Fussball

Bauchlandung für Sønderjyske gegen den FC Nordsjælland

Tobias Sommer wurde im Strafraum von den Beinen geholt, doch ein Strafstoß blieb aus.

Die Medaillenhoffnungen der Fans haben einen kleinen Knacks bekommen. Sønderjyske war in allen Belangen die zweitbeste Mannschaft und kassierte auf dem Kunstrasen in Farum eine verdiente 0:2-Niederlage. 

Veröffentlicht Geändert

Zusammenfassung

  • Sønderjyske kassiert beim FC Nordsjælland im Meisterschafts-Playoff eine verdiente 0:2-Niederlage.
  • Die Hellblauen sind dem Tempo des Gegners klar unterlegen und kommen im Pressing oft zu spät.
  • Um im Medaillenkampf mitzuhalten, muss Sønderjyske nun Intensität und Qualität vor dem Duell mit Midtjylland steigern.

Diese Infobox wurde mithilfe von KI generiert und von der Redaktion geprüft.

Nach einer starken Saison sind die Sønderjyske-Fußballer als Tabellendritter in die Meisterschafts-Endrunde gegangen. Medaillenträume sind erlaubt und auch berechtigt, doch die Medaillenhoffnungen der Sønderjyske-Fans haben einen kleinen Knacks bekommen. 

Nach einem glücklichen Punkt zum Auftakt gegen Tabellenführer AGF gab es beim FC Nordsjælland eine Bauchlandung. Die Hellblauen waren in allen Belangen die zweitbeste Mannschaft und kassierten eine verdiente 0:2-Niederlage – dabei sah der FC Nordsjælland weitaus mehr wie ein Medaillenkandidat aus als der Gegner. 

Sønderjyske oft eine halbe Sekunde zu spät

Sønderjyske hat seit September 2016 nicht mehr in Farum gewonnen. Damals hießen die Cheftrainer noch Kasper Hjulmand bzw. Jakob Michelsen und Sønderjyske war amtierender dänischer Vizemeister. Durch Tore von Mikael Uhre, Janus Drachmann und Kees Luijckx wurde ein 0:2-Rückstand in einen 3:2-Sieg gedreht. Doch davon waren die Hellblauen diesmal weit entfernt.

Lamine Sadio trifft aus abseitsverdächtiger Position zum 2:0.

Sønderjyske tut sich immer in Farum schwer, diesmal aber viel schwerer als noch vor wenigen Wochen bei der 1:2-Niederlage.

Die Hellblauen waren dem Tempo des Gegners nicht gewachsen, kamen im Pressing oft um eine halbe Sekunde zu spät und standen über weite Strecken mächtig unter Druck. Sønderjyske versuchte Unterbrechungen herbeizuführen und das Tempo aus dem Spiel zu nehmen, konnte aber zu selten den Ball länger in den eigenen Reihen halten.

Mit viel Glück stand es zur Halbzeitpause noch 0:0, obwohl der FC Nordsjælland ein scheinbar korrektes Tor erzielt hatte. Sønderjyske kam in der 29. Minute mit einem blauen Auge davon, als Lamine Sadio den Ball im Netz versenkte. Der Linienrichter entschied auf Abseits, und die Entscheidung hielt der VAR-Überprüfung stand, obwohl es im Stadion und auch auf den Fernsehbildern danach aussah, dass Magnus Jensen die Abseitsstellung von Sadio aufhob. 

VAR-Schiedsrichter Mads-Kristoffer Kristoffersen wollte hier eine Abseitsstellung gesehen haben.

Magnus Jensen spielte nicht nur dieses eine Mal eine unglückliche Hauptrolle. Der sonst so starke Abwehrchef stand zunächst völlig neben sich, haute unbedrängt einen Querpass über die eigene Torauslinie und hätte fast ein Eigentor erzielt, doch Marcus Bundgaard parierte den verkorksten Abwehrversuch mit dem Fuß.

Lirim Qamili hatte unmittelbar nach dem Seitenwechsel die Führung auf dem Kopf, doch weniger als 60 Sekunden später lag der Ball im eigenen Netz. Der FC Nordsjælland legte das 2:0 nach. Diesmal fiel die VAR-Entscheidung zugunsten der Gastgeber aus, wobei die Festlegung der Abseitslinien auch hier komisch aussah.

Das Schiedsrichter-Gespann, nicht zuletzt die Leute am Bildschirm, hatte nicht ihren besten Tag, und Aydin Uslu hätte in der Nachspielzeit auch auf Elfmeter für Tobias Sommer entscheiden können, doch daran lag es nicht, dass Sønderjyske in Farum leer ausging.

Mohamed Cherif und Sønderjyske wurde vom FC BNordsjælland ausgebremst.

Es wäre vermessen, Siege gegen Tabellenführer AGF und gegen den FC Nordsjælland auf dem Kunstrasen in Farum zu verlangen, doch die Hellblauen müssen wieder an Intensität und Qualität zulegen, wenn sie im Medaillenkampf eine Rolle spielen wollen. Und es wird nicht leichter: nächster Gegner ist der FC Midtjylland in Herning.

FC Nordsjælland - Sønderjyske (0:0) 2:0

1:0 Ibrahim Adel (48.), 2:0 Lamine Sadio (73.)

FC Nordsjælland: Andreas Hansen – Peter Ankersen, Tobias Salquist, Justin Janssen – Juho Lähteenmäki, Mark Brink (85.: Villum Berthelsen), Malte Heyde (85.: Villads Rutkjær), Runar Norheim – Lamine Sadio (90.: Hjlate Boe Rasmussen), Ibrahim Adel (69.: Levy Nene), Prince Junior (46.: Alexander Lind).

Sønderjyske: Marcus Bundgaard – Simon Wæver (80.: Dalton Wilkins), Magnus Jensen, Pac hanga Kristensen, Daniel Gretarsson (35.: Maxime Soulas) – Andreas Oggesen (65.: Sefer Emini), Tobias Sommer – Lirim Qamili, Mohamed Cherif, Alexander Lyng (65.: Anders Bergholt) – Matthew Hoppe (46.: Olti Hyseni).

Gelbe Karten: Peter Ankersen – Maxime Soulas.

Schiedsrichter: Aydin Uslu. VAR-Schiedsrichter: Mads-Kristoffer Kristoffersen. Zuschauer: 3.157.