Handball

Erster Sieg seit vier Monaten für Sønderjyske HH

Magnus Fredriksen war mit fünf Toren der erfolgreichste Werfer.

Die Hellblauen haben den Abstiegskampf angenommen und nach zehn Liga-Spielen ohne Sieg endlich wieder Grund zum Jubeln. Aufsteiger HØJ wurde niedergekämpft.

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Zusammenfassung

  • Sønderjyske HH feiert nach vier Monaten mit einem 29:26 gegen HØJ Elite wieder einen Ligasieg.
  • Im kampfbetonten Kellerduell überzeugten vor allem Einsatz, Abwehrdisziplin und Torwart Julius Sten.
  • Durch den Erfolg klettert Sønderjyske auf Rang zehn und wahrt wichtige Bonuspunktchancen für die Abstiegsrunde.

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Die lange Durststrecke hat ein Ende. Zehn Tage nach der Entlassung von Cheftrainer Rasmus Glad Vandbæk haben die Handballer von Sønderjyske HH den ersten Sieg in der Handballliga seit vier Monaten gefeiert. Vor 1.719 Zuschauerinnen und Zuschauern im „Skansen“ wurde der punktgleiche Tabellennachbar HØJ Elite mit 29:26 geschlagen.

Seit dem 29. November beim 38:37-Heimsieg gegen Ribe-Esbjerg HH nicht mehr gewonnen. Vier Unentschieden und sechs Niederlagen führten zum Absturz auf den vorletzten Tabellenplatz. Die Sønderjyske-Handballer haben den Ernst der Lage erkannt und den Abstiegskampf angenommen. In spielerischer Hinsicht waren nicht viele Fortschritte erkennbar – Herz und Leidenschaft waren aber zu erkennen.

„Da hört der Spaß auf“

„Schön anzusehen war es nicht, aber wir haben gekämpft. Die neue Realität ist uns aufgegangen. Es geht im Moment nicht um langfristige Ziele, sondern um das Hier und Jetzt. Der Vierlierer würde auf den 13. Platz abrutschen, und da hört der Spaß auf. Dieser Sieg war nicht nur für die Tabelle, sondern auch in mentaler Hinsicht von großer Bedeutung“, sagt Interimstrainer Lasse Folkmann zum „Nordschleswiger“.

Der Kellerduell war ein Spiel voller Kampf und Krampf. Es gab Fehler am laufenden Band. Die Führung wechselte hin und her. Sorgenfalten gab es erst beim 9:13-Rückstand in der ersten Halbzeit und ein weiteres Mal, als nach dem Seitenwechsel aus einer 16:14-Führung ein 17:19-Rückstand wurde.

Bis zur 52. Minute lag Sønderjyske hinten, doch die Halle stand plötzlich kopf, als die Gastgeber in Unterzahl aus einem 25:24 die vorentscheidende 27:24-Führung (57.) machten.

Sten mit einer Quote von 48 Prozent

„Wir haben in der Abwehr viel Disziplin gezeigt und markant besser unsere Absprachen eingehalten als zuletzt. Und dann hilft es auch, dass Julius stark im Tor steht“, lobt Lasse Folkmann Torwart Julius Sten, der mit seinen 13 Paraden auf eine Quote von 48 Prozent kam.

Die Sønderjyske-Handballer sind mit dem Sieg wieder auf den zehnten Tabellenplatz geklettert und haben vor dem Auswärtsspiel am letzten Spieltag gegen GOG noch die Chance, zwei oder einen Bonuspunkt mit in die Abstiegsrunde zu nehmen.

Dies wäre wichtig, denn der Abstiegsgefahr ist noch nicht gebannt. Die Hellblauen haben in den Duellen gegen die Konkurrenten in der Abstiegsrunde eine ausgeglichene Bilanz und 8 von 16 möglichen Punkten geholt. 

Nur Ribe-Esbjerg zweimal geschlagen

Ribe-Esbjerg HH (38:37/38:30) ist zweimal geschlagen worden und auch das Auswärtsspiel gegen Nordsjælland Håndbold wurde (34:33) gewonnen.

Dagegen gab es zwei Niederlagen gegen TMS Ringsted (25:30/31:36). Zudem wurde das Heimspiel gegen Nordsjælland (28:30) und das Auswärtsspiel gegen HØJ (30:32) verloren. Sollte Fredericia HK noch in die Abstiegsrunde abrutschen, ist die Bilanz auch nicht besser: 28:38 und 37:39 wurden die Spiele gegen Fredericia verloren.

Viktor Bergholt (5), Magnus Fredriksen (5), Gabriel Setterblom (4), Frederik Tilsted (4), Emil la Cour (4/4), Jesper Konradsson (2), Ebbe Stankiewicz (2), Jacob Bagersted (2) und Nicolai Skytte (1) erzielten die Tore für Sønderjyske HH.