ZUSCHRIFT

Talententwicklung ist eine Investition in die Zukunft

Christel Leiendecker ist in Nordschleswig geboren und lebt in Broacker (Broager). Sie arbeitet als administrative Koordinatorin für den Deutschen Schul- und Sprachverein für Nordschleswig.

Die Evaluation der „Sønderborg Talentakademi“ (STA) zeigt ein klares und positives Bild: Die Talentförderung in der Kommune Sønderborg funktioniert – und sie macht einen Unterschied, meint Christel Leiendecker.

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Zuschriften

Dieses ist eine Zuschrift. Leserinnen und Leser können sich auf diese Weise auf die Berichterstattung des „Nordschleswigers” beziehen und ihre Sicht der Dinge schildern. Die hier geäußerten Ansichten und Meinungen geben nicht unbedingt die Haltung der Redaktion wieder.

Die Sleswigsche Partei freut sich, dass die Arbeit der vergangenen Jahre nun Früchte trägt. In meiner Zeit als Vorsitzende des Kultur-, Sport- und Bürgerschaftsausschusses hat man sich dort einvernehmlich auf die Priorität der Talentförderung geeinigt – und das wirkt sich heute deutlich aus. Dies ist vor allem in den Talentklassen der Alssund-Schule sichtbar, deren Schülerzahlen steigen und bei denen junge Menschen die Möglichkeit erhalten, Schule und Sport sinnvoll miteinander zu verbinden.

Zusammenhang zwischen Schule, Vereinen und Leistungssport

Die Evaluation zeigt, dass die STA eine zentrale Rolle dabei spielt, Verbindungen zwischen Schulen, Vereinen und Spitzensport herzustellen. Dies halten wir für entscheidend, wenn wir junge Talente in unserer Kommune halten und weiterentwickeln wollen – und gleichzeitig ihr Wohlbefinden und eine ausgewogene Alltagsbalance sichern wollen.

Herausforderungen: Finanzen und Politik

Die Untersuchung weist jedoch auch auf Schwierigkeiten hin – vor allem hinsichtlich der Finanzen und der fehlenden klaren politischen Verankerung. Es ist nicht nachhaltig, dass ein erfolgreicher Einsatz gleichzeitig finanziellen Druck erzeugt. Deshalb muss der zuständige Ausschuss nun den nächsten Schritt gehen und ein tragfähigeres, nachhaltigeres Modell für die Zukunft entwickeln.

Langfristige Perspektive

Für die Sleswigsche Partei ist es wichtig, dass wir das Talentfeld weiterentwickeln – sowohl im Sport als auch in der Kultur. Im südjütischen Kulturausschuss haben wir in den Jahren 2022 bis 2025 gemeinsam mit Hadersleben, Apenrade und Sønderburg genau daran gearbeitet und ein starkes Fundament geschaffen, an dem weitergebaut werden muss. Wir müssen langfristig denken. Talentförderung geht nicht nur um Spitzensport, sie zielt darauf ab, attraktive Rahmenbedingungen für junge Menschen zu schaffen, Gemeinschaften zu stärken und unsere Kommune zu einem Ort zu machen, an dem man gerne bleibt.

Unterstützung für die STA

Wir setzen uns weiterhin dafür ein, die Sønderborg Talentakademi zu stärken und eine klare Richtung für die künftige Talentarbeit zu sichern. Denn wenn wir in Talente investieren, investieren wir in die Zukunft.

Christel Leiendecker (Schleswigsche Partei), ehemalige Vorsitzende des Kultur-, Sport- und Bürgerschaftsausschusses in Sonderburg (Sønderborg)