Deutsche Minderheit

Germania in Sonderburg setzt auf Neustart: „Wir stellen den Rudersport wieder ins Zentrum“

Frank Sohrt hatte den Vorsitz von Germania seit Mai kommissarisch inne und ist am Mittwoch offiziell als Vorsitzender bestätigt und gewählt worden.

Zwischen Wintertraining, Schulkooperation und Tag der offenen Tür arbeitet der Deutsche Ruderverein Germania daran, den Verein zu beleben, neue Strukturen zu festigen und vor allem jüngere Ruderinnen und Ruderer für den Sport auf dem Alsensund zu gewinnen.

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Zusammenfassung

  • Der Deutsche Ruderverein Germania in Sonderburg setzt den Fokus im neuen Jahr auf den Rudersport und die Mitgliedergewinnung.
  • Mit attraktivem Wintertraining, lebendigem Vereinsleben und modernerer Ausstattung im Bootshaus will der Verein Mitglieder binden.
  • Besonderer Fokus liegt auf der Gewinnung junger Menschen, unter anderem über die Schulkooperation und einen Tag der offenen Tür im Mai.

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Der Deutsche Ruderverein Germania in Sonderburg (Sønderborg) blickt nach einem unruhigen Jahr auf Stabilität und Wachstum. Nach Trainerwechsel und einem überraschenden Rücktritt des frisch gewählten neuen Vorsitzenden übernahm der 46-jährige Frank Sohrt im Mai vergangenen Jahres die Verantwortung als Vorsitzender und richtet den Blick bewusst nach vorn. 

„Es war wirklich turbulent“, sagt Frank Sohrt. „Jetzt bringen wir erst einmal Ruhe in den Verein und stellen den Rudersport wieder ins Zentrum.“ Statt interner Streitereien soll wieder der Rudersport die Tagesordnung bestimmen. 

Winteraktivitäten haben zugenommen

Der Verein hat das Vereinsleben im Alltag und im Winter belebt: Das Wintertraining orientiert sich an gemeinsamen Monatszielen auf dem Ergometer, dazu kommen Staffelrudern, Aktionen und gemeinsames Essen im Bootshaus.

Sohrt beschreibt den Ansatz so: „Wir haben versucht, das Wintertraining ein bisschen attraktiver zu machen, damit bei uns auch im Winter etwas los ist.“ Er betont, dass ein lebendiges Vereinsleben die Grundlage für alles bildet: „Erst einmal wollen wir wieder Leben in den Verein bringen, mit gemütlichem Beisammensein – dann kommen die anderen Dinge von allein.“

An der Generalversammlung im Bootshaus nahmen 16 Personen teil.

Zum Jahresende zählte der Verein 70 Mitglieder, 62 davon sind aktiv: 20 Jugendliche und 42 Erwachsene. Sieben Mitglieder sind passiv dabei und es gibt ein Ehrenmitglied. Der Verein kam auf insgesamt 6.281 Kilometer, davon waren 1.507 Kilometer Gästekilometer; zusätzlich legten sie auf dem Ergometer 5.132 Kilometer zurück.

Im Mittelpunkt der kommenden Monate steht der Wunsch nach neuen Mitgliedern, auch jüngeren. Der Verein hat bereits eine feste Kooperation mit der Deutschen Schule Sonderburg, aus der regelmäßig 12 bis 14 Schülerinnen und Schüler donnerstags zum Rudern kommen. „Wir möchten gerne mehr Mitglieder bekommen“, sagt Sohrt. „Besonders wichtig sind jüngere Leute, die hier am Alsensund den Rudersport für sich entdecken.“

Der Germania-Vorstand

  • Erster Vorsitzender: Frank Sohrt (für zwei Jahre gewählt)
  • Zweiter Vorsitzender: Chris Eisenkrämer
  • Schriftwart: Bernd Knabe
  • Kassenführung/Revisor: Harro Bitterling
  • Weitere Revision: Doris Ravn und Hans Dehn prüfen weiterhin die Kasse.

Mit dem neuen Türschloss und den modernen Duschkabinen schaffen wir bessere Rahmenbedingungen.

Frank Sohrt

Parallel dazu modernisiert Germania die Rahmenbedingungen im Bootshaus. Ein neues Türschloss mit Chip soll den Zugang erleichtern, die Duschanlagen in den Umkleideräumen plant der Verein zu erneuern. „Die Leute gucken sich sowas natürlich an“, sagt Sohrt. „Mit dem neuen Türschloss und den modernen Duschkabinen schaffen wir bessere Rahmenbedingungen.“

Tag der offenen Tür am 16. Mai

Als weiteres Zeichen des Aufbruchs bereiten der Vorstand und die Mitglieder den Tag der offenen Tür am 16. Mai vor, gemeinsam mit den anderen Vereinen an der Adresse Verdens Ende. „An dem Tag sollen unsere Mitglieder aktiv teilnehmen, auf dem Ergo sitzen, Leute mit ins Boot nehmen und zeigen, wie unser Sport funktioniert“, sagt Sohrt. „Wir hoffen, dass viele, die vielleicht zum Fahrradfahren oder zum Kajakfahren kommen, auch bei uns hängen bleiben.“

Die neue Rudersaison beginnt Ende März: Am 21. März wird die Brücke um 8 Uhr wieder ins Wasser gesetzt, und am Sonnabend darauf, am 28. März, beginnt um 14 Uhr das Anrudern.