Kupfermühle

Betreiber insolvent: Was wird aus dem Hotel des Nordens?

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Das „Hotel des Nordens“ am Grenzübergang Kupfermühle gehört zur Revo Hospitality Group.

Die Hotelkette Revo Hospitality Group hat Insolvenz angemeldet. Neben dem Hotel des Nordens an der B200 bei Kupfermühle ist davon auch ein weiteres Hotel in Flensburg betroffen.

Das „Hotel des Nordens“ an der Alten Zollstraße hoch oben über dem Grenzübergang Kupfermühle war einmal eine der ersten Adressen im Flensburger Raum. Der einstige Inhaber Erich Toffer verkehrte im internationalen Jetset. 1981 war sogar einmal der frühere US-Präsident Richard Nixon für fünf Tage sein Gast in Harrislee (Harreslev).

Jetzt steht das Hotel vor einer ungewissen Zukunft. Der heutige Betreiber, die Revo Hospitality Group aus Berlin, hat Insolvenz angemeldet. Der Betrieb läuft weiter, das Insolvenzgeld für die nahezu 100 Mitarbeitenden ist nach Auskunft des Managements erst einmal gesichert. Revo strebt die Sanierung mit einer Insolvenz in Eigenverwaltung an. Branchenkenner spekulieren aber bereits über eine komplette Zerschlagung der Revo-Gruppe mit ihren 125 Hotels in Deutschland und Österreich.

Auch Hotel in der Innenstadt von Insolvenz betroffen

Hotel des Nordens
Das „Hotel des Nordens“ befindet sich oberhalb der B200 an der Grenze zu Dänemark zwischen Kupfermühle und Krusau (Kruså).

Neben dem „Hotel des Nordens“ betreibt Revo in Flensburg auch das „Ramada by Wyndham“ an der Speicherlinie in der Innenstadt. Auch in vielen anderen Städten agiert Revo als Franchisenehmer bekannter Hotelmarken.

Revo firmierte bis zum vergangenen Jahr unter dem Namen HR Group, war zuletzt rasant gewachsen und hatte sich dabei möglicherweise übernommen. Das Unternehmen selbst hatte in einer Mitteilung stark gestiegene Lohnkosten, höhere Mieten sowie explodierende Energie- und Lebensmittelpreise als Gründe für die Insolvenz genannt.

Die Unternehmensgruppe betreibt die meisten ihrer Hotels als Mieter der Immobilien. Ob das auch für das „Hotel des Nordens“ gilt, ist unbekannt. Das Haus gehört seit acht Jahren zu der Unternehmensgruppe. Damals hatte der Grenzhandels-Riese Fleggaard das Hotel verkauft – und zwar auch die Immobilie, wie eine Fleggaard-Sprecherin auf Nachfrage der Redaktion bestätigte.