Deutsche Minderheit

Zwischen Eiersuche, Ostergeschichte und üppigem Frühstücksbüfett

Kinder betrachten einen Korb voller bunt gefärbter Ostereier im Freien.
Am Ende der Ostereiersuche auf dem Spielplatz des Kindergartens war der Korb fast bis zum Rand mit bunten Eiern gefüllt.

Singen, suchen, schlemmen – und mittendrin ganz viel Leben: Im Deutschen Kindergarten Tondern wurde Ostern mit einer liebevoll gestalteten Feier begangen. Warum gerade die kleinen Momente den Vormittag besonders machten – und was Kinder und Erwachsene daraus mitnahmen.

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Zusammenfassung

  • Im Deutschen Kindergarten Tondern feierten Kinder, Eltern und Großeltern ein gemeinsames Osterfest mit Liedern und Eiersuche.
  • In der Aula erzählte Pastorin Dorothea Lindow kindgerecht die Ostergeschichte, bevor ein von den Familien gestaltetes Frühstücksbüfett eröffnet wurde.
  • Beim anschließenden Basteln gestalteten die Kinder eigene Osterdekorationen, die Gemeinschaft, Kreativität und selbstständiges Ausprobieren in den Mittelpunkt stellten.

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Ein paar letzte Töne verklingen, dann wird fröhlich applaudiert. Noch etwas zaghaft stehen die Kleinsten des Deutschen Kindergartens Tondern (Tønder) beisammen, bevor Erzieher Lars Malligsen-Schorr sie schon mal auf die Ostereiersuche auf dem großen Spielplatz hinter dem Gebäude vorausschickt. Dann sind die Größeren mit ihrem Begrüßungslied dran. Nach dem musikalischen Auftakt und dem Applaus des Publikums stürmen auch die größeren Kindergartenkinder auf das Spielplatzgelände.

Das Publikum besteht vorwiegend aus Eltern und Großeltern, aber auch eine Urgroßmutter ist gekommen. Ein Kind winkt aufgeregt seinem Onkel zu, den es unter den Zuschauenden entdeckt. Diese kleinen Gesten zeigen: Hier geht es nicht nur um Tradition, sondern um die Gemeinschaft.

Erzieher spielt Gitarre, umgeben von Kindergartenkindern und Erwachsenen auf einem Spielplatz.
Die Krippenkinder sangen begleitet von Lars Malligsen-Schorr auf seiner Gitarre ein Häschenlied.

Überraschungen für alle

Auf dem großen Spielplatz hinter dem Gebäude hat der Osterhase ganze Arbeit geleistet. Zwischen Sträuchern und Spielgeräten sind bunt gefärbte Eier versteckt, dazu kleine Überraschungen für jedes Kind.

Schon nach wenigen Minuten füllt sich der Korb von Mitarbeiterin Lena mit bunten Eiern – blau, grün, gelb, rot und lila. Später werden sie das Büfett schmücken. Jetzt aber zählt erst einmal die Freude am Finden.

Kinder und Erwachsene suchen auf einem sonnigen Spielplatz nach Ostereiern.
Auf dem Spielplatzgelände begaben sich die Kinder erfolgreich auf Eiersuche.
Kleines Kind auf Bank pustet Seifenblasen auf einem Kita-Spielplatz mit Osterkorb daneben.
In den Osterüberraschungspaketen der Kinder waren nicht nur Süßigkeiten, sondern auch kleine Spielsachen. Die Seifenblasen füllten alsbald den Himmel über dem Kindergartengelände.

Treffpunkt: Schulaula

In der Aula der benachbarten Schule versammeln sich anschließend Kinder und Erwachsene an den liebevoll gedeckten Tischen. Doch bevor das Büfett eröffnet wird, gibt es noch ein kleines Programm mit Liedern und Geschichten.

Pastorin Dorothea Lindow erzählt die Ostergeschichte. Kindgerecht, behutsam, ohne zu beschönigen, aber auch ohne Angst zu machen. Schritt für Schritt entsteht dabei ein kleines Bilderwerk: Selbstgemachte Plakate, die sie nacheinander an der Bühne aufhängt, formen am Ende so etwas wie einen Comic.

Frau steht in Aula vor rotem Vorhang und zeigt ein Plakat mit Kelch und Brot.
Pastorin Dorothea Lindow erzählte die biblische Ostergeschichte in einer Art Comic.

Wohlschmeckend und reichhaltig

Dann ist es soweit: Das Büfett wird eröffnet.

Auf den Tischen stehen ganz viele Speisen, liebevoll angerichtet. Die Eltern haben beigetragen, was Küche und Fantasie hergeben. Mittendrin die bunten Eier vom Spielplatz – ein fröhlicher und wohlschmeckender Farbtupfer.

Während die Erwachsenen später ins Gespräch kommen, zieht es viele Kinder weiter ins Foyer. Dort wartet schon die nächste Beschäftigung. Mitarbeiterin Dorit hat in ihrer persönlichen Osterkiste Osterdeko gefunden und daraus einfache Bastelideen vorbereitet.

Mit Schere, Kleber und buntem Papier entstehen in kurzer Zeit Osterhasengirlanden und dekorative Eier.

Ungeduld macht erfinderisch

Auch die kleine Asta, zweieinhalb Jahre alt, ist eifrig dabei. Nach einem kurzen Versuch mit der Schere reicht es ihr allerdings! Stattdessen greift sie entschlossen zum Klebestift und verteilt bunte Papierschnipsel auf einer von ihr mühsam ausgeschnittenen Kartonei – nicht ganz oval, aber dafür umso lebendiger.

Am Ende hält sie ihr Werk stolz in den Händen – und überreicht es ihrer Mutter.

Viele der Dekorationen, die an diesem Tag auf den Tischen zu sehen sind, haben die Kinder selbst gestaltet. Und sie dürfen sie auch mit nach Hause nehmen.

Vielleicht ist es genau das, was diesen Vormittag ausmacht: dass hier nicht nur mit der Familie und den Freundinnen und Freunden gefeiert wird, sondern dass Kinder gestalten, entdecken, ausprobieren dürfen – in ihrem Tempo und auf ihre Weise.

Erwachsene und Kinder sitzen an einem Tisch und basteln mit buntem Papier.
Eltern und Großeltern bastelten gemeinsam mit den Kindern Osterdeko im Foyer.

Eine letzte Frage

Und während draußen der Frühling langsam Fahrt aufnimmt, bleibt noch eine letzte Frage: Ob die Grassaat, die die Kindergartenkinder in der vorigen Woche in Aluschälchen verteilt haben, wohl rechtzeitig aufgeht, damit der Osterhase auch bei den Kindern zu Hause ein schönes, weiches grünes Osternest für weitere Eier vorfindet?