Deutsche Minderheit

Campus Apenrade bis 2030: Minderheit hält trotz zäher Bürokratie am Zeitplan fest

Generalsekretär Uwe Jessen (links) und Hauptgeschäftsführer Bernd Søndergaard müssen das Campus-Projekt mit sieben Behörden in Deutschland koordinieren (Archivfoto).

Millionen-Projekt: Wird der Campus Apenrade später kommen? Der BDN spricht in einem Infobrief von einer deutlich längeren Planungsphase als gedacht. Auf Nachfrage sagt Generalsekretär Uwe Jessen, das Zieljahr 2030 stehe weiterhin.

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Zusammenfassung

  • Der BDN bestätigt, dass der Campus Apenrade trotz Verzögerungen weiterhin bis 2030 fertig werden soll.
  • Die Planungs- und Genehmigungsphase verlängert sich deutlich wegen vieler Abstimmungen mit Behörden und Ministerien.
  • Das Jahr 2026 ist komplett für Planung, Bestandsaufnahmen und Bedarfsermittlungen der künftigen Gebäude vorgesehen.

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Der Bau des Campus Apenrade soll trotz wachsender bürokratischer Hürden weiterhin bis 2030 abgeschlossen sein. Das stellt der Bund Deutscher Nordschleswiger (BDN) klar – auch wenn sich die Planungsphase deutlich verlängert.

In einem aktuellen Infobrief an beteiligte Einrichtungen heißt es, der Zeitplan werde „bedeutend länger sein als das, was wir normalerweise kennen bei Bauprojekten mit dem Bund“. Grund sei vor allem der hohe Abstimmungsbedarf: Mehrere Behörden und Ministerien müssten eingebunden werden und zustimmen.

Die Konsequenz: Das Jahr 2026 wird nach aktuellem Stand vollständig für die Planung genutzt. Parallel laufen Bestandsaufnahmen und Bedarfsermittlungen für die künftigen Gebäude – von Kindergarten über Internat bis hin zu Wohnraum.

Wann wird der Campus fertig?

Offen blieb im Infobrief allerdings die zentrale Frage für viele Betroffene: Verschiebt sich damit auch die Fertigstellung?

Auf Nachfrage stellt BDN-Generalsekretär Uwe Jessen klar: „2030 ist wie bisher der geplante Zeitpunkt für die Fertigstellung.“ Die längere Dauer betreffe ausschließlich die Planungs- und Genehmigungsphase.

Damit hält die Minderheit an ihrem Zeitplan fest – trotz komplexer Verfahren, die unter anderem eine Prüfung durch das Bundesfinanzministerium und europaweite Ausschreibungen erforderlich machen.

Der Campus gilt als eines der wichtigsten Zukunftsprojekte der deutschen Minderheit. Erst vergangenen Herbst sicherte die Bundesrepublik Deutschland der Minderheit 14 Millionen Euro (fast 105 Millionen Kronen) für ihr Vorhaben zu. Auf dem Gelände des Deutschen Gymnasiums für Nordschleswig sollen unter anderem ein neues Internat, zusammengelegte Kindergärten sowie gemeinsame Einrichtungen entstehen.

Für viele Kinder, Jugendliche und Familien in Apenrade bleibt damit eine entscheidende Botschaft: Der Zeitplan verschiebt sich – aber das Zieljahr nicht.