Deutsche Minderheit

Singen, erzählen, suchen: Ein lebendiges Osterfest für Jung und Alt in Lügumkloster

Der gemeinsame Vormittag in Lügumkloster klang mit einem süßen i-Tüpfelchen aus.

Vom Mitmachlied bis zur Ostereiersuche: Beim generationsübergreifenden Osterfrühstück in Lügumkloster standen Begegnung, Glaube und fröhliches Miteinander im Mittelpunkt.

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Zusammenfassung

  • Generationenübergreifendes Osterfrühstück vereint Kindergarten, Schule, Sozialdienst und Gemeinde in der Turnhalle der deutschen Schule in Lügumkloster.
  • Nach gemeinsamem Singen und einer kindgerecht erzählten Emmaus-Geschichte betonte Pastor Matthias Alpen die Bedeutung des Zuhörens für Jung und Alt.
  • Zum Abschluss suchten Kinder gemeinsam mit Erwachsenen auf dem Spielplatz eifrig nach versteckten Süßigkeiten.

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Stimmengewirr und ein verlockender Duft vom Frühstücksbüfett strömten Donnerstagmorgen den erwartungsvollen Gästen in der Turnhalle der deutschen Schule in Lügumkloster (Løgumkloster) entgegen.

Es war kein sportliches Anliegen, das die vielen kleinen und großen Leute in die Turnhalle getrieben hatte, sondern das gemeinsame Osterfrühstück.

Bei dem generationsübergreifenden Event zogen der Sozialdienst Lügumkloster, der Kindergarten, die Schule sowie die Gemeinde mittlerweile zum vierten Mal an einem Strang.

Kinder und ältere Menschen sitzen an einem österlich gedeckten langen Tisch in einer Turnhalle.
Während der Opa das Frühstück holt, hält sein Enkel seinen Stuhl warm.

Bei Oma und Opa auf dem Schoß

Die Mädchen und Jungen aus dem benachbarten Kindergarten sowie die Schulkinder von der 0. bis zur 2. Klasse machten es sich auf den Stuhlreihen an den vier langen, österlich geschmückten Tischen neben ihren Omas und Opas oder auf deren Schoß gemütlich.

Mehrere Generationen sitzen in einer Turnhalle an einem langen gedeckten Frühstückstisch.
Vom Baby bis zum Urgroßvater waren an den verschiedenen Tischen alle Generationen vertreten.

Mit einem taktfesten Klatschen, mit Unterstützung der Kinder zog Pädagogin Elisabeth Hansen schnell die gebündelte Aufmerksamkeit auf sich und begrüßte die Gäste.

Frühlingslieder erklangen

Bevor lange und kurze Schritte zum Büfett unternommen wurden, schmetterten junge und ältere Stimmen zur Begleitung von Lehrerin Dorthe Olesen (Keyboard) und Pastor Matthias Alpen (Gitarre) eingangs das Lied „Ich liebe den Frühling“.

Menschen stehen in einer Turnhalle an einem langen Frühstücksbüfett mit Aufschnitt und Gemüse.
Die Gäste bedienten sich gemeinsam an dem reichhaltigen Frühstücksbüfett.

Es war nicht das einzige Lied, das an diesem unterhaltsamen und gesprächsreichen Vormittag gesungen wurde. Nach der leiblichen Stärkung wurden alle Vögel besungen.

Die Sesamstraße war präsent

 „Aus Gesprächen mit Älteren weiß ich, dass viele so gut Deutsch können, weil sie früher deutsches Fernsehen gesehen haben“, sagte Pastor Matthias Alpen. 

Als er die Probe aufs Exempel machte, und der älteren Generation „Der die das ...“, zurief, antworteten die Großeltern prompt: „Wer, wie, was, wieso, weshalb, warum, wer nicht fragt, bleibt dumm.“

Kinder sitzen auf dem Hallenboden vor einer Tafelrunde mit Erwachsenen in einer Turnhalle.
Beim Osterfrühstück in der Turnhalle der deutschen Schule in Lügumkloster stimmten die Kinder und Erwachsenen gemeinsam Lieder an.

Nach diesem Abstecher zur Sesamstraße appellierte Alpen an die Kinder, ihn bei einer Mitmachgeschichte zu unterstützen. 

Zwei traurige Freunde auf dem Weg nach Emmaus

Er erzählte – in gemeinsamen Liedstrophen eingebettet – die Geschichte von zwei Männern, die aus der großen Stadt Jerusalem wegliefen, da ihr Freund Jesus gestorben war. 

Mehrere Kinder bauen gemeinsam bunte Holzklötzchen auf einem Tisch.
Die Stadt Jerusalem wird mit Bauklötzen dargestellt.

Mit Bauklötzen veranschaulichten die Kinder erst die riesengroße Stadt Jerusalem und dann die kleine Stadt Emmaus.

Die zwei traurigen Männer trafen unterwegs nach Emmaus einen dritten Mann, der sehr gut zuhören und ihre Traurigkeit verstehen konnte.

Der Mann war nicht nur ein guter Zuhörer, sondern er teilte auch mit ihnen sein Brot und begann, aus dem Kelch zu trinken. Da verstanden sie, dass Jesus nicht tot war, sondern unter ihnen lebte.

Ein über 100 Jahre alter liturgischer Gegenstand

Eine Rolle in der Erzählung spielt der erste Abendmahlkelch, den die Nordschleswigsche Gemeinde 1923 bekommen hatte.

„Ich glaube, es tut auch Erwachsenen gut, wenn ihnen jemand zuhören kann“, so der Pastor, bevor wieder Musik angesagt war. 

Kleines Kind spielt in einem hölzernen Spielhäuschen auf einem Spielplatz.
Der aufgestöberte Schokohase kam mit ins Spielhäuschen.

Das Programm in der Turnhalle schloss mit dem gemeinsamen Lied „Danke“, während die Kinder schon dem nächsten Ereignis entgegenfieberten.

Ist der Osterhase draußen herumgehoppelt?

Sie schwirrten in verschiedenen Gruppen aus, um auf dem Spielplatz gemeinsam mit den Erwachsenen nach Süßigkeiten zu suchen.

Kind in rosa Jacke geht auf einem Schulhof, Erwachsene und weitere Kinder im Hintergrund.
Der Schokohase schmeckt.

Und während ein kühler Wind bei zarten Sonnenstrahlen das Sagen hatte, waren die Schokohasen in Windeseile zusammengetragen. Einige von ihnen waren schnell verputzt.

Mädchen in rosa Jacke und Stirnband lacht, als es draußen auf dem Arm eines Erwachsenen getragen wird.
Auch auf Omas Schultern sieht die Welt in Ordnung aus.