Royales

König Frederik reist nach Grönland: Symbol der Einheit in turbulenten Zeiten

König Frederik
König Frederik besuchte zuletzt Grönland im April vergangenen Jahres, wo er unter anderem auf einer Bootsfahrt in der Nähe der grönländischen Hauptstadt Nuuk einen Rotfisch fing (Archivbild).

Ein König als Bindeglied: Mitten in internationalen Spannungen setzt König Frederik in Nuuk ein Zeichen der Zusammengehörigkeit. Laut Historikerin Emma Rønberg verkörpert sein Besuch die symbolische Kraft des dänischen Königtums.

Veröffentlicht

Zusammenfassung

  • König Frederik besucht erneut Grönland, um in angespannten Zeiten Präsenz zu zeigen.
  • Seine „weiche Macht“ soll laut der Historikerin Emma Rønberg Paaske symbolisch das Zusammengehörigkeitsgefühl im Königreich stärken.
  • Der dreitägige Besuch mit Stationen in Nuuk, Maniitsoq und Kangerlussuaq unterstreicht dabei auch seine enge persönliche Bindung zu Grönland.

Diese Infobox wurde mithilfe von KI generiert und von der Redaktion geprüft.

König Frederik erreicht am Mittwoch die grönländische Hauptstadt Nuuk. Es ist bereits sein dritter Besuch in Grönland seit seinem Amtsantritt im Januar 2024. Anlass ist unter anderem die Verunsicherung, die US-Präsident Donald Trumps wiederholten Äußerungen über eine mögliche amerikanische Kontrolle Grönlands ausgelöst haben.

Historikerin Emma Rønberg Paaske erklärt gegenüber der Nachrichtenagentur „Ritzau“: „Der König kann nicht politisch handeln, aber er verfügt über eine ‚weiche Macht‘ (blød magt), die es ihm erlaubt, als Symbol für die Einheit des Königreichs zu wirken.“ Diese symbolische Autorität zeige sich darin, dass seine Präsenz Hoffnung gebe und das Zusammengehörigkeitsgefühl stärke – gerade in Zeiten internationaler Spannungen.

Da das dänische Königshaus keine politischen Entscheidungen treffen darf, kommt diese „weiche Macht“ besonders zum Tragen. Durch Besuche, persönliche Gespräche und öffentliche Auftritte kann der König demonstrieren, dass das Königreich zusammenhält, auch wenn politische Entscheidungen anderswo getroffen werden.

Die besondere Beziehung zu Grönland

Die Bindung des dänischen Königs zu Grönland hat eine lange Tradition: Seit der ersten offiziellen Reise Christian X. im Jahr 1921 haben dänische Monarchinnen und Monarchen das Land besucht und enge Beziehungen gepflegt. Historikerin Paaske zufolge zeichnet sich König Frederik besonders durch seine persönliche Nähe zu Grönland aus.

Schon als Kind und später als Kronprinz und König bereiste er das Land intensiv – bei offiziellen Besuchen, während seiner Zeit als Marineoffizier 1996 auf dem Inspektionsschiff „Vædderen“ oder auf der 2.500 Kilometer langen Schlittenexpedition „Expedition Sirus 2000“.

„Er ist der Regent mit dem engsten Band zu Grönland: Er kennt das Land, die Menschen – und sie schätzen ihn sehr“, so Paaske.

Drei Tage in Grönland: Begegnungen und Tradition

Während seines dreitägigen Besuchs reist König Frederik durch Nuuk, Maniitsoq und Kangerlussuaq und besucht dabei Schulen, Unternehmen sowie die Arktische Basisausbildung. Außerdem führt er Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern und nimmt an Kaffemik-Veranstaltungen teil, den traditionellen grönländischen Kaffeetreffen.