Nachruf

Er ging mit der Alzheimererkrankung offen um: Eckart Kitter in memoriam

Älterer Mann lächelnd in einer Sporthalle, hinter dem Handballnetz stehend.
Eckart Kitter entdeckte im reifen Alter den Handballsport für sich und hütete auch mit über 60 Jahren noch das Tor im damaligen Jündewatter Sportverein „JB75“. Im Alter von 81 Jahren ist er nun verstorben (Archivfoto).

Er war gebildet, vielseitig interessiert und ehrenamtlich engagiert. Im Alter von 81 Jahren ist Eckart Kitter gestorben.

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Zusammenfassung

  • Eckart Kitter, langjährig in Tingleff verwurzelt und in der deutschen Gemeinschaft engagiert, ist im Alter von 81 Jahren nach langer Alzheimererkrankung gestorben.
  • Anstelle von eventuell zugedachten Blumen kann eine Spende an die Alzheimerstiftung gerichtet werden.
  • Kitter arbeitete viele Jahre als Studiendirektor in Flensburg und war auch im reiferen Alter sehr sportlich. Eine enge Bindung hatte er zu seinen beiden Kindern und den drei Enkelkindern.

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In den 70er-Jahren zog er von Flensburg (Flensborg) nach Nordschleswig und wurde in Tingleff (Tinglev) heimisch. Im Alter von 81 Jahren hat Eckart Kitter seinen Frieden gefunden, wie es in der Todesanzeige der Familie heißt. Die Trauerfeier zur Beisetzung findet am Donnerstag, 26. Februar, ab 11 Uhr in der Kirche zu Tingleff statt.

Für Eckart Kitter und seine Familie war es ein schwerer Schlag, als bei ihm vor neun Jahren Alzheimer festgestellt wurde – eine Form der Demenz. Sein Zustand verschlechterte sich mit der Zeit, und vor knapp zwei Jahren kam er ins Pflegeheim, wo er nun für immer die Augen schloss.

Mit der Erkrankung offen umgegangen

Eckart Kitter und seine Frau Edel sind mit der Erkrankung offen umgegangen und haben sich nicht abgekapselt. Edel Kitter schloss sich dem Alzheimerverein an und stand ihrem Mann bis zuletzt zur Seite. 

Statt eventuell zugedachter Blumen bittet die Familie im Namen des Verstorbenen um eine Spende für die Alzheimerstiftung. Eine Zahlung ist über die Internetseite „afdøde.dk“ unter der Rubrik „Mindeinsamlinger“ möglich.

Mit seiner Edel, die aus Brædstrup stammt und die er als junger Mann im Harz kennenlernte, zog Eckart Kitter Anfang der 70er-Jahre von Flensburg nach Tingleff.

Als Zuzügler schnell Teil der deutschen Gemeinschaft

Er arbeitete als Studienrat und Studiendirektor weiterhin an einem Gymnasium in der Fördestadt, wurde in Tingleff aber schnell Teil der deutschen Gemeinschaft. 

Als Vater zweier Kinder engagierte sich Kitter im Hauptvorstand des Deutschen Schul- und Sprachvereins (DSSV) und im Vorstand der Deutschen Schule Tingleff. Von 1989 bis 1996 war er Vorsitzender und eine Zeit lang auch treibende Kraft der damaligen Abendschule in Tingleff. 

Eckart Kitter war für seine freundliche und besonnene Art bekannt und geschätzt. Die Alzheimererkrankung konnte ihm diese Merkmale nicht nehmen. Auch mit fortschreitender Erkrankung behielt Eckart seine sanften Wesenszüge, erzählt Ehefrau Edel. 

Enge Bindung zu den Angehörigen

Das spürten die Kinder und Enkelkinder bei den Besuchen im Haus am Skovvangen und später im Pflegeheim. Der Verstorbene hatte eine enge Bindung zu seinen Kindern Marc in Bremen und Solvej in Klein Rheide bei Schleswig und insbesondere zu seinen drei Enkelkindern im Alter von 11, 13 und 15 Jahren. 

Eckart Kitter war es vergönnt, sich noch vor der Erkrankung an den Enkelkindern zu erfreuen und sich auch danach noch mit ihnen auszutauschen, solange es der geistige Zustand zuließ.

Eckert Kitter war sehr sportlich und dabei experimentierfreudig. Er entdeckte unter anderem das Tennisspielen im örtlichen Klub für sich und hütete als Späteinsteiger noch mit über 60 Jahren das Handballtor im damaligen Jündewatter Sportverein „JB75“. 

Er war dann nicht der Studiendirektor, sondern der umgängliche Keeper, Kumpel und nette Teamkollege, der sich in den Dienst der Mannschaft stellt.