Handball

Schock bei Sønderjyske KH: Peter Nielsen kündigt – seine Zukunft ist dennoch hellblau

Karin Riggelsen
Peter Nielsen hat Sønderjyske Kvindehåndbold zum Liga-Aufstieg, zweimal in die Endrunde und zur ersten Medaille der Vereinsgeschichte geführt.

Der Neuaufbau der Sønderjyske-Handballerinnen wird in der kommenden Saison mit einem neuen Sportchef und Cheftrainer an der Seitenlinie vorangetrieben. Peter Nielsen hat ein Angebot bekommen, das er nicht ausschlagen konnte.

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Zusammenfassung

  • Peter Nielsen beendet trotz Vertrags bis 2027 seine Doppelrolle als Cheftrainer und Sportchef bei Sønderjyske Kvindehåndbold.
  • Er wechselt zum Trainerstab von Sønderjyske Herrehåndbold, wo seine genaue Funktion noch offen ist.
  • Nielsen blickt auf Aufstieg, Endrunden-Teilnahmen und eine Pokal-Bronzemedaille zurück, ist aber mit der künftigen sportlichen und wirtschaftlichen Ausrichtung des Klubs nicht einverstanden.

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Bei den Liga-Handballerinnen von Sønderjyske Kvindehåndbold wird es zur kommenden Saison nicht nur auf dem Spielfeld einen totalen Neuaufbau geben. Peter Nielsen, Cheftrainer und Sportchef in Personalunion, hat seinen ursprünglich noch bis zum Sommer 2027 laufenden Vertrag gekündigt.

„Ich habe ein Angebot bekommen, das ich richtig gerne annehmen möchte“, sagt Peter Nielsen dem „Nordschleswiger“, ohne auf die nächste Adresse seines Arbeitslebens eingehen zu wollen.

Hellblaue Zukunft

Nach Informationen des „Nordschleswigers“ wird er in der kommenden Saison zum Trainerstab von Sønderjyske Herrehåndbold gehören. Unklar ist noch, ob er die Rolle des Co-Trainers übernehmen wird oder für den nach der Entlassung von Rasmus Glad Vandbæk vakanten Posten als Cheftrainer infrage kommt.

Die Erfolge des 41-Jährigen sprechen für sich. Peter Nielsen kam 2019 zu Sønderjyske und übernahm nach einem Jahr als Co-Trainer von Oli Kecman die sportliche Verantwortung. Danach führte er Sønderjyske zum Liga-Aufstieg, zweimal in die Meisterschafts-Endrunde und zum Gewinn der Bronzemedaille beim Pokal-Final-Four, die erste Medaille der Vereinsgeschichte.

„Ich bin wahnsinnig stolz auf das Erreichte, und nicht nur auf die Höhepunkte auf dem Spielfeld, sondern auch darauf, dass wir Spielerinnen entwickeln konnten, die bei größeren Adressen oder in der Nationalmannschaft gelandet sind“, so Peter Nielsen.

Mehr Fokus aufs Spielfeld

Die Nationalspielerinnen werden Sønderjyske zur neuen Saison verlassen. Es kommt zum Neuaufbau mit einem kleineren Budget. Es ist durchgesickert, dass Peter Nielsen mit der sportlichen und wirtschaftlichen Richtung des Klubs nicht einverstanden gewesen ist.

„Die erste Phase des Neuaufbaus habe ich mitgemacht, und ich hatte auch vor zu bleiben, aber da ist dieses Angebot zur Tür reingeflattert, das ich gerne annehmen möchte. Es ist aber klar, dass es eine turbulente Saison auf und neben dem Spielfeld gewesen ist, die sehr viel Zeit gekostet hat. Man kann mir nicht vorwerfen, dass ich nicht genug Zeit investiert habe, und ich freue mich auch auf einen Job, wo das, was außerhalb des Spielfeldes passiert, nicht so viel Zeit in Anspruch nimmt“, sagt der 41-Jährige.