Familie

Die deutsche Minderheit baut zwei neue Kindergärten

Der Deutsche Kindergarten Tingleff zieht 2027 in einen Neubau an der Sporthalle Tingleff um.

Investition: Nach Broacker und Lügumkloster sollen jetzt auch neue Einrichtungen in Tingleff und Tondern gebaut werden. Der Kindergarten in Tingleff zieht zur Sporthalle.

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Zusammenfassung

  • BDN und DSSV haben den Bau neuer Kindergärten in Tingleff und Tondern beschlossen.
  • In Tingleff entsteht bis 2027 ein Neubau am Zeppelinvej, finanziert vor allem aus BMI- und Schleswig-Holstein-Mitteln.
  • Ab 2028 soll auf dem bestehenden Gelände in Tondern ein weiterer Kindergartenneubau die Modernisierung der Einrichtungen fortsetzen.

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Kinder und Eltern in Tingleff (Tinglev) und Tondern (Tønder) dürfen sich schon freuen: An den beiden Standorten entstehen in den nächsten Jahren zwei neue Kindergärten. Das haben die Hauptvorstände des Bundes Deutscher Nordschleswiger (BDN) und des Deutschen Schul- und Sprachvereins für Nordschleswig (DSSV) beschlossen.

Der neue Kindergarten in Tingleff ist Teil der Deutschen Kindergärten Apenrade (DKA) und soll schon 2027 fertiggestellt sein. Der Standort wird vom jetzigen Grønnevej gegenüber der Deutschen Schule Tingleff auf die entgegengesetzte Seite neben die deutsche Sporthalle am Zeppelinvej verlegt.

Dort gibt es bereits ein Grundstück, das der deutschen Minderheit gehört, und das als Kindergartenfläche ausgewiesen ist. Neben der Sporthalle und ausreichend Parkplätzen hat die Platzierung auch den Vorteil, dass Kinder keine Straßen überqueren müssen, um zwischen den deutschen Institutionen im Ort zu wechseln.

Uwe Jessen: „Wichtiges Signal für Tingleff“

„Mit dieser wegweisenden Entscheidung setzt die Minderheit ein wichtiges Signal für die Zukunft des Standortes Tingleff als Eingang in das Bildungswesen der deutschen Minderheit in Nordschleswig“, sagt BDN-Generalsekretär und DSSV-Geschäftsführer Uwe Jessen in einer gemeinsamen Pressemitteilung des DSSV und des BDN.

Die heutigen Gebäude sind nicht mehr zeitgemäß – eines davon stammt aus dem Jahr 1936. Sie entsprechen trotz äußerlich soliden Zustandes innen nicht mehr den heutigen Anforderungen, heißt es in der Pressemitteilung. Außerdem befindet sich der gegenwärtige Kindergarten in Tingleff auf zwei Etagen in zwei Gebäuden verteilt. Das macht den Betrieb dort teurer und komplizierter als in einem Neubau.

11 Millionen Kronen reserviert

Die Bausumme ist noch unbekannt, da die Planung und anschließenden Ausschreibungen gerade erst beginnen. Außerdem muss das Bundesministerium des Inneren (BMI) das Projekt noch genehmigen. 

Das BMI stellt der Minderheit jährlich 629.000 Euro für bauliche Maßnahmen zur Verfügung. Diese Mittel sollen 2026 und 2027 für den neuen Kindergarten in Tingleff eingesetzt werden.

Hinzu kommen in den beiden Jahren jeweils 90.000 Euro vom Land Schleswig-Holstein. Insgesamt gut 11 Millionen Kronen. Den Restbetrag trägt der DSSV.

In Tondern soll ab 2028 ebenfalls ein neuer Kindergarten entstehen.

Neue Kindergärten der Minderheit – auch in Tondern

Die deutsche Minderheit hat in den vergangenen Jahren bereits zwei neue Kindergärten gebaut: In Broacker (Broager) und zuletzt in Lügumkloster (Løgumkloster). Außerdem ist in Verbindung mit dem Campus-Projekt in Apenrade ein neuer Kindergarten am Deutschen Gymnasium für Nordschleswig geplant.

Schließlich soll in wenigen Jahren auch ein neuer Kindergarten in Tondern entstehen, nämlich auf dem bestehenden Grundstück von Schule, Kindergarten und Schulfreizeitordnung an der Popsengade.

Während in Tingleff auf einem neuen Grundstück gebaut werden kann, gestaltet sich das Projekt in Tondern komplizierter, da hier bereits Gebäude vorhanden sind. Der neue Kindergarten soll ab 2028 geplant und gebaut werden.

„Wir wissen, dass es auch Bedarf für neue Gebäude an anderen Standorten gibt. Deshalb haben der BDN-Hauptvorstand und der DSSV-Hauptvorstand beschlossen, ab dem Jahr 2028 einen Neubau des Kindergartens in Tondern zu priorisieren. Damit führen wir die langfristige Modernisierung der Kindergarteneinrichtungen der deutschen Minderheit fort“, erklärt Kerstin Jürgensen, Hauptvorsitzende des DSSV.