Haus und Garten

Kälte, Schnee, Futtermangel: Äpfel unterstützen Amseln im Winter

Schwarze Amsel frisst Apfelstück auf grauen Pflastersteinen im Freien
Amseln lieben Äpfel.

In den kalten Wintermonaten fällt es Amseln und anderen Drosseln schwer, ausreichend Nahrung zu finden. Der Tierschutzverband Dyrenes Beskyttelse ruft deshalb dazu auf, die Vögel zu unterstützen, indem im Garten Äpfel ausgelegt werden.

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Zusammenfassung

  • Im frostigen Winter finden Amseln und andere Drosseln kaum noch natürliche Nahrung im gefrorenen Boden.
  • Tierschützerinnen und Tierschützer empfehlen, schrumpelige Äpfel mit Abstand im Garten auszulegen, damit mehrere Vögel davon profitieren.
  • Freigeräumte Laubhaufen und zusätzliches Futter wie Samen oder Nüsse unterstützen weitere Vogelarten im Garten.

Diese Infobox wurde mithilfe von KI generiert und von der Redaktion geprüft.

Seit Wochen hüllt sich die Landschaft in ein weißes Schneekleid. Mit einsetzendem Frost verschwinden Insekten, Schnecken und Regenwürmer aus der oberen Bodenschicht. Besonders die Amsel ist betroffen, da sich ihre natürliche Nahrung unter der gefrorenen Oberfläche verbirgt. Eine einfache Hilfe: Äpfel im Garten auslegen.

„Wer schrumpelige Äpfel übrig hat, kann sie den Vögeln anbieten, statt sie wegzuwerfen. Schon wenige Äpfel können für die Amsel einen Unterschied machen“, sagt Michael Carlsen, Biologe bei Dyrenes Beskyttelse in einer Mitteilung.

Futter richtig verteilen

Entscheidend ist die Platzierung der Äpfel. Amseln verhalten sich gegenüber Artgenossen und anderen Drosseln oft territorial und versuchen, Futterquellen zu dominieren.

„Liegen die Äpfel an einem Ort, beansprucht meist eine einzelne Amsel alles für sich. Werden sie mit mehreren Metern Abstand verteilt, profitieren deutlich mehr Vögel“, erklärt Carlsen.

Das ausgelegte Obst lockt zudem weitere Drosselarten an. Neben Amseln können auch Wacholder- und Rotdrosseln erscheinen. Durch die verteilte Auslage entstehen Nahrungsquellen für mehrere Tiere und zugleich eine größere Artenvielfalt im Garten.

Schwarze Amsel sitzt auf einem kahlen Zweig und frisst rote Beeren
Beeren sind auch im Winter eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel

Hilfe bei Schnee

Im Winter ernähren sich Amseln natürlicherweise von Insekten, Schnecken und Würmern unter Laub und Reisig sowie von Früchten und Beeren wie Hagebutten oder Vogelbeeren, die oft lange an den Sträuchern haften bleiben.

Bedeckt Schnee den Boden, wird diese Nahrung schwer erreichbar. Wer den Schnee von Laub- und Reisighaufen im Garten teilweise entfernt, erleichtert den Vögeln den Zugang. Äpfel sollten gut sichtbar auf den Schnee gelegt werden.

„Beim Schneeräumen kann man gezielt Bereiche um Laubhaufen freischaufeln. Dort halten sich Schnecken und Würmer auf – so bekommt die Amsel zumindest zeitweise Zugang zu natürlicher Nahrung“, so Carlsen.

Jeder Vogel hat eigene Vorlieben

Wer auch anderen Vögeln etwas Gutes tun will, kann auch noch andere Nahrungsmittel im Garten auslegen. Der dänische Vogelschutzverband DOF (Dansk Ornitologisk Forening) gibt dafür folgende Empfehlung ab.

  • Amseln und Drosseln ziehen Äpfel vor, gern aussortierte halbverfaulte Früchte.

  • Auch der Seidenschwanz sucht Lebensräume auf, wo es viele Äpfel gibt, und auch Birnen schmecken ihm.

  • Sonnenblumen und Hanfsamen hingegen sind attraktiv für Grünfinken, Bergfinken, Buchfink, Dompfaff und Kernbeißer.

  • Getreide fressen vor allem Sperlinge, Tauben, Fasanen und Krähenvögel.

  • Bei Buntspechten und Meisen sind Erdnüsse sehr beliebt – und, wie der Name schon sagt, Meisenknödel.