Geschicke gelenkt. 
  • Die Moderaten, die sich 2022 gründeten, positionieren sich bewusst in der Mitte und sehen sich keinem der beiden Blöcke zugehörig, um die Blockpolitik aufzubrechen. Dies ist 2022 in der derzeitigen SVM-Regierung (Sozialdemokratie, Venstre, Moderate) aufgegangen. 

In der Mitte stehen die Moderaten und ihr Vorsitzender Lars Løkke Rasmussen mit geschätzten 7,4 Prozent (- 0,7, Woche 8) der Wählerstimmen und 13 Mandaten in der Umfrage, die eine gewisse statistische Unsicherheit aufweist.

Sozialistische Volkspartei zweitstärkste Kraft

Die Unsicherheit liegt bei den einzelnen Parteien bei 2,5 Prozentpunkten. Die Sozialdemokratie erreicht laut Umfrage 21,5 (-0,6) Prozent der Stimmen, wenn morgen Folketingswahl wäre, und verliert im Vergleich zur ersten Umfrage leicht. Die SF wird mit 12,8 (+0,7) Prozent als zweitgrößte Partei gemessen und würde ihre 15 Mandate von der Folketingswahl 2022 auf 22 ausbauen.

Venstre mit schlechtem Wahlkampf-Start

Im blauen Block steht Venstre mit ihrem Vorsitzenden und Staatsministerkandidaten Troels Lund Poulsen bei 9,4 (- 1,8) Prozent. Die Partei verliert in der neuen Umfrage Boden. Es ist der niedrigste Wert seit Juni 2024.

Die Liberale Allianz erhält 9,4 (-1,7) Prozent, verliert im Vergleich zur Woche 8 und ist damit gleichauf mit Venstre.

Moderate könnten zum Mehrheitsmacher werden

Beide Blöcke könnten eine Mehrheit im Parlament erreichen, wenn sie die Moderaten auf ihre Seite ziehen könnten.

Für den blauen Block wird dies jedoch dadurch erschwert, dass der Vorsitzende der Dänischen Volkspartei, Morten Messerschmidt, seit Langem die absolute, unabdingbare und ultimative Forderung stellt, dass Lars Løkke Rasmussen keinen Einfluss auf eine Regierung haben darf, die auf den Mandaten der DF basiert.

Wiedereinzug aller derzeitigen Folketingsparteien wahrscheinlich 

Alle derzeitigen 12 Parteien im Folketing würden übrigens bei einer Parlamentswahl morgen wieder ins Parlament einziehen.

Am unteren Ende der Nahrungskette steht die Alternative mit 2,5 (+ 0,8) Prozent der Wählerstimmen, während die Bürgerpartei (Borgernes Parti), die zum ersten Mal antritt, 2,9 (+ 1,3) Prozent erhält und weiter klettert. Aus dem Stand könnten fünf Mandate erzielt werden.

Zur Voxmeter-Umfrage: https://voxmeter.dk/meningsmalinger/

Die jüngste Voxmeter-Umfrage wurde im Zeitraum von Dienstag, 17. März, bis einschließlich Donnerstag, 19. März, unter 1.022 repräsentativ ausgewählten Personen über 18 Jahren durchgeführt.