LEITARTIKEL

Mann im Sakko lehnt mit Smartphone in der Hand an einer hellen Wand.
Chefredakteur Gwyn Nissen

„Der Nordschleswiger“: Wir gehen stets neue Wege

Innovation: „Der Nordschleswiger“ bleibt auch nach 80 Jahren digital am Puls der Zeit. Mit einer neuen Webseite und App wird das Medienangebot weiter ausgebaut.

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Leitartikel

Dieses ist ein Leitartikel aus der Redaktion des „Nordschleswigers”. Bei Leitartikeln handelt es sich um journalistische Meinungsbeiträge und nicht um objektive Berichte.

„Der Nordschleswiger“ hat diese Woche drei Meilensteine erreicht: Wir sind 80 Jahre alt geworden, wir waren vor fünf Jahren die erste Tageszeitung Dänemarks, die Web-only gegangen ist, und wir starten am Mittwoch mit einer neuen Webseite und App durch. „Der Nordschleswiger“ bleibt digital fit und geht mit der Zeit.

In der ersten Ausgabe des „Nordschleswigers“ am 2. Februar 1946 lautete die Überschrift „Wir müssen neue Wege gehen“. Diese Überschrift haben wir zum 75. Geburtstag beim damaligen Übergang zum digitalen „Nordschleswiger“ ein weiteres Mal eingesetzt.

Auch jetzt in Verbindung mit dem Wechsel zur neuen Webseite und App hätten wir die Überschrift wiederverwerten können. Und dann doch nicht, denn seit wir ein digitales Unternehmen geworden sind, gehen wir ständig neue Wege.

Rasante Entwicklung in der Mediennutzung

Das müssen wir, weil sich die digitale Welt und das Verhalten der Nutzerinnen und Nutzer rasant verändern. Heute werden Medien anders konsumiert als noch vor fünf Jahren – geschweige denn vor 10 oder 20 Jahren.

Wir haben auch am Journalismus geschraubt. „Der Nordschleswiger“ war einmal ein medialer Supermarkt mit Nachrichten aus aller Welt, aus Deutschland, Dänemark, der Region, dem Lokalen, der Minderheit, dazu Sport, Kultur, TV-Programme und vieles mehr. Wir hatten viele Regale – und die waren voll.

Heute sind wir das Fachgeschäft für Nachrichten aus der Minderheit und dem deutsch-dänischen Grenzland, und wir vertrauen auf unsere Expertise und unser Wissen. Wir sind viel näher an unserem Publikum dran (ja, Publikum, weil wir neben Texten und Fotos auch Podcasts, Videos und soziale Medien im Angebot haben) – und versuchen bei der Auswahl der Themen immer die DNA unserer Minderheit und des Grenzlandes zu treffen.

Nachrichten von überall

Jeder stellt sich heute ein eigenes Nachrichten-Angebot zusammen: Nachrichten aus der Minderheit und dem Grenzland auf „nordschleswiger.dk“ oder in unserer App, lokale Meldungen aus der „Ugeavis“ oder dem geteilten Abo von „JydskeVestkysten“, Nationales und Internationales aus den Radio- und Fernsehnachrichten beiderseits der Grenze – und natürlich aus jeder Menge Apps, die nach eigenen Interessen ausgewählt werden.

In einer Zeit, in der wir alle rund um die Uhr mit Nachrichten bombardiert werden, ist dein lokales Medium, dein „Nordschleswiger“, aber auch so etwas wie eine erholsame Nachrichtenoase. Eine Trump- und kriegsfreie Zone. Nicht dass wir unkritisch wären oder keine Probleme in der Minderheit ansprechen – aber wir agieren in einem Grenzland und in einer Minderheit, in der alle Einfluss nehmen und mitgestalten können. Alle zumindest, die informiert sind.

„Der Nordschleswiger“ ist präsenter denn je

Deshalb berichten wir nicht nur, sondern unsere Redaktion ordnet ein, analysiert und nimmt unser Publikum mit. Wir schreiben über das, was uns hier in Nordschleswig bewegt, und gehen auf Lösungsansätze ein. Die neue Webseite und App transportieren unseren Journalismus, und wir hoffen, dass unser Gesamtpaket auch weiterhin bei euch gut ankommt.

Auf unserem Weg sind wir in den vergangenen fünf Jahren von 1.100 Zeitungen auf bis zu 30.000 wöchentliche Nutzerinnen und Nutzer gewachsen. Wir haben Artikel, die eine halbe Million Mal gelesen worden sind, Videos, die sechsstellige Zahlen erreichen, und wir bedienen mit unserem Podcast ein neues Publikum (wobei die Themen auch für unser bisheriges Publikum eigentlich ein Muss sind). „Der Nordschleswiger“ und die deutsche Minderheit sind dadurch präsenter denn je – und das mit 80 Jahren.

Wir haben mit der neuen Webseite und der App euch und uns ein schönes Geburtstagsgeschenk gemacht – herzlichen Glückwunsch!