Deutsche Minderheit

Laienspielteam auf Minitournee in Deutschland: „Wir sind von der Gruppe echt begeistert“

Laienschauspieler stehen nach einer Theateraufführung auf einer Bühne und verbeugen sich vor dem Publikum.
Die Theatercrew aus Jündewatt nach dem Gastauftritt in Elmshorn

Mit ihrem ulkigen Stück „Willkommen in Nedderknöfel“ gastierte die Jündewatter Theatergruppe in der Patenstadt Elmshorn und hatte erstmals auch einen Auftritt im Kirchspielkrug in der benachbarten Gemeinde Ladelund. Die Krugbetreibenden sind begeistert und haben einen Wunsch fürs kommende Jahr.

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Zusammenfassung

  • Die Jündewatter Laienspielgruppe ging mit ihrem Stück „Willkommen in Nedderknöfel“ auf eine kleine Minitournee nach Elmshorn und Ladelund.
  • In Elmshorn trat die Gruppe erneut in der Dittchenbühne auf, wo eine langjährige Patenschaft und enge Freundschaften gepflegt werden.
  • Im Kirchspielkrug in Ladelund feierte die Truppe ihre lokale Premiere, begeisterte rund 100 Gäste und erhielt sofort eine Einladung für das nächste Jahr.

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Nach den beiden Darbietungen im Deutschen Haus Jündewatt (Jyndevad) kam auf die örtliche Laienspielcrew ein weiteres Wochenende mit Auftritten zu. Innerhalb von zwei Tagen brachte die Jündewatterinnen und Jündewatter ihr Stück „Willkommen in Nedderknöfel“ in Elmshorn und in Ladelund auf und über die Bühne.

Der Gastauftritt im Theatersaal der Dittchenbühne in Elmshorn war für die Laienspielgruppe aus Jündewatt trotz der Entfernung wieder ein Heimspiel, besteht zur Dittchenbühne und der Stadt Elmshorn doch seit vielen Jahrzehnten eine Patenschaftsverbindung. Schon oft haben die Jündewatterinnen und Jündewatter ihr Stück auch in Elmshorn dargeboten.

Wiedersehen mit alten Patenschaftsfreunden

„Es war wieder schön, dort aufzutreten, und es hat alles auch ganz gut geklappt“, blickt Gudrun Asmussen, langjähriges Mitglied und treibende Kraft der Laienspielgruppe, angetan auf den Theaterbesuch in Elmshorn zurück.

Zwei Schauspieler spielen eine Büroszene an einem Schreibtisch auf einer Theaterbühne.
Szene mit Hella Hartung als Dorfbewohnerin und Freddy Hansen als Polizeiwachmeister

Es gab ein Wiedersehen mit Raimer und Immo Neufeldt, die seit vielen Jahren die engsten Vertrauten der Patenschaft zu Jündewatt sind. Raimer Neufeld war einst Lehrer an der Deutschen Schule in Uk (Uge).

Auf die Jündewatter Theatercrew kam eine kleine logistische Herausforderung zu, galt es doch, möglichst viele Kulissenteile und Requisiten mit ins über 180 Kilometer entfernte Elmshorn zu nehmen. 

„Die großen Teile wie Schreibtisch oder Bürostuhl brauchten wir zum Glück nicht zu transportieren. Da konnten wir auf Gegenstände vor Ort zurückgreifen“, berichtet Gudrun Asmussen. 

Mehrere Darsteller in Kostümen stehen nebeneinander auf einer Theaterbühne.
An die Laienpielgruppe wurde nach der Aufführung Dankesworte gerichtet. Recht ist Patenschaftsfreund Immo Neufeldt zu sehen.

Es sei immer etwas Besonderes, bei der Dittchenbühne aufzutreten. „Es ist ja ein richtiger Theatersaal, mit hoher Decke und langen, großen Vorhängen. Da muss man sich umstellen“, so Asmussen.

Premiere in Ladelund

Viel Zeit zum Ausruhen blieb der Gruppe nach dem Auftritt in Elmshorn nicht. Gleich am Tag darauf folgte eine Darbietung im Kirchspielkrug im benachbarten Ladelund.

Es war das erste Mal, dass die Jündewatter Gruppe dort auftrat. Es könnte der Beginn einer neuen Tradition sein, wenn es nach den Krugbetreibenden Katrin und Patrick Kagel geht. 

„Wir sind echt begeistert von der Theatergruppe. Es lief alles ohne Probleme und mit viel Spaß ab. Wir hatten ungefähr 100 Gäste und haben nur Positives gehört. Durchweg ein gelungener Abend“, so das Gasthauspaar in einer Antwort an den „Nordschleswiger“. 

Mehrere Personen in einem Saal mit Stuhlreihen bereiten eine Theateraufführung vor.
Die Jündewatter Laienspielerinnen und -spieler im Saal des Ladelunder Kirchspielkrugs, wo sie erstmals auftraten.

Man habe der Laienspielgruppe „noch am selben Abend angeboten, wieder aufzutreten. Das haben sie auch dankend angenommen.“

Grenzüberschreitendes Zusammenrücken

Über den intensivierten Austausch des Jündewatter Raums mit der Gemeinde Ladelund auf deutscher Seite war der Gastauftritt zustande gekommen. 

Mann richtet Requisiten auf kleiner Theaterbühne mit Tisch, Fotos und beschrifteter Tafel her.
Freddy Hansen inspiziert die Bühne in Ladelund, auf der für das Stück „Willkommen in Nedderknöfel“ eine Polizeiwache nachgestellt wird.

Kurt Asmussen, Vorsitzender des Dörferrats „Rens Egnsråd“, Stadtratspolitiker der Schleswigschen Partei und Sohn von Gudrun Asmussen, hatte sich vor einigen Jahren mit dem Ladelunder Bürgermeister Lutz Martensen kurzgeschlossen und sich auf ein nachbarschaftliches Zusammenrücken mit gemeinsamen Aktivitäten verständigt.

Vor diesem Hintergrund wandte sich die Theatergruppe an den Ladelunder Bürgermeister und fragte nach, ob es Interesse an einem Auftritt gibt. „Wir dachten da unter anderem an den örtlichen Seniorenverein. Lutz schlug vor, dass wir uns an den Kirchspielkrug wenden. Dort kam die Idee sofort gut an“, berichtet Gudrun Asmussen.

Sollte im kommenden Jahr wieder ein Stück einstudiert werden, dann werde man gern wieder in Ladelund auftreten, so die Grand Dame der Jündewatter Laienspielszene.