Handball

Unerhört hohe Ablösesumme trägt zur Sanierung von Sønderjyske Kvindehåndbold bei

Ida-Marie Dahl hat bis zum Saisonende bei ETO Györ unterschrieben.

Sportlich könnte der Weggang von Ida-Marie Dahl den Einzug in die Meisterschafts-Endrunde kosten, doch das Angebot von der besten Frauen-Mannschaft der Welt konnte Sønderjyske Kvindehåndbold nicht ausschlagen.

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Zusammenfassung

  • Sønderjyske Kvindehåndbold saniert seine angespannte Finanzlage durch den Verkauf von Ida-Marie Dahl an Champions-League-Sieger Györi ETO für rund 50.000 Euro.
  • Sportchef Peter Nielsen betont, dass der Transfer finanziell sinnvoll sei, sportlich aber den Einzug in die Meisterschafts-Endrunde gefährden könnte.
  • Dahl freut sich über die unerwartete Chance beim europäischen Topklub, wird aber zuvor ein letztes Mal für Sønderjyske im Ligaspiel gegen EH Aalborg auflaufen.

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Sønderjyske Kvindehåndbold ist wirtschaftlich angeschlagen und hat bereits angekündigt, dass der Gürtel in der kommenden Saison enger geschnallt werden muss. 

Ein Neuaufbau ist unvermeidbar. Der Ausverkauf der besten Spielerinnen hat bereits begonnen. Olivia Simonsen ist zum Saisonende an den norwegischen Erstligisten Molde verkauft worden und Sarah Paulsen wird zum Saisonende ebenfalls wechseln, voraussichtlich ins Ausland, obwohl sie noch bis Mitte 2028 unter Vertrag steht.

Schnelle Einigung

Diese Wechsel werden Sønderjyske eine schöne Summe einbringen, allerdings nichts im Vergleich zu der Summe, die Sportchef Peter Nielsen für Ida-Marie Dahl herausgeholt hat. Für den Frauen-Handball eine unerhört hohe Summe.

Die dänische Handball-Nationalspielerin ist an den amtierenden Champions-League-Sieger Györi ETO verkauft worden, wo sie bis Saisonende unterschrieben hat, um die vielen Ausfälle bei den Ungarinnen zu kompensieren. Nach Informationen des „Nordschleswigers“ beträgt die Summe 50.000 Euro.

„Wir wollten Ida bei einem Wechsel zum größten Klub der Welt keine Steine in den Weg legen. Unsere finanziellen Forderungen sind erfüllt worden – wir haben uns innerhalb von fünf Minuten geeinigt. Alles ist sehr professionell verlaufen“, sagt Peter Nielsen zum „Nordschleswiger“.

Energie wird fehlen

Der Verkauf von Ida-Marie-Dahl trägt zur Sanierung des Klubs bei, sportlich könnte der Weggang der mit Abstand besten Spielerin der laufenden Saison den Einzug in die Meisterschafts-Endrunde kosten.

„Finanziell macht der Verkauf absolut Sinn, sportlich werden wir nach dem 26. Spieltag sehen, ob wir verrückt oder genial gewesen sind. Wir werden ihre Energie auf dem Spielfeld vermissen, und sie ist keine Spielerin, die wir eins zu eins ersetzen können. Wir werden andere Lösungen finden müssen“, sagt der Sportchef und Cheftrainer in Personalunion.

Er erwartet von anderen Spielerinnen, dass sie in die Bresche springen. Beispielsweise Olivia Simonsen, die mehrmals am Kreis ausgeholfen hat, oder Sherin Obaidli, die bislang im Schatten von Ida-Marie Dahl stand.

Die 27-Jährige soll bei den Ungarinnen, die seit 2013 nicht weniger als sieben Mal die Champions League gewannen, die Ausfälle von Kari Brattset Dale, Anna Lagerquist und Linn Blohm am Kreis kompensieren.

Dankbar für die Chance

„Wir haben lange nach der richtigen Kreusläuferin gesucht und sie nun mit Ida-Marie Dahl gefunden. Sie ist eine sehr agile und flexible Spielerin mit der nötigen Schnelligkeit und dem richtigen Charakter“, so Györ-Trainer Per Johansson zur Webseite des Vereins.

„Es ist der Traum jeder Spielerin, eines Tages das Trikot von ETO zu tragen, und ehrlich gesagt hätte ich nie gedacht, dass es mir passieren würde“, sagt Ida-Marie Dahl mit einem Lächeln: „Ich bin sehr stolz, glücklich und freue mich riesig. Ich bin dankbar für die Chance, und ich bin bereit, sie zu nutzen und für den Rest der Saison alles zu geben.“

Ida-Marie Dahl wird am Donnerstag im Auswärtsspiel gegen EH Aalborg noch ein letztes Mal das Sønderjyske-Trikot tragen, bevor sie nach Ungarn fliegt.