Tierwelt

Störche trotzen dem Winter: Erste Rückkehrer in Nordschleswig

In Renz bereitet sich der Frühstarter auf die Rückkehr seiner Partnerin vor.

Zwei Tage früher als im Vorjahr ist Storch Peter aus Südeuropa zurückgekehrt und hat sich in Renz niedergelassen. Nun wartet die Storchenfangemeinde gespannt auf Partnerin Petra. Auch in Ruttebüll wurde ein Storch gesichtet – bleibt er oder zieht er weiter?

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Zusammenfassung

  • In Renz ist Storch Peter aus Südeuropa ungewöhnlich früh trotz Schnee und Kälte ins vertraute Nest zurückgekehrt.
  • Der Storchenverein unterstützt ihn wegen des winterlichen Wetters mit Futter, während die Ankunft seiner Partnerin Petra nun erwartet wird.
  • Auch in Ruttebüll wurde ein Storch gesichtet, und in weiteren nordschleswigschen Nestern wird in den kommenden Wochen mit Rückkehrern gerechnet.

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Das Frühjahr lässt auf sich warten, der Storch aber nicht. In Renz (Rens) ist mit dem männlichen Storch Peter am Montag, 16. Februar, ein alter Bekannter gelandet.

„Es ist nicht gerade der beste Zeitpunkt für eine Ankunft bei Kälte und Schnee, aber glücklicherweise ist für das Wochenende eine deutliche Erwärmung in Sicht“, sagt der Vorsitzende des Storchenvereins „Storkene.dk“, Mogens Lange Petersen.

Das Wetter sei für den neu angekommenen Storch alles andere als optimal, er werde aber für einen guten Start mit Futter unterstützt, so der Vorsitzende.

Der männliche Storch habe in Südeuropa überwintert, wo das Klima milder und das Nahrungsangebot stabiler sei. 

„Das verschafft ihm einen Vorsprung, wenn sich der Kalender der Brutzeit nähert“, teilt der Vorsitzende in einer Pressemeldung mit.

Reisezeit von einigen Wochen

Für einen zielstrebigen Storch dauere die Reise von Südeuropa nach Dänemark kaum mehr als ein paar Wochen. 

„Sobald der Zug nach Norden beginnt, fliegt der Storch effizient und direkt zu seinem Nest. So kann sich der männliche Storch in Renz erneut als einer der allerersten im Land niederlassen“, so Mogens Lange Petersen.

Peter, der seit 2021 in Renz brütet, kommt gewöhnlich früh. In diesem Jahr war er sogar zwei Tage früher unterwegs als 2025.

Nun wartet die Storchenfangemeinde gespannt auf die Ankunft seiner Partnerin Petra, die im vergangenen Jahr vier Tage nach ihm eintrudelte.

Am Montag schaute ein Storch in Ruttebüll vorbei.

Adebar schaute in Ruttebüll vorbei

Bewohnte Storchennester in Nordschleswig 2025

  • Abel (Abild)
  • Brauderup (Broderup)
  • Bülderup-Bau (Bylderup-Bov)
  • Haustedt (Havsted)
  • Jeising (Jejsing)
  • Klipleff (Kliplev)
  • Renz (Rens)
  • Saxburg (Saksborg)
  • Schmedagger (Smedager)

An der Westküste wurde ebenfalls am Montag im Storchennest in Ruttebüll (Rudbøl) ein Storch gesichtet. 

Ob er mehr als ein Tagesgast auf der Durchreise war, muss sich erst noch herausstellen. Vor 30 Jahren brüteten regelmäßig Störche im Grenzort.

Bereit für die Ankunft, aber noch nicht bewohnt, ist das Storchennest in Jeising (Jejsing). 

Obwohl der dortige Dauergast Clyde auch zu den Störchen gehört, die im Februar einziehen, hat der Jeisinger Storchenbetreuer Henning Schmidt Andresen nichts dagegen, wenn er sich in dieser Witterung etwas mehr Zeit mit seiner Anreise lässt, wie er am Telefon erzählt.

Die landesweit meisten Storchennester gab es 2025 in Nordschleswig.

    Von den landesweit 14 bewohnten Storchennestern 2025 waren neun in Nordschleswig angesiedelt. Die Population wurde durch die vollen Storchennester südlich der Grenze und die guten Witterungsbedingungen im Frühjahr beflügelt.