Neue Epstein-Files: Das steht über Ex-Kanzlerin Angela Merkel in den Akten

Schon 2013 verschickten Kontakte Epsteins Fotos, die Merkel diskreditieren sollten.

Die Veröffentlichung weiterer Dokumente aus dem Umfeld von Jeffrey Epstein erreicht die deutsche Spitzenpolitik. Auch Angela Merkel ist betroffen. In welchem Kontext die ehemalige Bundeskanzlerin erwähnt wird.

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Zusammenfassung

  • Neue Epstein-Dokumente nennen mehrfach die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel.
  • Chats zwischen Jeffrey Epstein und Steve Bannon zeigen Pläne zur Schwächung Merkels und anderer EU-Spitzenpolitiker.
  • In den Unterlagen finden sich zudem migrationsbezogene Aussagen, drastische Formulierungen und ein angebliches Nacktbild Merkels.

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Die jüngste Veröffentlichung weiterer Dokumente aus dem Umfeld des verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein sorgt international für Aufsehen. Nun tauchen auch prominente Namen aus der deutschen Politik in den Akten auf. So wird auch die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel mehrfach genannt.

Die meisten Verweise finden sich einer „Spiegel“-Auswertung zufolge in einer Korrespondenz zwischen Epstein und dem ehemaligen Trump-Berater Steve Bannon. Die Unterlagen legen nahe, dass Bannon gezielt daran gearbeitet hat, etablierte europäische Führungspersönlichkeiten wie die damalige Bundeskanzlerin zu schwächen.

In welchem Kontext haben Bannon und Epstein über Merkel gesprochen?

In den Chats zwischen Bannon und Epstein wird deutlich, wie sehr die Destabilisierung der deutschen Regierung im Fokus stand. Laut „Spiegel“ kommentierte Bannon den Rücktritt der britischen Premierministerin Theresa May mit den Worten: „May weg; Merkel und Macron am Montag.“ 

In diesem Zusammenhang verwies er demnach auch auf das Erstarken der AfD, die zu diesem Zeitpunkt bei 13 Prozent in den Umfragen lag. Ziel war es offenbar, rechtspopulistische Parteien in Europa zu unterstützen, um das politische Gewicht von Politikern wie Merkel und Macron zu mindern.

Auch das Thema Migration wurde in der Kommunikation aufgegriffen. Im Jahr 2018 leitete Epstein ein Zitat von Merkel an Bannon weiter, in dem sie auf die potenzielle Sprengkraft der Migration für Europa hinwies. Bannon reagierte darauf mit dem Kommentar: „Rieche die Angst“. In einem weiteren, teilweise geschwärzten Chat äußerte Bannon zudem die unverblümte Hoffnung, dass Merkel bald „unter den Bus“ gerate.

Angebliches Nacktbild von Angela Merkel verschickt

Hinweis

Die Erwähnung bekannter Persönlichkeiten in den sogenannten „Epstein-Files“ bedeutet nicht automatisch, dass diese jemals persönlichen Kontakt zu Jeffrey Epstein hatten oder gar in dessen illegale Machenschaften verwickelt waren.

Aus den vom US-Justizministerium freigegebenen Akten geht zudem hervor, dass Epstein verschiedene Newsletter und E-Mails nutzte, um sich über das politische Geschehen auf dem Laufenden zu halten. 

Dabei finden sich teils drastische und provokative Formulierungen. So hieß es in einer Nachricht an Epstein, es gebe sicher noch Deutsche, die „Adolf Hitler Angela Merkel vorziehen“ würden, wenngleich man keine führenden Politiker mehr fände, welche die „Noblesse der Nazis“ lobten.

Zudem tauchen in den Akten bizarre Funde auf: Wie unter anderem die „Bild“-Zeitung berichtet, schickte ein arabischer Konzernchef am 14. April 2013 eine E-Mail an Epstein mit dem Betreff „Chancellor Merkel in her youth!“ (Kanzlerin Merkel in ihrer Jugend). Dem Text war ein angebliches Nacktbild beigefügt, das der Absender der Altkanzlerin zuschrieb.

Hinweis Die Erwähnung bekannter Persönlichkeiten in den sogenannten „Epstein-Files“ bedeutet nicht automatisch, dass diese jemals persönlichen Kontakt zu Jeffrey Epstein hatten oder gar in dessen illegale Machenschaften verwickelt waren.