ZUSCHRIFT

Wir präsentieren: Reisepässe für Tiere

Rückansicht einer Person hinter Metallzaun vor einer grünen Wiese
Die Jungen Spitzen haben die „Grænzzaun-Games“ wieder ins Leben gerufen, um auf die Symbolpolitik der Regierung aufmerksam zu machen.

„Der Zaun muss weg“, schreiben der Vorsitzende der Jungen Spitzen Jeppe Jepsen und die stellvertretende Vorsitzende Birthe Andresen in einer gemeinsamen Zuschrift. Der Wildschweinzaun behindert nicht nur das Leben von Menschen, sondern auch von Tieren. Die Jungen Spitzen fragen: Was kommt als Nächstes?

Veröffentlicht

Zuschriften

Dieses ist eine Zuschrift. Leserinnen und Leser können sich auf diese Weise auf die Berichterstattung des „Nordschleswigers” beziehen und ihre Sicht der Dinge schildern. Die hier geäußerten Ansichten und Meinungen geben nicht unbedingt die Haltung der Redaktion wieder.

Der wahrscheinlich umstrittenste Zaun Dänemarks liegt direkt an unserer Grenze: der Wildschweinzaun. Er wurde gebaut, um dänische Schweine vor der Afrikanischen Schweinepest zu schützen. Das Problem ist aber: Wo waren und sind die Wildschweine?

Die damalige Regierung beschloss im Jahr 2018, den Zaun errichten zu lassen. Diese Entscheidung hat mehrere Familien entlang der 70 Kilometer langen Grenze betroffen. Sie mussten akzeptieren, dass jeder Blick aus dem Fenster einen Blick auf den Zaun bedeutete. Zudem hat der Anblick des Zauns die Familien einen Teil ihres Grundstücks gekostet. 

Doch nicht nur die Familien sind davon betroffen, sondern vor allem die Tiere. Verwirrt, verwundert und ratlos müssen die Tiere den Zaun passieren. Für manche ist dieser Weg sogar lebensgefährlich.

Deshalb fragen wir uns: Was wird das Nächste sein? Reisepässe für Tiere? Damit die Tiere in Zukunft leichter die Grenze überqueren können, haben wir die ersten Reisepässe für Tiere entworfen.

Brauchen Tiere in Zukunft Reisepässe? Die Jungen Spitzen hoffen das nicht.

Damit diese Pässe aber nicht Realität werden, ist für uns klar: Der Zaun muss weg. Mehrere Experten kritisieren, dass der Zaun an vielen Stellen Öffnungen hat, durch die Wildschweine frei hindurchlaufen könnten. Wir fragen uns, welchen Sinn der Zaun überhaupt hat. 

Deshalb waren wir am 17. März an einer offenen Stelle in Pattburg, um diese zu besuchen. Unsere „Grænzzaun Games“ aus dem Jahr 2019 starteten in die zweite Runde, um auf diese Symbolpolitik aufmerksam zu machen.

Ein siebenjähriges Jubiläum, das für uns eigentlich kein Grund zum Feiern ist. Dennoch wollten wir zeigen, dass es immer noch Menschen gibt, die sich gegen den Zaun einsetzen.

Wir hoffen daher, dass es in der nächsten Regierungsperiode solche symbolpolitischen Maßnahmen nicht mehr geben wird. Zudem hoffen wir, dass sich die Wählerinnen und Wähler darüber Gedanken machen, wenn sie am 24. März ihre Stimme abgeben. Denn für uns ist wichtig: Das Grenzland muss gehört werden!

Jeppe Schlüter Jepsen, Nørremarken 26 6360 Tinglev

und Birthe Annika Andresen, Noldevej 29 6372 Bylderup-Bov

Im Namen der Jungen SPitzen.