Deutsche Minderheit

Maja Wysocka gewinnt Schreibwettbewerb: „Man muss sich einfach trauen“

Konnte mit ihrer Geschichte die Jury überzeugen: Maja Wysocka von der Deutschen Nachschule Tingleff
Konnte mit ihrer Geschichte die Jury überzeugen: Maja Wysocka von der Deutschen Nachschule Tingleff

Kreativität: Schülerinnen und Schüler der deutschen Schulen in Nordschleswig begeistern beim Schreibwettbewerb mit originellen Texten. Das sind die Gewinnerinnen und Gewinner.

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Zusammenfassung

  • Beim Schreibwettbewerb des Lehrervereins für Nordschleswig überzeugten Schülerinnen und Schüler mit kreativen Texten zum Thema „Brücken“.
  • Im Haus Nordschleswig wurden die besten Beiträge in feierlicher Atmosphäre ausgezeichnet, nachdem die Schulen eine Vorauswahl getroffen hatten.
  • Mehrere Jugendliche, angeführt von Siegerin Maja Wysocka, wurden für ihre Geschichten geehrt und mit Urkunden, Präsenten und Gutscheinen belohnt.

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„Ich nehme mit, dass man sich einfach trauen muss – und dass mit Kreativität beim Schreiben tolle Geschichten entstehen können.“ Mit diesen Worten bringt Maja Wysocka auf den Punkt, worum es beim diesjährigen Schreibwettbewerb des Lehrervereins für Nordschleswig ging. 

Die Schülerin der Deutschen Nachschule Tingleff (Tinglev) konnte mit ihrer Geschichte „Der Sprung" die Jury überzeugen und belegte in der Kategorie der Klassen 9 und 10 den ersten Platz. 

Unter dem Motto „Brücken“ drehte sich im Wettbewerb alles darum, Verbindungen zu schaffen – zwischen Menschen, Gedanken und Gefühlen.

„In schwierigen Zeiten wollten wir ein Thema, das verbindet“, erklärt Ulrike Petersen, Vorsitzende des Lehrervereins und Mitorganisatorin, die selbst Teil der Jury war. Bewertet wurden die eingereichten Texte nach Inhalt, Originalität, Struktur und Emotionalität. 

Vorauswahl und besondere Atmosphäre

Schon im Vorfeld hatten die Deutschlehrkräfte eine Auswahl getroffen, sodass pro Schule jeweils die zwei stärksten Beiträge ins Rennen gingen. Für viele Teilnehmende war allein das Erreichen dieser Runde bereits ein Erfolg.

„Es ist großartig zu sehen, mit wie viel Engagement und Kreativität die Schülerinnen und Schüler dabei waren“, sagt Petersen. Besonders beeindruckt zeigte sie sich auch von der Atmosphäre beim Finale im Haus Nordschleswig in Apenrade (Aabenraa).

„Es war eine feierliche und respektvolle Stimmung, und das nach fünf Stunden Unterricht, das ist nicht selbstverständlich.“

Starke Texte und verdiente Auszeichnungen

Die Gewinnerin in den Klassen 9 und 10, Maja Wysocka, ließ sich vor allem von der Aufgabenstellung inspirieren: „Das Bild in der Aufgabenstellung hat mich dazu gebracht, über eine tiefgründigere Botschaft nachzudenken“, sagt sie. In ihrem Text gehe es darum, loszulassen und den Mut zu finden, einen Schritt ins Ungewisse zu wagen. 

Auf den weiteren Plätzen folgten Lotte Spitzmann ebenfalls von der Deutschen Nachschule Tingleff mit ihrer Geschichte „Die Brücke der Trauer“, sowie Frida Terp von der Ludwig-Andresen-Schule aus Tondern (Tønder) mit „Drei Meter Abstand“ und Maximillian Nölke von den Deutschen Privatschule Apenrade mit „Für ewig verbunden“, die sich den dritten Platz teilen.

Die besten der 8. Klassen

Bei den Achtklässlern gewann Kathrine Hammerich von der Deutschen Schule Sonderburg (Sønderborg) mit „Zwischen den Seiten“.

Dahinter platzierten sich Neyla Krümel von der Deutschen Schule Tingleff mit ihrem Text „Die Vollendung“, und Naemie Tubach ebenfalls von der Deutschen Schule Sonderburg mit „Das Lied des Waldes“.

Die Gewinnerinnen und Gewinner des Schreibwettbewerbs: v.l. Maximilian Nölke, Lotte Spitzmann, Maya Wysocka, Frida Terp, Kathrine Hammerich, Naemie Tubach und Neyla Krümmel
Die Gewinnerinnen und Gewinner des Schreibwettbewerbs: v.l. Maximilian Nölke, Lotte Spitzmann, Maya Wysocka, Frida Terp, Kathrine Hammerich, Naemie Tubach und Neyla Krümmel

Neben Urkunden erhielten die Gewinnerinnen und Gewinner kleine Präsente und Gutscheine für den Citti-Park Flensburg.

„Wir hoffen natürlich, dass sich die Schülerinnen und Schüler davon ein Buch kaufen – aber das ist ihnen natürlich selbst überlassen“, so Petersen schmunzelnd. „Ich hoffe, dass die Schülerinnen und Schüler weiterhin Lust am Schreiben finden.“

Gerade in einer zunehmend von Medien geprägten Welt sei es wichtig, sich auch einmal zurückzuziehen und kreativ zu werden.