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Sønderjyske-Comeback: „Aus dem Nichts haben wir plötzlich Blut geleckt“

Magnus Jensen setzt sich in der Luft gegen Cho durch.

Magnus Jensen lobt nach der emotionalen Achterbahnfahrt von Herning seinen „mutigen Trainer“, während Olti Hyseni von einer Sønderjyske-Mannschaft spricht, die eine starke Mentalität besitzt und nie abgeschrieben werden darf. Und Trainer Thomas Nørgaard ist mit der Aberkennung des Emini-Tores nicht einverstanden.

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Zusammenfassung

  • Sønderjyske holt nach schwacher Anfangsphase bei FC Midtjylland ein 2:2 nach 0:2-Rückstand.
  • Abwehrchef Magnus Jensen lobt den mutigen Trainer und die kämpferische Reaktion der Mannschaft.
  • Trainer Thomas Nørgaard und mehrere Spieler kritisieren das aberkannte Tor, betonen aber die starke Mentalität des Teams.

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Die Stimmung im Sønderjyske-Lager war nicht euphorisch, obwohl die Hellblauen kurz zuvor auswärts gegen den Titelfavoriten FC Midtjylland ein bärenstarkes Comeback hingelegt hatten und in der letzten Viertelstunde aus einem 0:2-Rückstand ein 2:2-Unentschieden gemacht hatten.

Die Sønderjyske-Kicker hatten sogar das Gefühl, dass sie in der fünfminütigen Nachspielzeit noch alle drei Punkte hätten mitnehmen können.

Momentum lag bei Sønderjyske

„Ich weiß nicht, ob wir uns erlauben können, nach einem 0:2-Rückstand in Herning enttäuscht zu sein, aber das Momentum war auf unserer Seite und wir hatten am Ende noch die Möglichkeit, den Sieg zu jagen. Wir haben uns jedenfalls nicht hinten reingestellt, um den einen Punkt zu verteidigen“, sagt Magnus Jensen zum „Nordschleswiger“.

In der ersten halben Stunde waren die Sønderjyske-Kicker in den Zweikämpfen meist zweiter Sieger.

Der Sønderjyske-Abwehrchef war nach dem 0:2-Rückstand ins Sturmzentrum geschickt worden und blieb auch nach dem 2:2-Ausgleich vorne.

„Das ist ein mutiger Trainer, der sich so etwas traut, denn wäre es schief gegangen und der dritte Gegentreffer gefallen, hätten wir uns einiges anhören müssen, aber es war die richtige Entscheidung. Aus dem Nichts haben wir plötzlich Blut geleckt“, so Magnus Jensen.

Weit unter Niveau

Seiner Ansicht nach hatten die Hellblauen Glück, nach einer halben Stunde nur mit 0:1 hinten zu liegen.

„Wir waren in den ersten 25 Minuten völlig weg vom Fenster, hatten massenhaft Ballverluste und waren weit unter Niveau. Solch schlechte 25 Minuten kann man sich nicht oft erlauben, wenn man punkten will. Wir haben uns aber langsam ins Spiel reingefressen – das ist auch eine Qualität, dass man lange drin bleibt“, meint der Abwehrchef nach der emotionalen Achterbahnfahrt.

Lirim Qamili scheiterte vom Elfmeterpunkt an Elias Olafsson.

„Da sind viele Gefühle durch den Körper geschossen“, meint auch Torschütze Olti Hyseni: „Die lange Wartezeit war frustrierend. Leider wurde auf kein Tor entschieden, aber es zeugt von starker Mentalität in der Mannschaft, dass wir uns dennoch zurückgekämpft haben. Wir haben jetzt schon oft bewiesen, dass wir nicht fertig sind, bevor die 90 Minuten plus Nachspielzeit abgelaufen sind.“

Mit Entscheidung und Erklärung nicht einverstanden

Das nicht gegebene Tor von Sefer Emini kurz vor dem Ausgleichstreffer von Olti Hyseni stieß auf Unverständnis.

„Ich bin nach Spielende bei den Schiedsrichtern in der Kabine gewesen. Ich bin mit der Entscheidung und der Erklärung, die ich bekommen habe, nicht ganz einverstanden, habe aber großen Respekt davor, dass Jens und die anderen in der Schiedsrichter-Kabine mir in die Augen geschaut haben und ihre Sichtweise kommuniziert haben“, sagt Thomas Nørgaard.

Mohamed Cherif erzielte das Anschlusstor.

„Ich habe weder den Ball berührt noch dem Torhüter die Sicht genommen. Ich weiß nicht, was die Schiedsrichter da gepfiffen haben“, so Lirim Qamili, der kurz zuvor auch beim verschossenen Strafstoß eine negative Hauptrolle hatte: „Das hätte ein schlechter Tag für mich werden können, wenn wir ohne Punkt hätten abreisen müssen, aber so ist der Fußball. Manchmal es gut, manchmal schlecht. Ich freue mich einfach, dass die Mannschaft nach dieser Achterbahnfahrt einen verdienten Punkt geholt hat.“

Sieg wäre drin gewesen

Sein Trainer hatte nach dem guten Start in die zweite Halbzeit das Gefühl, dass für seine Mannschaft trotz einer ersten Halbzeit ohne Mut und Tempo etwas drin war.

„Die Energie ließ beim Gegner nach, wir wirkten weniger müde. Es ist stark, dass wir nach einem 0:2-Rückstand in Herning noch ein 2:2 holen können und dabei noch einen Strafstoß vergeben und ein Tor aberkannt bekommen haben. Das zeigt, dass wir den Gegner unter Druck gesetzt haben und auch hätten gewinnen können, gegen eine Mannschaft, die über das vergangene Jahr gesehen, die beste in Dänemark gewesen ist. Es hätten drei Punkte sein können, aber wir freuen uns auch über den einen Punkt“, meint Thomas Nørgaard.