Handball

TM Tønder deklassiert und demütigt den dänischen Rekordmeister – Aufstieg kann noch ein Thema werden

TMT-Torwart Magnus Siim Pedersen war mit 21 Paraden der überragende Mann auf dem Spielfeld.

Die Tonderaner spielten sich gegen KIF Kolding in einen Rausch und besiegten den Liga-Absteiger mit 34:21. TMT-Trainer Lars Krarup ist sich unsicher, ob der Schlussspurt seiner Mannschaft in der Aufstiegsfrage zu spät kommt. 

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Zusammenfassung

  • TM Tønder feiert in der 1. Division einen klaren 34:21-Sieg gegen den Favoriten KIF Kolding.
  • Mit nun 29 Punkten wahrt Tønder die Chance auf den Aufstieg, bleibt aber von Patzern der Konkurrenz abhängig.
  • Grundlage des Erfolgs waren eine starke Abwehr und Torwart Magnus Siim mit 21 Paraden und einer Quote von 50 Prozent.

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Für Thorsten Fries, Emil Tellerup und Kristian Stoklund war es nicht das Wiedersehen mit der Tondernhalle 2, das sie sich erhofft hatten. Dort, wo sie viele Erfolge feiern konnte, gab es diesmal im Trikot von KIF Kolding eine schallende Ohrfeige, die womöglich den direkten Wiederaufstieg in die dänische Handballliga kosten kann.

Der dänische Rekordmeister ist am Sonntagnachmittag in Tondern (Tønder) deklassiert und gedemütigt worden, von einer TMT-Mannschaft, die sich in einen Rausch spielte und mit einem denkwürdigen 34:21-Sieg näher an die Aufstiegsplätze herangerückt sind.

Drei Punkte Rückstand

Die Tonderaner müssen sich in dieser Verfassung vor keiner Mannschaft in der 1. Division verstecken, doch die Frage ist, ob der Schlussspurt in der Aufstiegsfrage zu spät kommt. Skive steht fünf Spieltage vor Saisonende mit 35 Punkten auf dem direkten Aufstiegsplatz, Sydhavsøerne, KIF Kolding und Aarhus HC sind mit jeweils 32 Punkten die ersten Anwärter auf die beiden Relegationsplätze. TM Tønder ist mit 29 Punkten in Lauerstellung.

„Ich weiß nicht, ob es zu spät ist. Vieles muss für uns laufen. Wir haben es nicht selbst in der Hand und sind von Ausrutschern von den drei vor uns liegenden Konkurrenten abhängig. Dort liegt mein Fokus aber nicht im Moment – ich will mich viel lieber über die wahnsinnig gute Leistung freuen“, sagt TMT-Trainer Lars Krarup zum „Nordschleswiger“.

KIF Kolding hatte das Hinspiel gegen TM Tønder mehr als deutlich mit 34:25 für sich entschieden und nach der anschließenden Niederlage bei Team Sydhavsøerne sage und schreibe elfmal in Folge gewonnen. Die Siegesserie riss vor 863 Zuschauerinnen und Zuschauern in Tondern.

Torwart Siim mit starker Quote

„Ich habe nichts zu meckern. Es war einfach unser Tag, und auch die Höhe des Sieges ging in Ordnung“, meint Lars Krarup.

Die Tonderaner führten bereits zur Pause mit 18:10 und bauten den Vorsprung nach dem Seitenwechsel weiter aus.

„Das Fundament wurde in der Abwehr gelegt und dahinter hatten wir einen wahnsinnig guten Magnus Siim, der 21 Paraden zeigte und auf eine Quote von 50 Prozent kam. Er hat aber auch viel Unterstützung von der Abwehr bekommen“, lobt der TMT-Trainer.

Mannschaft hat sich gut entwickelt

„Ich hoffe, dass wir in den letzten fünf Saisonspielen an diese Leistung anknüpfen können. Die Leistung ist ein Beweis dafür, dass sich eine Mannschaft gut entwickeln kann, wenn man die Zeit dafür bekommt. Es ist nach vielen Wechseln im Kader nicht möglich, von Tag eins an zu zaubern“, so Lars Krarup.

Nikolai Aleksandrovietz (8), Rune Schrøder (7/4), Mathias Nikolajsen (5), Nick Bøg Nielsen (4), Tobias Balsby-Krogh (4), Hans Lindeborg Holst (2), Simon Humlegaard (2), Lucas Rehfus (1) und Mikkel Sommer Lund (1) erzielten die Tore für TM Tønder. Cornelius Kragh traf zehnmal für KIF.