Grönland

Frederik Nielsen und Mette Frederiksen danken Friedrich Merz für Unterstützung

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Mette Frederiksen und Jens-Frederik Nielsen im Gespräch mit Bundeskanzler Friedrich Merz

Die Regierungschefs von Grönland und Dänemark besuchen Berlin und Paris. Am Dienstag haben sie sich mit dem deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz ausgetauscht. Am Mittwoch treffen sie sich in Paris mit Präsident Emmanuel Macron.

Der Vorsitzende des Naalakkersuisut (Regierungschef), Jens-Frederik Nielsen, und Staatsministerin Mette Frederiksen (Soz.) haben sich am Dienstag in Berlin mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) getroffen. 

Merz hat am 6. Januar gemeinsam mit fünf weiteren europäischen Regierungschefs eine Erklärung unterzeichnet, in der es heißt, dass Grönland ausschließlich der Bevölkerung des Landes gehöre: „Nur Dänemark und Grönland können über Dinge entscheiden, die Dänemark und Grönland betreffen.“

„Tiefe Dankbarkeit“

Nielsen und Frederiksen haben sich beim deutschen Regierungschef für die Unterstützung bedankt. 

„Wir brachten unsere tiefe Dankbarkeit gegenüber Bundeskanzler Merz sowie dem deutschen Volk für die Unterstützung Dänemarks und Grönlands in der gegenwärtigen Lage zum Ausdruck. Die vergangenen Wochen haben die Stärke Europas verdeutlicht, wenn wir geschlossen auftreten und fest zusammenstehen“, so die Staatsministerin auf „X“.

Die beiden haben sich auch mit „Meinungsbildnern und außenpolitischen Akteurinnen und Akteuren“ ausgetauscht. Dabei ist es auch um den „Bedarf eines stärkeren Europas“ gegangen. 

Sie haben an dem geopolitischen und wirtschaftlichen Gipfel „Welt Economic Summit“ teilgenommen. Auch die deutsche Wirtschaft und Regierung sind dort vertreten. Die Konferenz wird von der Zeitung „Die Welt“ abgehalten und findet im Axel-Springer-Haus statt. 

Reaktion auf Druck aus Washington

Am Mittwoch werden sie sich in Paris mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron treffen. Dieser hatte im Juni die grönländische Hauptstadt Nuuk besucht. 

Die aktuellen Besuche in Berlin und Paris erfolgen, nachdem US-Präsident Donald Trump erneut gefordert hat, Grönland zu übernehmen. Die grönländische Regierung, der Naalakkersuisut, hat wiederholt betont, dass die USA das Land nicht kaufen können. Die Grönländerinnen und Grönländer haben am 17. Januar mit großen Demonstrationen auf den Druck aus Washington reagiert.  

Der Artikel ist um 18.18 Uhr überarbeitet worden.