Kriminalität

Weniger Einbrüche, doch Hadersleben bleibt Risikogebiet

Einbruch bleibt ein Thema in Nordschleswig, auch dort, wo die Zahlen auf den ersten Blick im Sinkflug sind (Symbolbild).

In Hadersleben ging die Zahl der Einbrüche im vergangenen Jahr deutlich zurück. Die Polizei zählte 126 Fälle in privaten Haushalten – 23 Prozent weniger als 2024, im Schnitt ein Einbruch alle drei Tage. Dennoch liegt die Kommune weiter über dem Landesdurchschnitt. Kein Grund zur Entwarnung.

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Zusammenfassung

  • Dänemark verzeichnet 2025 mehr Einbrüche, Nordschleswig aber einen deutlichen Rückgang.
  • Hadersleben bleibt trotz sinkender Zahlen ein überdurchschnittlich belastetes Risikogebiet.
  • Die Initiative „Bo trygt“ setzt auf Prävention, Nachbarschaftshilfe und kostenlose Beratung durch Experten.

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Danmarks Statistik (DST) weist für 2025 landesweit 15.747 Einbrüche aus – rund 1.200 mehr als im Jahr zuvor. Vor allem in Ballungsräumen und dicht bebauten Wohngebieten stiegen die Zahlen. In Südjütland und Nordschleswig sank die Zahl der Einbrüche indes um 26 Prozent.

So sieht es in Nordschleswig aus

Im Vergleich mit den Nachbarkommunen wies Hadersleben 2025 die höchste Zahl gemeldeter Einbrüche auf. Tondern (Tønder) kam auf 56 Fälle, Apenrade (Aabenraa) auf 83 und Sonderburg (Sønderborg) auf 108.
Bezieht man die Einwohnerzahl ein, verzeichnete Hadersleben 228 Einbrüche pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner – mehr als die anderen drei nordschleswigschen Kommunen – ungeachtet des deutlichen Rückgangs gegenüber 2024. Damit lag Hadersleben im Vorjahr über dem Landesdurchschnitt (215).

Zu sorglos geworden?

Für Britt Wendelboe, Programmchefin der Sicherheitsinitiative „Bo trygt“, liegen mögliche Ursachen im Alltag. „In den vergangenen Jahren haben wir dank gezielter Präventionsarbeit deutlich weniger Einbrüche gehabt. Vielleicht sind wir ein wenig zu sorglos geworden, wenn es um den Schutz der eigenen vier Wände geht.“ Aufmerksamkeit im Wohnumfeld und ein funktionierendes Miteinander spielten eine große Rolle, sich vor Langfingern zu schützen.

Hilfe vom Profi – kostenlos

Wer sein Wohngebiet besser absichern möchte, bekommt Hilfe – und das kostenlos. „Bo trygt“ organisiert Besuche von Einbruchsexperten, meist ehemalige Polizisten, die vor Ort beraten. Das Angebot richtet sich unter anderem an Wohnvereine. Ergänzend vernetzt die App „Nabohjælp“ Menschen in Wohngebieten.