AUS DER MINDERHEIT

Das Grab von Feldwebel Ronze wieder für alle sichtbar

Stabsfeldwebel d. R. Andreas Gulbis und Hauptmann d. R. Mario Grosse nach getaner Arbeit auf der Brückenkopfschanze

Auf der Brückenkopfschanze (Brohovedskanse) in Sonderburg arbeiteten am Palmensonntagswochenende zwei deutsche Reservisten. Ein Stabsfeldwebel und ein Hauptmann brachten die drei Grabmäler preußischer Gefallener der Kämpfe vom 18. April 1864 wieder auf einen würdigen Stand. Von der Aktion berichtet der Beauftragte für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge.

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Aus der Minderheit

Dieses ist ein Bericht aus dem Verbands- und Vereinsleben der deutschen Minderheit in Nordschleswig. Es handelt sich nicht um einen Beitrag aus der Redaktion des „Nordschleswigers”.

Zwischen zwei großen Gedenksteinen aus Granit verbirgt sich in der Brückenkopfschanze (Brohovedskanse) ein kleiner, bescheidener Grabstein, der im Laufe der Zeit kaum noch zu sehen war, fast wie in die Erde gesunken. 

Wegen dieses Steines habe ich als Beauftragter des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge die beiden Reservisten auf die Schanzenhöhe geschickt: sie hatten den Auftrag, den Grabstein von Feldwebel Ronze freizulegen und anzuheben.

Die Arbeit der beiden Reservisten geschah im Rahmen eines Einsatzes von sieben Mitgliedern der Reservistenarbeitsgemeinschaft Schleswig-Holstein und Hamburg im Volksbund unter der Leitung von Unteroffizier d. R. Norbert Breitfeld.

Die Männer konnten zusammen mit mir in der Kaserne der Heimwehr in Seegard (Søgård) Quartier beziehen und von dort aus ihren Einsatz durchführen. 

Am Wochenende 28. und 29. März renovierten die Soldaten Grabstätten in Ketting, Augustenburg (Augustenborg), der Brückenkofschanze in Sonderburg (Sønderborg), Ullerup, Gravenstein (Gråsten), Gottes Grube, Atzbüll (Adsbøl), Ries (Rise). An einigen Orten konnten die Arbeiten nicht abgeschlossen werden. Die Männer hatten gegen Kälte, Wind und Regen zu kämpfen.

Die Arbeiten sollen bei einen zweiten Einsatz am 25. und 26. April fertiggestellt werden.

Stabsfeldwebel d. R. Jens-Peter Friedrich bei der Arbeit in der Gottes Grube (Gottes Grue) bei Gravenstein an einem Grab des 1. Schl.-Holst. Krieges von 1848