Folketingswahl 2026

Nordschleswig wählt anders als Rest-Dänemark: Venstre bei 17 Prozent – blauer Block im Landesteil klar vorn 

Stephanie Lose spricht am Mikrofon bei einer Pressekonferenz auf Christiansborg
Ökonomieministerin Stephanie Lose vor einigen Tagen in Kopenhagen. Sie hat in Nordschleswig mit Venstre ein überdurchschnittliches Ergebnis erzielt – so viel stand auch vor Auszählen der persönlichen Stimmen fest.

Wahlergebnis: Die Sozialdemokratie führt in allen Wahlkreisen deutlich. Doch Venstre bleibt in Nordschleswig zweistellig. Ein detaillierter Blick auf den Landesteil.

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Zusammenfassung

  • In Nordschleswig liegt die Sozialdemokratie in allen vier Wahlkreisen vorn.
  • Venstre erreicht im Landesteil mit 17 Prozent weiterhin ein deutlich zweistelliges Ergebnis.
  • Im Gegensatz zum landesweiten Trend gewinnt der blaue Block in allen vier Kommunen klar.

Diese Infobox wurde mithilfe von KI generiert und von der Redaktion geprüft.

Wenig überraschend hat die Sozialdemokratie in allen vier Wahlkreisen Nordschleswigs die meisten Stimmen geholt. Doch anders als landesweit ist auch Venstre hier weiter klar zweistellig. Das zeigen die addierten Daten des vorläufigen Endergebnisses aus Apenrade (Aabenraa), Hadersleben (Haderslev), Tondern (Tønder) und Sonderburg (Sønderborg).

Und anders als landesweit, so hat der blaue Block in Nordschleswig deutlich gewonnen – und das in allen vier Kommunen.

In der folgenden Grafik sind die Ergebnisse aus allen vier Kommunen gesammelt und addiert. Um die einzelnen Kommunen zu sehen, die Pfeiltasten < oder > im Menübalken der Grafik wählen. 

Blauer Block vorn

In Nordschleswig insgesamt kommt der blaue Block auf 56,8 Prozent der Stimmen. Die Moderaten erhalten 6,8 Prozent und der rote Block nur 36,4 Prozent. Eine blaue Regierung hätte also eine Mehrheit ohne die Moderaten, wenn  ganz Dänemark wie Nordschleswig gewählt hätte.

Die Unterschiede zum landesweiten Ergebnis sind groß

Die einzige Partei im roten Lager, die in Nordschleswig beliebter ist als landesweit, ist die Sozialdemokratie. Ansonsten sind die Ergebnisse der „Roten“ hier teils halbiert. Anders im blauen Block: Venstre, Dänemarkdemokraten, DF und auch die neue Bürgerpartei sahnen ab. Auch auf Kosten der Konservativen. 

Besser als im landesweiten Ergebnis: 

  • Venstre liegt in Nordschleswig bei 16,9 Prozent, in Apenrade gar bei 18,5 und in Tondern bei 19,6 Prozent. Dänemark-Ergebnis: 10,1 Prozent. 
  • DF kommt auf 13,3 Prozent im Landesteil. In der Heimat von Peter Kofod, Hadersleben, gar auf 14,8 Prozent. Dänemark-Ergebnis: 9,1 Prozent.
  • Die Dänemarkdemokraten erzielen in Nordschleswig 9,1 Prozent. Im Wahlkreis Tondern sogar 13 Prozent. Dänemark-Ergebnis: 5,8 Prozent.
  • Die neue Bürgerpartei kommt in Nordschleswig auf 3,5 Prozent mit einem flächendeckend vergleichbaren Ergebnis. Dänemark-Ergebnis: 2,1 Prozent. 
  • Die Sozialdemokratie ist die einzige Partei im roten Block, die in Nordschleswig besser abschneidet als landesweit – mit 23,9 Prozent. In Sonderburg gab es gar 26,4 Prozent. In Tondern nur 20,9. Dänemark-Ergebnis: 21,8 Prozent. 

Im nationalen Trend:

  • Die Liberale Allianz kommt auf 9,4 Prozent in Nordschleswig – Dänemark-Ergebnis: 9,4 Prozent. 

Schlechter als im landesweiten Ergebnis: 

  • Die Konservativen bekommen in Nordschleswig nur 4,6 Prozent, in Tondern nur 3,1. Dänemark-Ergebnis: 7,6 Prozent. 
  • Die Moderaten liegen mit 6,8 Prozent knapp unter dem Dänemark-Ergebnis von 7,7 Prozent. In Henrik Frandsens Heimat Tondern gab es immerhin 8,6 Prozent.
  • Die Alternative kommt mit 0,9 Prozent in Nordschleswig nicht über die Sperrgrenze von 2 Prozent. Dänemark-Ergebnis: 2,6 Prozent.
  • Die Einheitsliste liegt hier bei 2,5 Prozent. In Hadersleben sind es 3 Prozent, das Dänemark-Ergebnis: 6,3 Prozent.  
  • Die Sozialistische Volkspartei erreicht in Nordschleswig nur 6,9 Prozent, in Tondern sogar nur 6 Prozent. Dänemark-Ergebnis: 11,6 Prozent.     

Wie haben meine Nachbarinnen und Nachbarn gewählt? Einen Blick bis auf Ebene der Wahllokale ermöglicht die folgende Grafik.