Kriminalität

Weniger Einbrüche in Nordschleswig im vergangenen Jahr – so können es noch weniger werden

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Dieses Schild mögen Einbrecherinnen und Einbercher gar ncht gerne.

Positive Nachrichten: In allen vier Kommunen des Landesteils haben die Menschen 2025 seltener als im Vorjahr ungebetenen Besuch gehabt. Am größten war der Rückgang in Apenrade. Gute Nachbarschaft hilft, Einbrecherinnen und Einbrecher abzuschrecken.

Die Tür oder ein Fenster aufgebrochen, das Haus durchwühlt, Wertegegenstände verschwunden. Zu diesem Anblick sind die Menschen in Nordschleswig 2025 seltener nach Hause gekommen als im Jahr davor. Das zeigen Zahlen der Statistikbehörde „Danmarks Statistik“. 

Insgesamt ist die Anzahl der Einbrüche in Nordschleswig im vergangenen Jahr um 22 Prozent zurückgegangen, verglichen mit 2024. Damit hebt sich Nordschleswig positiv vom landesweiten Trend ab. In ganz Dänemark waren die ungebetenen Gäste um 8 Prozent häufiger in Häuser oder Wohnungen eingestiegen.

In der Kommune Apenrade (Aabenraa) ist die erfreuliche Entwicklung besonders deutlich. Hier gab es 2025 38 Prozent weniger Einbrüche als 2024. Im Verhältnis zur Bevölkerungszahl wurde damit in der Kommune am wenigsten eingebrochen in Nordschleswig. Tondern hat eine fast ebenso niedrige Anzahl pro 100.000 Einwohnende.

Kuchen gegen Einbrüche

Wer das Risiko eines Einbruchs mindern möchte, sollte die Menschen von nebenan und gegenüber regelmäßig grüßen. 

„Eine gute Nachbarschaft ist ein ausgesprochen effizientes, gut dokumentiertes und vollkommen kostenloses Mittel, um Einbrüche zu verhindern“, schreibt die Initiative „Bo trygt“ in einer Pressemitteilung. Der Kriminalpräventive Rat sowie die gemeinnützigen Organisationen „Realdania“ und „Trygfonden“ haben diese ins Leben gerufen.  

„Wer noch Platz auf dem Anhänger hat auf dem Weg zum Wertstoffhof, sollte anbieten, etwas mitzunehmen“, so Britt Wendelboe, Programmchefin von „Bo trygt“. Bleibt etwas Kuchen bei der Geburtstagsfeier übrig, könne man es den Menschen im Nachbarhaus bringen.

„Selbst kleine Dinge stärken die Beziehungen im Viertel“, sagt Wendelboe. Dann falle es auch leichter, die Nachbarinnen und Nachbarn zu bitten, ein Auge auf das Haus zu haben. 

„Bo trygt“ bietet kostenlos an, Eigentümer- und Anwohnerversammlungen zu besuchen, um Ratschläge zu geben, wie Einbrüche verhindert werden können.