Ehrenamt

Kinderhilfswerk aus Hadersleben steht ohne Lager vor dem Aus

Die Haderslebener Ehrenamtlichen bestücken die Transporte nach Lettland. Diese sind nun gefährdet.

Seit mehr als 35 Jahren sammelt „Østeuropæisk Børnehjælp“ in Hadersleben Spenden für Menschen in Lettland. Jetzt steht die Hilfe vor dem Aus: Das Lager ist gekündigt. Ohne neue Räume kann die Arbeit nicht weitergehen.

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Zusammenfassung

  • Das Osteuropäische Kinderhilfswerk in Hadersleben verliert sein Lager und damit die Grundlage seiner Arbeit.
  • Ohne geeignete neue Halle können die Ehrenamtlichen keine Spenden mehr annehmen und Hilfslieferungen nach Lettland vorbereiten.
  • Der Verein sucht dringend eine bezahlbare Lagerfläche von rund 250 Quadratmetern in oder bei Hadersleben, um die Unterstützung fortsetzen zu können.

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Das Osteuropäische Kinderhilfswerk in Hadersleben (Haderslev) ist in einer ernsten Lage: Der Mietvertrag für das Lager ist gekündigt worden. „Und ohne Lager können wir nicht weitermachen. Es ist das Herz unserer Arbeit“, sagt der Vorsitzende Bent Brønning.

Was aus Hadersleben in Lettland ankommt 

Rund 75 Ehrenamtliche engagieren sich in der Organisation vor Ort. Sie sammeln Kleidung, Möbel, Spielzeug und medizinische Hilfsmittel. In Daugavpils, gelegen im Südosten Lettlands, verteilen die Partnerorganisationen die Spenden an bedürftige Familien, Einrichtungen und kleine Krankenhäuser, in denen Not am Mann ist.

„Viele Menschen leben in Lettland unter schwierigen Bedingungen. Für sie bedeuten die Lieferungen aus Hadersleben wichtige Hilfe im Alltag“, sagt Brønning. 

Warum ausgerechnet Lettland? 

„Wir arbeiten inzwischen ausschließlich in Lettland“, sagt Brønning. „Dort gibt es seit Jahren feste Kontakte vor Ort.“

Helferinnen und Helfer des Osteuropäischen Kinderhilfswerks verladen Möbel und Säcke mit Kleidung in einen Lkw – ohne neues Lager drohen künftige Transporte aus Hadersleben nach Daugavpils im Südosten Lettlands auszufallen.

Ohne Lager geht nichts

Das Lager ist die Existenzgrundlage ihrer Arbeit. Dort sortieren Freiwillige Spenden und bereiten Transporte vor. Ohne diese Infrastruktur kommt die Hilfe zum Stillstand.

Was macht die Østeuropäische Kinderhilfe (EECA)?

  • gegründet 1991
  • Sitz u. a. in Hadersleben und Sonderburg (Sønderborg)
  • rund 75–100 Mitglieder
  • Schwerpunkt: Hilfe für Kinder, Familien und Einrichtungen in Lettland
  • organisiert Transporte mit Sachspenden (z. B. Kleidung, Möbel, medizinisches Gerät)
  • mindestens zwei Hilfstransporte pro Jahr nach Lettland
  • Arbeit überwiegend ehrenamtlich organisiert
  • sehr geringe Verwaltungskosten, Fokus auf Transport und Logistik

Seit einiger Zeit bereits sucht der Verein nach Ersatz – bisher ohne Erfolg. Er sucht eine Fläche von etwa 250 Quadratmetern, trocken und mit guter Zufahrt für Transportfahrzeuge. „Und vor allem mit einer Miete, die für einen kleinen Verein erschwinglich ist“, so der Vorsitzende.

Die Hilfe stockt bereits

Die Auswirkungen zeigten sich schon jetzt. Die Ehrenamtlichen haben die Annahme neuer Spenden vorerst gestoppt, weil ihnen der Platz fehlt. Damit droht eine Unterbrechung der Hilfslieferungen.

Dabei zeigen Beispiele aus den vergangenen Jahren, wie die Unterstützung aus Hadersleben in Lettland ankommt: Einrichtungen erhielten Betten und Matratzen, ein kleines Krankenhaus bekam dringend benötigte Ausrüstung, Familien nach Bränden neue Möbel und Kleidung.

Jetzt ist Hadersleben gefragt

Die Organisation setzt nun auf Unterstützung von Menschen aus der Kommune Hadersleben, die eine Halle bei oder in Hadersleben sozusagen auf Lager haben: „Es muss auch nicht in perfektem Zustand sein.“

Für den Verein stehe somit viel auf dem Spiel, sagt Bent Brønning: „Denn ohne Lager ist unsere Arbeit gefährdet, mit der wir seit Jahrzehnten Menschen in Lettland erreichen.“