Kultur

Kommune zahlt dem Festival höheren Jahreszuschuss

Für das Festival im kommenden Jahr läuft der Kartenvorverkauf sehr gut (Archivfoto).

Der Finanzausschuss erhöht den Betrag um 250.000 auf 750.000 Kronen für die strategische und kommerzielle Weiterentwicklung des Festivals. Die Leitung hatte schon im vergangenen Jahr auf anstehende Änderungen aufmerksam gemacht.

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Zusammenfassung

  • Die Kommune erhöht den jährlichen Zuschuss für das Tønder Festival ab 2026 von 500.000 auf 750.000 Kronen.
  • Mit dem zusätzlichen Geld will das Festival seine Finanzen ordnen, Strukturen und Ehrenamt stärken sowie Sponsoren und Vermarktung ausbauen.
  • Hintergrund sind finanzielle Risiken durch unvorhersehbare Ereignisse wie das Unwetter 2024.

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Als finanzieller Eckpfeiler und kultureller Leuchtturm wird das Tønder Festival bewertet. Ein zweistelliger Millionenbetrag soll für die Unternehmen der Kommune herausspringen – ganz abgesehen von der internationalen Werbung. Einige Betriebe – besonders die Wirtsleute – sollen an den vier offiziellen Festivaltagen einen Umsatz erzielen, der größer ist als der des gesamten Jahres.

Doch das Festival hat in den vergangenen Jahren finanziell schlecht abgeschnitten. Es kündigte daher im Laufe des Herbstes unvermeidliche Änderungen an. Die Leitung räumte ein, das Festivalmodell sei gegen unvorhersehbare Ereignisse nicht gewappnet und zu anfällig.

Änderungen im Geschäftsmodell

Daher wurden Änderungen im Geschäftsmodell angekündigt, die zum Teil auch wehtun würden, ohne dabei die Festival-DNA oder das Erlebnis für das Publikum zu verlieren, unterstrich Festivaldirektorin Kristina Lehmann Schjøtt damals.

Auf das Festivalpublikum kommen Änderungen zu (Archivfoto).

Das trieb der Fangemeinde den Schweiß auf die Stirn. Ein Gesundschrumpfen auf ein Festival von nur einem oder zwei Tagen wurde in vielen Köpfen bereits als Schreckensszenario gedacht, und der absolute Gau wäre ein Ende des Festivals gewesen.

Seit dem vergangenen Jahr rauchen die Köpfe der Verantwortlichen. Über die Änderungen ist noch nichts bekannt. Doch für die strategische und kommerzielle Weiterentwicklung hat das Festival bei der Kommune eine Erhöhung des jährlichen Zuschusses von 500.000 auf 750.000 Kronen beantragt.

Mehr Geld erst einmal nur für 2026

Der Finanzausschuss hat dem Gesuch für 2026 stattgegeben. Sollte auch für 2027 und 2028 ein entsprechender Antrag gestellt werden, wird der Festivalausschuss Teil der Haushaltsberatungen werden. Gleichzeitig erwartet der Finanzausschuss eine jährliche Übersicht über die strategische Arbeit des Festivals, das sich folgendes Pensum gesetzt hat:

  • Aufräumen in den Finanzen, Strukturarbeit und Nachhaltigkeit
  • Kommerzielle Entwicklung, Sponsoren und Partnerschaften
  • Organisatorische Entwicklung und die Verankerung der freiwilligen Arbeit
  • Strategische Leitung und Festlegung des Kurses für die Zukunft 
  • Vermarktung (Brand), Kommunikation und Analysen über die Zusammensetzung des Publikums
Orkanböen und heftige Regenschauer setzten dem Festival 2024 ein Ende (Archivfoto).

Der Finanzausschuss erhöht den Betrag für die strategische und kommerzielle Weiterentwicklung von 250.000 auf 750.000 Kronen. In den vergangenen Jahren ist das Tønder Festival von Gewinnen verwöhnt gewesen, bis im Jahr 2023 die Alarmglocken klingelten, als das Festival ein Minus von fast einer Million Kronen verzeichnete. Zu wenige Tickets wurden verkauft, bis das Unheil ein Jahr später dann wirklich über das Festival hereinbrach, obwohl der Kartenverkauf neue Rekorde aufgestellt hatte.

Minus von 1,6 Millionen Kronen

Das 50. Jubiläumsfest schloss mit einem Minus von 1,6 Millionen Kronen ab. Bis auf das Jahr 2024, als ein Unwetter am letzten Abend über den Festivalplatz fegte und das Gelände als Trümmerfeld hinterließ. Konzerte wurden abgesagt, der Ausschank gestoppt und große Schäden beklagt.

Ein Defizit, das es in dieser Größenordnung noch nicht gegeben hat und das größer als befürchtet ausfiel, obwohl Pessimisten teils noch höhere Einbußen erwartet hatten. Das Festival ist eine Non-Profit-Organisation. Wenn Überschüsse erzielt werden, werden diese auch ins Festival investiert, aber auch in musikalische Events für Jugendliche.