Geschichte

Meilenstein für das Welterbe: Dichtfest am neuen Danevirke-Museum

Museumsleiter Lars Eric Bethge (l.) zeigt Kreispräsident Walter Behrens die Räumlichkeiten des neuen Danevirke Museums.

Der Rohbau steht: Rund 200 Gäste aus Deutschland und Dänemark feierten den Baufortschritt am Danevirke-Museum. Die Eröffnung ist für Frühjahr 2027 geplant.

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Zusammenfassung

  • Am Danevirke-Museum ist mit dem Dichtfest der Rohbau des Neubaus als wichtiger Meilenstein abgeschlossen.
  • Das Projekt im Wert von 16 Millionen Euro schafft mehr Ausstellungsfläche und einen offenen Begegnungsort für Bevölkerung und Touristen.
  • Nach dem jetzigen Baufortschritt ist die feierliche Eröffnung des neuen Museums für das Frühjahr 2027 geplant.

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Imposant präsentiert sich der Neubau des Danevirke-Museums vor der Kulisse des UNESCO-Welterbes. Mit dem Dichtfest wurde nun eine entscheidende Etappe erreicht: Der Rohbau steht, die umfangreiche Dachkonstruktion ist wetterfest. In den vergangenen Monaten haben regionale Handwerksbetriebe hier ganze Arbeit geleistet.

Rund 200 Gäste aus Deutschland und Dänemark – darunter Vertreter aus Politik, Archäologie und dem Ehrenamt – feierten diesen Fortschritt trotz regnerischen Wetters mit Gelassenheit. 

„Ein dichtes Dach ist hier im Norden manchmal mehr wert als eine funktionierende Heizung“, scherzte Landrat Wolfgang Buschmann in seinem Grußwort.

Vom Verteidigungswall zur Brücke der Begegnung

Als Vorsitzender des Vereins „Haithabu-Danewerk“ betonte Buschmann die historische und soziale Bedeutung des 16-Millionen-Euro-Projekts. Während die Wälle ab dem 5. Jahrhundert der Abgrenzung dienten – eine „Firewall der Frühgeschichte“ –, entstehe hier nun ein Ort der Begegnung. 

„Das Danewerk ist kein Hindernis mehr, sondern das Fundament unserer gemeinsamen Identität in der Welterbe-Region“, so Buschmann.

Maßgeblich vorangetrieben wurde das Projekt von der dänischen Minderheit und dem Südschleswigschen Verein (SSF) als Träger des Museums sowie durch die Unterstützung des Landes und des Kreises Schleswig-Flensburg. 

Museumsleiter Lars Bethge wird das neue Haus künftig mit Leben füllen. Es soll ein lebendiger Ort der Bildung und Geschichte werden – ein Traum, den bereits sein Vorgänger Nis Hardt vor 20 Jahren anvisierte.

Mehr Platz für die Geschichte

Auf rund 1.600 Quadratmetern Nutzfläche bietet der Neubau künftig 800 Quadratmeter Ausstellungsfläche – mehr als doppelt so viel wie bisher. Neben modernster Museumspädagogik für Schulklassen sind ein Café und ein Shop integriert. 

Das Gebäude ist als „dritter Ort“ konzipiert, der nicht nur Touristen, sondern der gesamten Bevölkerung offensteht.

Blick in die Zukunft

Nach dem Abriss des alten Komplexes im Jahr 2022 und dem symbolischen Spatenstich durch das dänische Königspaar im Oktober 2025 markiert das Dichtfest im März 2026 den Endspurt. 

Die feierliche Eröffnung ist für das Frühjahr 2027 geplant. Dann wird auch das Außengelände mitsamt des Archäologischen Parks und der rekonstruierten Schanze 14 fertiggestellt sein, um das größte archäologische Bodendenkmal Nordeuropas für Besucher greifbar zu machen.