Gericht

Entführung eines Babys: Verdächtiger bleibt in Haft – schwere Vorwürfe

Die Ermittlungen im Fall der Kindesentführung in Hadersleben laufen auf Hochtouren. Zurzeit wertet die Polizei das Handy des Tatverdächtigen aus. (Symbolfoto).

Nach der Entführung eines sieben Monate alten Babys in Hadersleben bleibt der 37-jährige Tatverdächtige weiterhin in Untersuchungshaft. Die Anklagevertretung erhebt schwere Vorwürfe.

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Zusammenfassung

  • Ein Richter hat die Untersuchungshaft des 37-jährigen Tatverdächtigen im Fall der Babyentführung in Hadersleben bis zum 5. Mai verlängert.
  • Dem Mann werden Kindesentführung und versuchte Vergewaltigung vorgeworfen, nachdem er ein sieben Monate altes Baby aus einem Kinderwagen entführt haben soll.
  • Die Staatsanwaltschaft verweist auf laufende Ermittlungen und die Auswertung eines sichergestellten Mobiltelefons, während die Verteidigung die Entscheidung anfechten will.

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Ein Richter hat am Dienstagmorgen die Untersuchungshaft des Tatverdächtigen um weitere vier Wochen bis zum 5. Mai verlängert. Grundlage ist nach Gerichtsangaben eine besonders erhärtete Verdachtslage wegen Kindesentführung, berichtet die dänische Nachrichtenagentur „ritzau“. Das Gericht hat zudem eine psychiatrische Untersuchung des 37-Jährigen angeordnet.

Vorwurf der versuchten Vergewaltigung

Der Mann soll das Baby am 9. März aus einem Kinderwagen in einem Hinterhof in der Haderslebener Innenstadt entführt haben. Zahlreiche Menschen hatten sich an der Suche beteiligt. Die Polizei fand das Kind etwa anderthalb Stunden später in einem Zimmer im nahegelegenen Hotel Norden am Dammpark, nachdem sie durch Schreie auf das Baby aufmerksam geworden war, und nahm den Mann noch vor Ort fest.

Neben der Entführung wirft die Anklagevertretung dem 37-Jährigen versuchte Vergewaltigung vor. Laut Polizei soll er bei seiner Festnahme geäußert haben, er habe dem Kind zwar nichts angetan, dies aber beabsichtigt.

Verteidigung plädierte auf Freilassung

Die Staatsanwaltschaft begründete die Verlängerung der Untersuchungshaft mit laufenden Ermittlungen. Unter anderem wertet die Polizei das Mobiltelefon des Beschuldigten aus, das in einem anderen Hotelzimmer gefunden wurde.

Die Verteidigung hatte auf Freilassung plädiert. Der Anwalt des Mannes kündigte an, die Entscheidung vor dem Landgericht prüfen zu lassen.