Deutsche Minderheit

Minderheitenvertreter mit Ausblick: Gösta Toft wird 75

Gösta Toft setzt sich für die Minderheiten in Europa ein.

Am 11. April wird im engsten Kreis gefeiert. Womit er sich fit hält und was ihn antreibt, erzählt das Geburtstagskind im Gespräch.

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Zusammenfassung

  • Gösta Toft, langjähriger Generalsekretär der Schleswigschen Partei und prägende Stimme der deutschen Minderheit, feiert seinen 75. Geburtstag im kleinen Familienkreis.
  • Toft betont den Mehrwert aktiver Minderheiten, fordert gezielte Fördermittel für Grenzregionen und hält sich mit Sport und Gartenarbeit körperlich fit.

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Am 11. April feiert der langjährige Generalsekretär der Schleswigschen Partei (SP) seinen Geburtstag. Wer ihn kennt, weiß: Still wird es um ihn nicht. Toft bleibt ein prägender Kopf der deutschen Minderheit in Nordschleswig – und darüber hinaus.

Ein Leben für die Minderheit

Geboren in Ulkebüll (Ulkebøl) bei Sonderburg (Sønderborg), ist Toft im Grenzland verwurzelt. Früh begann er, sich mit der Rolle der Minderheiten auseinanderzusetzen. Diese Haltung prägt seinen Weg bis heute.

Von 1987 bis zu seiner Pensionierung 2016 führte er als Generalsekretär die SP. In dieser Zeit entwickelte sich die Partei weiter – hin zu einer selbstbewussten Stimme, die auch in der Mehrheitsgesellschaft Gehör findet.

Europa im Blick

Nach der Pensionierung verlagerte sich sein Fokus stärker auf die europäische Ebene. Lange engagierte sich Toft bei der FUEN (Federal Union of European Nationalities), inzwischen ist er dort nicht mehr im Präsidium. „Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere“, sagt er.

Heute bringt er sich verstärkt bei der European Free Alliance (EFA) und in anderen europaweit arbeitenden Minderheitenzusammenschlüssen ein. Sein Ziel bleibt dasselbe: Minderheiten in Europa bündeln und stärken. 

Er schreibt aktuell an einem Beitrag über europäische Minderheiten für einen Sønderjyske Almanach und hält Vorträge zu diesem Thema. Dabei betont er immer wieder: Minderheiten sind ein Mehrwert für die Regionen, in denen sie leben – gerade im Grenzland.

Er fordert: Fördermittel müssen dort ankommen, wo Minderheiten leben, so unter anderem im deutsch-dänischen Grenzland. „Sonst verpufft der Zweck“, sagt Toft.  Dafür müssten die Minderheiten jedoch die europäische Politik unterstützen, fügt er hinzu.

Engagiert – auch ohne Amt

Die Arbeit für Minderheiten legt man nicht einfach ab, sagt Toft. Auch ohne offizielle Spitzenfunktion bleibt er aktiv. Digitale Treffen hätten dabei vieles erleichtert, Reisen seien weniger geworden. Zeit ist dadurch freigeworden, die er nun anders nutzen kann.

Gleichzeitig verliert er das Lokale nicht aus dem Blick. „Es ist wichtig, dass wir uns auch weiter für das einsetzen, was hier vor Ort passiert“, betont er.

Bewegung gehört dazu

Wer Toft treffen will, findet ihn nicht nur am Schreibtisch. Sport begleitet ihn von der Jugend bis heute.

Er spielt Handball bei den Oldboys des MTV Apenrade, macht Männerturnen, fährt Rennrad und sitzt gelegentlich im Boot beim Apenrader Ruderverein. „Es ist ein Privileg, im Alter noch so fit zu sein. Dafür bin ich sehr dankbar“, sagt er. Bewegung sei wichtig – gerade im Alter.

Ausgleich findet er auch im Garten am Karpedam, wo er seit Jahrzehnten mit seiner Frau Christa lebt. Dort wuchsen auch die beiden Kinder auf, die heute ihre eigenen Wege gehen.

Ein Geburtstag im kleinen Kreis

Seinen 75. Geburtstag verbringt Gösta Toft im engsten Kreis – mit Familie und Freunden. So, wie er es in den vergangenen Jahren gehalten hat.