Ausbildungsmöglichkeit

Internationale Ausbildung für Gastro-Fachkräfte in Sonderburg geplant

Eine Bedienung vor einem der vielen Restaurants an der Sønder Havnegade in Sonderburg. Eine Initiative will nun mit einer neuen Ausbildungsmöglichkeit für mehr Fachkräfte sorgen (Symbolfoto).

Fachkräftemangel: Ein neues Projekt soll Nordschleswig auf die gastronomische Weltkarte bringen. Dänemarks erste englischsprachige Berufsausbildung in Gastronomie soll 2027 starten. Kooperationen mit lokalen Betrieben und internationale Ausrichtung stehen im Fokus.

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Zusammenfassung

  • In Sonderburg entsteht Dänemarks erste englischsprachige Berufsausbildung für Gastronomie und Gastgewerbe, um dem Fachkräftemangel in Nordschleswig zu begegnen.
  • Stiftung, Kommune und Bildungspartner planen drei praxisnahe Ausbildungsgänge als zehnjähriges Pilotprojekt mit engem Bezug zu lokalen Hotels, Restaurants und Tourismusbetrieben.
  • Ab 2027 sollen internationale Schülerinnen und Schüler ausgebildet werden, um die Region als gastronomisches und touristisches Kraftzentrum im Grenzland zu stärken.

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Ein neues Ausbildungsprojekt soll Nordschleswig auf die gastronomische Weltkarte bringen und zugleich den Bedarf an Fachkräften in Hotellerie, Gastronomie und Tourismus im Landesteil und im Grenzland decken. 

Die Stiftung „Bitten & Mads Clausens Fond“, das EUC Syd, die Hotel- und Restaurantschule in Valby und die Kommune Sonderburg (Sønderborg) planen dazu Dänemarks erste englischsprachige, internationale Berufsausbildung in Gastronomie und Gastgewerbe mit Standort in Sonderburg.

Die Partnerinnen und Partner wollen drei Ausbildungsgänge als Pilotprojekt über zehn Jahre entwickeln und erproben neue Ansätze für Berufsausbildungen.

Wir haben alles, was es braucht, um Sonderburg, Nordschleswig und das Grenzland als gastronomisches und touristisches Kraftzentrum auf die Weltkarte zu setzen.

Erik Lauritzen

Das Projekt unterstützt die Rolle Nordschleswigs als touristische Destination und will den Gastrotourismus ankurbeln. Bereits 2025 starteten die Arbeiten an den internationalen Berufsausbildungen. Das Bündnis hat Unterrichtsminister Mattias Tesfaye (Sozialdemokratie) um Unterstützung für einen Start der Ausbildungsgänge im Jahr 2027 gebeten.

Enge Zusammenarbeit mit Hotels und Gastronomie

„Mit dieser Ausbildung investieren wir direkt in die Menschen und Kompetenzen, die für die Entwicklung der gesamten Region entscheidend sind“, sagt Erik Lauritzen (Sozialdemokratie), Bürgermeister in der Kommune Sonderburg. „Wir haben alles, was es braucht, um Sonderburg, Nordschleswig und das Grenzland als gastronomisches und touristisches Kraftzentrum auf die Weltkarte zu setzen – außer den Händen.“

Deshalb habe man eine starke Kooperation zwischen Ausbildung, Wirtschaft und öffentlichen Akteurinnen und Akteuren gebildet, die die Ambitionen umsetzen und damit dazu beitragen kann, die gesamte Region zu heben. „Das macht das Gebiet auch für diejenigen noch attraktiver, die hier gerne leben möchten.“

Ab 2027 soll die Ausbildung beginnen, die sich um Service, Gastronomie und Tourismus dreht.

Die neue Ausbildung soll praxisnah und eng mit örtlichen Hotels, Restaurants und Tourismusbetrieben verbunden sein. Unter anderem durch Ausbildungsplätze und Unterricht in professionellen Werkstattumgebungen.

Die Ausbildung verläuft auf Englisch und will 2027 die ersten Schülerinnen und Schüler begrüßen.

Wir wünschen uns attraktive Ausbildungen, sodass Studierende sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland kommen.

Dan Zielke

Ausbildung auf Deutsch und Englisch entwickeln

„Wir wünschen uns attraktive Ausbildungen, sodass Studierende sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland kommen – und wir haben bereits Erfahrung mit internationalen Ausbildungen im Industriebereich“, sagt Dan Zielke, Direktor des EUC Syd. „Im Grenzland gibt es besondere Möglichkeiten, Ausbildungen auf Deutsch und Englisch zu entwickeln, und jetzt möchten wir Köchinnen und Köche, Servicepersonal sowie  Menschen, die an der Rezeption tätig sind, eine englischsprachige Ausbildung auf hohem internationalen Niveau anbieten.“

Die Gastronomie- und Tourismusbranche zählt laut Kommune in Nordschleswig rund 7.000 Jahresarbeitskräfte. Im Hotel- und Restaurantbereich blieben 2025 insgesamt 1.553 Stellen unbesetzt. 

Die touristischen Einnahmen betrugen 2024 rund 8,4 Milliarden Kronen. Registriert wurden fünf Millionen Übernachtungen; Nordschleswig gilt als viertgrößte touristische Destination in Dänemark. 38 Prozent der Gäste kamen aus Dänemark, 62 Prozent aus dem Ausland. Der Anteil der ausländischen Gäste steigt.