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Vom Gehtempo zur großen Gymnastikshow: Ein Blick hinter die Kulissen in Lügumkloster

Küchenleiterin Elke Hußmann in der Halle, wo am Wochenende die große Gymnastikshow steigt

Noch ist es verhältnismäßig ruhig in den Klosterhallen, doch schon bald übernehmen Turnerinnen und Turner das Parkett. Während auf der Fläche gesprungen und geturnt wird, läuft im Hintergrund ein logistisches Großprojekt: Die Frühjahrsshow fordert das gesamte Team der Klosterhallen – von der Küche bis zur „Tour de Toilet“.

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Zusammenfassung

  • In den Klosterhallen in Lügumkloster findet vom 20. bis 22. März die große Frühjahrsshow von „DGI Sønderjylland Tønder Egnen“ mit rund 5.000 erwarteten Gästen und Teilnehmenden statt.
  • Die größte Halle wird zur Gymnastik-Arena mit Tribüne, Gala-Abend am Freitag und teils bis zu 180 gleichzeitig turnenden Teilnehmerinnen und Teilnehmern.
  • Hallenchef und Küchenteam bereiten Logistik und Verpflegung mit zusätzlichem Personal und Geräten vor.

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Ruhe vor dem (gymnastischen) Ansturm herrscht am Dienstagvormittag noch in den Klosterhallen in Lügumkloster (Løgumkloster). 

Während in der Halle 1 Handballerinnen der benachbarten Nachschule „Sine“ trainieren und aus der Mehrzweckhalle Kinderstimmen zu hören sind, spielen mehrere Senioren und eine Seniorin in der Halle 4 Handball. Im „Gehtempo“, wie sie betonen. 

Dort, wo im Schritttempo der Ball auf das Tor geworfen wird, entfalten sich von Freitag, 20., bis Sonntag, 22. März, rhythmische Darbietungen, beeindruckende Sprünge und Choreografien. Radschlagen und Handstände gehören dazu. Gewiefte turnen auch in schwindelerregender Höhe. 

Die größte der Klosterhallen verwandelt sich an drei Tagen in ein Mekka für Gymnastik-Teams und ihre Fans.

Sitzplätze für 700 Personen 

Nachdem sie bereits auf dem jeweiligen heimischen Hallenboden ihr Pensum des Winters gezeigt haben, veranschaulichen Kinder, Jugendliche und Erwachsene bei der Frühjahrsshow von „DGI Sønderjylland Tønder Egnen“ vor einer größeren Kulisse das Gelernte.

„Das ist unser größtes Event, das sich über drei Tage erstreckt, und wir erwarten etwa 5.000 Menschen“, erzählt Hallenchef Asger Warncke Andersen.

Die Zusammenarbeit mit dem Kreisverein von DGI läuft schon seit mehr als 20 Jahren, wie Asger Warncke Andersen erläutert. Pausiert wurde nur 2020 und 2021 wegen Corona.

Die Räumlichkeiten könnten diese Veranstaltung tragen, so Warncke Andersen. Die Gäste werden durch den breiten Gang in die größte Halle geschleust. Dort warten zu diesem Zeitpunkt 700 aufgebaute Sitzplätze. 

Allerhand Vorbereitungen

Die lange Hallenwand gegenüber der Tribüne ist dann durch einen schwarzen Vorhang kaschiert. Indes können sich die Turnerinnen und Turner in einer der anderen Hallen aufwärmen. 

„Freitag ist der Gala-Abend, da kommen die meisten Gäste“, erklärt Warncke Andersen. Die Türen öffnen sich an dem Tag um 15.45 Uhr, und die offizielle Eröffnung folgt um 17 Uhr.

 „Zurzeit bereiten wir uns eher mental darauf vor, wie viel wir von den einzelnen Sachen benötigen, und ich werde heute ganz viele Bestellungen durchdenken. Es ist jedes Mal ein Lotteriespiel, welches Essen nachgefragt ist“, erläutert Küchenleiterin Elke Hußmann, einige Tage bevor es so richtig losgeht.

 „Ich schaue so ein bisschen, was im vergangenen Jahr gut gelaufen ist. Man kann es aber nicht eins zu eins übernehmen. Das entwickelt sich von Jahr zu Jahr unterschiedlich“, so die Küchenleiterin. 

Ein Blick in die Gefriertruhe, die vor dem Wochenende noch voller wird

Bei der kulinarischen Auswahl versucht sie immer wieder, gesunde Sachen einfließen zu lassen. Das sei aber kein leichter Weg. Auch der Getränkeverkauf ändere sich. In dem Bereich sei der Trend zu Light-Produkten spürbar.

Anlaufstelle für Verpflegung ist nicht nur die Cafeteria, sondern auch im Gang gibt es einen Verkaufsstand. 

Zusätzliche Geräte sind im Einsatz

„Dort sind ständig vier Leute positioniert, um dem Andrang nachzukommen. Wir haben für die Veranstaltung auch eine extra Fritteuse und zusätzliche Toaster geliehen, damit es schneller läuft“, erzählt sie. 

Wenn auch nicht unbedingt laufend, so flitzt sie zwischen Küche, Cafeteria und dem Gang hin und her, um für Nachschub zu sorgen. „Alle sind eingebunden. Das gilt auch für die ,Tour de Toilet’, die von allen gemacht wird“, meint sie mit Blick auf die Putzaktion. 

Zu den acht Festangestellten gesellen sich sieben Jugendliche, die dort teils seit mehreren Jahren beschäftigt sind. An besagtem Wochenende sind alle 15 Mitarbeitenden in Aktion.

Gemeinsames Anpacken 

Eine zusätzliche Note zu den Gymnastikvereinen gebe es durch die Nachschulen, die in Bussen anreisen und auch ihr gesamtes Equipment mitbringen. 

„Es ist schon beeindruckend, wenn 150 bis 180 Leute auf dem Parkett sind, und alle zeitgleich dieselben Bewegungen machen“, so Elke Hußmann.

Sie hofft, dass ihr etwas Zeit bleibt, die Vorführung einer Gruppe anzuschauen. In der Regel werde das jedem der Mitarbeitenden ermöglicht.

Wenn die Ausübenden und die Gäste abends abgezogen sind, steht das Aufräumen auf dem Programm, um für den nächsten Tag Klarschiff zu machen. 

„Jeder packt mit an, wo es nötig ist. Das würde ich als charakteristisch für die Klosterhalle bezeichnen“, so Elke, die seit zehn Jahren dort ihren Arbeitsplatz hat. Das Küchenteam umfasst vier Personen.

Nach getaner Arbeit steht dann nach einem kleinen Fazit über den Verlauf des Tages Zusammensein in gemütlicher Runde auf dem Plan. „Das Miteinander gibt ein schönes Gefühl“, sagt sie, während sie durchs Gebäude führt.

Elke Hußmann (l.) und Lene Rasmussen tauschen sich aus.

Dabei räumt sie einen Kaffeebecher zur Seite, der offensichtlich auf einem der Tische im Gang „vergessen“ wurde.

Beim Ordnungssinn gibt es Verbesserungsmöglichkeiten

Was das Aufräumen angeht, sehen sie und ihre Kollegin Lene Rasmussen Verbesserungspotenzial bei den Gästen, damit die ihren Müll wegräumen. 

„Ob Kinder, Jugendliche oder Erwachsene, allen fällt es schwer, ihren Abfall von der Tribüne mitzunehmen“, so die Erfahrung.

Vor dem großen Gymnastik-Event gibt es Donnerstagabend noch eine Handball-Veranstaltung mit 135 Leuten.