Handball

Stolz, Sekt und starke Paraden: Jens Møller über den EM-Triumph seines Sohnes

Kevin Møller (r.) wollte nicht ohne Kapitän und Abwehrchef Magnus Saugstrup (Mitte) die Auszeichnung als Man of the Match in Empfang nehmen.

Während Kevin Møller mit der dänischen Nationalmannschaft EM-Gold gewinnt, erlebt Vater Jens Møller das Finale von Lügumkloster aus. Er freut sich über den Teamplayer-Geist seines Sohnes, der auch im Erfolg bescheiden bleibt.

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Zusammenfassung

  • Der Vater von Nationaltorwart Kevin Møller verfolgt stolz von zu Hause den EM-Triumph der dänischen Handballer.
  • Kevin Møller überzeugt im Finale mit mehreren Paraden, bleibt aber bescheiden und teamorientiert.
  • Die Møllers feiern den Erfolg vor dem Fernseher, während Kevin wegen zahlreicher Gratulationen kaum erreichbar ist.

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„Ich habe hier zu Hause auf der Stuhlkante gesessen und habe mitgefiebert. Es hielt mich aber nicht ständig auf dem Sitz“, sagt Jens Møller aus Lügumkloster (Løgumkloster) mit fröhlicher Stimme am Telefon. 

Der Vater des Nationaltorwarts Kevin Møller hat sich während der Europameisterschaft die ersten zwei Spiele des dänischen Teams live und in Farbe in der Halle in Herning angeschaut.

„Gestern waren Kevins Frau und Kinder vor Ort. Ich bin genauso gerne hier zu Hause“, erklärt Møller am Tag, nachdem sich die Dänen die Goldmedaille gesichert hatten. 

Jens Møller, seine Frau Tove und eine Nachbarin sahen sich das Finale gemeinsam an und ließen anschließend die Sektkorken knallen.

Wenn das väterliche Herz höher schlägt

 „Ja, ich bin stolz auf Kevin. Es gab eine spürbare Veränderung im Spiel, als er eingewechselt wurde“, so Møller. 

Der Sohn des früheren Lada-Autohändlers aus Bedstedt (Bedsted), der dort seine erste Handballerfahrung sammelte, war im Endspiel mit acht Paraden ein ausschlaggebender Faktor. Er hoffe bei jedem Spiel, dass Kevin zum Zuge komme.

Jens Møller ist stolz und froh über den Torwart-Einsatz von seinem Sohn Kevin (Archivfoto)

Kevin nehme als Torwart in der Nationalmannschaft – erst mit Niklas Landin und jetzt mit Emil Nielsen – die zweite Position ein. 

„Sie haben ein sehr gutes Verhältnis zueinander. Es ist schön zu sehen und typisch Kevin, dass er sich weiterhin als Mannschaftsspieler sieht“, so Jens Møller.

Das Team steht an erster Stelle

Bei Fotos würde der 36-Jährige sich auch nie in der ersten Reihe positionieren. Es wärmt zudem das väterliche Herz, dass der Torwart der SG Flensburg-Handewitt nicht allein nach vorn gehen wollte, als er zum Spieler des Spiels ausgerufen wurde.

Kevin Møller nahm wegen des aus seiner Sicht wertvollen Einsatzes von Kapitän Magnus Saugstrup den Abwehrchef der dänischen Nationalmannschaft mit, um sich die Auszeichnung zu holen.

Und während die Glückwünsche auf verschiedene Arten bei Jens Møller eintrudelten, hatte dieser am Montagmittag noch nicht mit der Hauptperson gesprochen. 

Kevin Møller zeigte im Tor eine starke Leistung.

Ein vermutlich heißer Draht

„Sein Handy ist sicher bald am Explodieren. Ich rufe ihn aber nicht an. Er ruft mich immer an, wenn er fertig ist und Zeit hat, und dann reden wir“, so der 71-Jährige.

Am Sonntagabend schickte Jens Møller aber eine SMS an seinen Sohn. Wenn er und das Team am späten Montagnachmittag im Rathaus in Kopenhagen von Oberbürgermeisterin Sisse Marie Welling empfangen und traditionell mit Rathaus-Pfannkuchen bewirtet werden, schauen Tove und Jens Møller sich die Übertragung im Fernsehen an.

Lob für Kevin Møller als Teamplayer und wegen seines tollen Einsatzes gab es auch von den Mannschaftskameraden.