Datenschutz

Region zeigt Dao an: Sensible Krankenhauspost an öffentlich zugänglichen Orten abgelegt

Dao-Mitarbeiterin stellt Briefe an Briefkästen zu
Nach Datenschutzverstößen bei Krankenhauspost steht der Paketdienst Dao unter scharfer Kritik (Archivbild).

Die Region Süddänemark hat den Zustelldienst Dao bei der Datenschutzbehörde angezeigt, weil wichtige Krankenhauspost nicht richtig zugestellt wurde. Briefe und Pakete mit sensiblen Gesundheitsdaten sind an öffentlich zugänglichen Stellen gelandet.

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Zusammenfassung

  • Die Region Süddänemark hat den Zustelldienst Dao wegen unsachgemäßer Zustellung sensibler Krankenhauspost bei der Datenschutzbehörde gemeldet.
  • Briefe mit Diagnoseproben wurden teils unbeaufsichtigt in Foyers abgelegt und mussten teilweise entsorgt werden. Das Gebaren könnte einen Verstoß gegen die Datensicherheit darstellen.
  • Dao spricht von menschlichen Fehlern, während die Region vorübergehend eigenes Personal zur sicheren Postverteilung einsetzt und betroffene Patientinnen und Patienten informiert.

Diese Infobox wurde mithilfe von KI generiert und von der Redaktion geprüft.

Die Region Süddänemark hat das Vertriebsunternehmen Dao (Dansk Avis Omdeling) bei der Datenschutzbehörde (Datatilsynet) gemeldet, nachdem mehrere Krankenhäuser in Woche sechs festgestellt hatten, dass Briefe und Pakete an öffentlich zugänglichen Orten abgelegt wurden. Dies hat die Region am Sonntag in einer Pressemitteilung bekannt gegeben.

„Es ist inakzeptabel, dass Dao die Liefervereinbarungen nicht eingehalten hat“, sagte Kurt Espersen, Konzernleiter der Region. Die Post wurde teilweise in unbeaufsichtigten Foyers abgelegt, sodass mehrere Diagnoseproben entsorgt werden mussten.

Da diese Post persönliche Gesundheitsdaten enthält, könnte es sich um einen Verstoß gegen die Datensicherheit handeln. Aktuell gibt es keine Hinweise, dass die Daten missbraucht wurden. Dennoch hat die Region die Vorfälle vorsorglich gemeldet.

Dao spricht von menschlichen Fehlern

Dao-Geschäftsführer Hans Peter Nissen erklärte, dass die Vorfälle auf menschliche Fehler zurückzuführen seien. „Die Zustellung von Post an Krankenhäuser nehmen wir sehr ernst. Dass Briefe, auch mit Testergebnissen, nicht korrekt geliefert wurden, ist inakzeptabel“, so Nissen.

Dao möchte sicherstellen, dass Krankenhäuser nicht selbst kontrollieren müssen, ob Post korrekt zugestellt wurde. Das Unternehmen wird die Probleme im Treffen am 16. Februar mit der Region besprechen.

Vorübergehende Maßnahmen der Region

Bis die Probleme endgültig behoben sind, haben die Krankenhäuser der Region vorübergehende Sicherheitsmaßnahmen eingeführt. Dazu gehört, dass Personal die Postrunden übernimmt, um sicherzustellen, dass keine Briefe an öffentlich zugänglichen Orten landen.

Darüber hinaus wurde das Personal angewiesen, falsch zugestellte Diagnoseproben zu prüfen und betroffene Patientinnen und Patienten entweder direkt oder über sundhed.dk zu informieren, falls die Proben entsorgt werden müssen.

„Ich wünschte, das wäre nicht nötig, denn unsere Mitarbeitenden haben ohnehin viel zu tun“, sagt Espersen. „Doch aus Gründen der Patientensicherheit und des Datenschutzes gibt es keine andere Möglichkeit. Ich hoffe, dass Dao die Lieferprobleme schnell löst.“