OSTERFEIERTAGE

Zwischen Mythos und Missverständnis: Der Osterhase

Im 19. Jahrhundert machten unter anderem Süßigkeiten den Osterhasen-Mythos populär.

Tradition: Der Hase symbolisiert seit jeher Fruchtbarkeit. Historische Quellen belegen seine Rolle im Osterbrauchtum. Eine faszinierende Reise durch Mythos und Geschichte.

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Zusammenfassung

  • Der Osterhase hat seinen Ursprung im deutschsprachigen Raum und verbreitete sich von dort weltweit.
  • Schon in heidnischer Zeit galt der Hase als Symbol für Frühling und Fruchtbarkeit und passt daher zur christlichen Osterbotschaft vom neuen Leben.
  • Seit dem 17. Jahrhundert ist der „Osterhase“, der Eier für Kinder versteckt, schriftlich belegt und gewann im 19. Jahrhundert durch Kinderbücher, Postkarten und Süßwaren an Popularität.

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Der Osterhase ist eine primär deutsche Erfindung, die sich über Auswandernde in der Welt verbreitet hat. Aber wieso wurde ausgerechnet der Hase zu dem Tier, das Ostern symbolisiert, bemalte Ostereier im Garten versteckt und die Osterkörbe füllt?

Es ist wohl eine Tradition, die schon auf die vorchristliche Zeit zurückgeht. Schon in der heidnischen Zeit wurde der Hase als Symbol für den Frühling und die Fruchtbarkeit verstanden. Das passt gut in die Osterzeit, die im Sinne der Auferstehung Jesu für neues Leben steht.

Es gibt verschiedene Ansätze, die weitere Zusammenhänge zwischen dem Hasen und Ostern herstellen. Beispielsweise nahmen Menschen früher an, Feldhasen legten Eier – einfach, weil Vogeleier in den Mulden von Feldhasen gefunden wurden. Manche vermuten auch eine Verbindung zur Frühlingsgöttin Ostara, deren Symboltier ein Hase gewesen sein soll.

Aus Deutschland in die Welt

Die früheste schriftlich gesicherte Erwähnung findet sich in einer Dissertation von Georg Franck von Franckenau von der Universität Heidelberg aus dem Jahr 1682, die heute als Digitalisat einsehbar ist. Hier wird beschrieben, dass in Regionen wie der Pfalz, dem Elsass und Westfalen ein „Osterhase“ Eier versteckt, die Kinder dann suchen.

Während der Osterhase zunächst nur in bestimmten Regionen verbreitet war, gewann er im 19. Jahrhundert immer stärker an Popularität. Das ist vor allem auf Kinderbücher, Postkarten und Süßigkeiten zurückzuführen, die in dieser Zeit immer mehr Verbreitung fanden.

Dabei ähnelt der Osterhase dem Mythos des Weihnachtsmanns als freundliche, geheimnisvolle Figur. Passend für einen Hasen ist er scheu und kommt unbemerkt, um seine Überraschungen zu verteilen.