Deutsche Minderheit

Verlässliche Anmeldung: Ferienbetreuung in den SFOs lief planmäßig

Mehrere Kinder spielen gemeinsam an einem Tisch mit Figuren und einem Tablet in einem Gruppenraum.
Eine Betreuung in der SFO in Tingleff wird auch in den Winterferien angeboten (Archivfoto).

So manche Schulfreizeitordnungen im Land beklagen, dass angemeldete Kinder in den Winterferien fernbleiben, ohne dass es mitgeteilt wird. Durch den unplanmäßigen Schwund ist zeitweise mehr Personal im Einsatz als nötig. Die deutschen Einrichtungen in Tingleff und Pattburg kennen dieses Problem nicht. Sie können sich auf die Eltern verlassen, so die Rückmeldung.

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Zusammenfassung

  • In Tingleff und Pattburg gibt es in den Winterferien anders als an anderen Schulen kaum Probleme mit unangekündigtem Fernbleiben angemeldeter SFO-Kinder.
  • Die SFO-Leitungen sprechen von einem guten und verlässlichen Informationsaustausch mit den Eltern, wodurch Personalplanung und Urlaubsregelungen gut funktionieren.

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Medien, darunter DR, berichteten kürzlich über die Kritik von SFOs (Schulfreizeitordnungen), dass verhältnismäßig viele für die Winterferien angemeldete Kinder nicht erscheinen, ohne dass es die Eltern mitteilen. Es kommt zu unvorhergesehenen niedrigeren Kinderzahlen, die eigentlich weniger Personal erfordern als eingeplant. 

Sogar von einer Strafgebühr ist die Rede, wenn Eltern nicht verbindlicher mitteilen, ob und wann ihr Kind kommt. 

So manche Mitarbeitende, die womöglich selbst Urlaub mit der Familie machen würden, könnten frei machen oder Stunden abbummeln, so die Kritik.

Eltern geben in Tingleff und Pattburg Bescheid

Auch die deutschen Schulen in Tingleff (Tinglev) und Pattburg bieten in den Winterferien eine außerschulische Betreuung für die SFO-Kinder an. Das Problem mit unentschuldigtem Fernbleiben gebe es dort nicht, so die Rückmeldungen.

„Wir haben einen guten Austausch mit den Eltern, und sie sind sehr verlässlich, auch wenn es um die Winterferien geht. Kinder, die angemeldet sind, kommen auch. Und wenn ein Kind an einem Tag mal nicht kann, dann geben die Eltern in der Regel immer Bescheid“, so Tingleffs SFO-Leiter Dieter Søndergaard.

Lächelnde Person mit Brille vor einer Tafel mit Notenlinien im Hintergrund.
Es gibt einen guten Draht zu den Eltern, findet Tingleffs SFO-Leiter Dieter Søndergaard.

Eine ähnliche Rückmeldung gibt Nina Jürgensen, Leiterin der SFO in Pattburg: „Es klappt gut. Es kann immer mal vorkommen, dass ein angemeldetes Kind nicht da ist, weil es bei der Oma ist oder anderweitig nicht kann. Wir werden aber nahezu immer darüber informiert.“

Das Betreuungsangebot in den Winterferien ist für die Kinder, die in den SFOs in Tingleff und Pattburg angemeldet sind, kostenlos. 

Flexibel mit personeller Besetzung

Von den rund 45 Kindern, die der Pattburg SFO angeschlossen sind, „nehmen zwischen 10 und 15 das Betreuungsangebot in den Winterferien wahr“, berichtet Nina Jürgensen. Die Öffnungszeiten sind etwas erweitert. Bereits ab 7 Uhr bis 17 Uhr wird eine Betreuung angeboten. 

Nina Jürgensen, auf dem Archivfoto während eines Knivsbergfests, leitet seit vielen Jahren die SFO in Pattburg.

Aufgrund der längeren Öffnungszeit müsse der Personalplan trotz niedriger Kinderzahl nicht umgekrempelt und niemand in den Zwangsurlaub geschickt werden. „Es geht ganz gut auf. Wenn zeitweise mal weniger Kinder in der SFO sind, dann geht der eine mal eine Stunde früher oder kommt später“, skizziert Jürgensen.

Ähnlich verfahre man in Tingleff, sagt Dieter Søndergaard. Von den rund 50 SFO-Kids sind für die diesjährigen Winterferien zwischen 4 und 10 angemeldet. Trotz der geringeren Anzahl ist der Einsatzplan auch in Tingleff nicht groß verändert. 

Zeit für andere Aufgaben

„In der Belegschaft gibt es Teilzeitkräfte, die sich ablösen. Und wenn gerade so wenige Kinder da sind, dass eine Betreuungsperson ausreicht, dann gibt es trotzdem noch etwas zu tun. Der andere oder die andere kann dann planen, Organisatorisches regeln und Bürokram abarbeiten“, so Søndergaard.

Wenn relativ viele Kinder kurzfristig krank werden, wie es gerade passiert sei, und dies mitgeteilt werde, dann können Mitarbeitende schon mal einen ganzen Urlaubstag einstreuen. „Wir sind da flexibel und passen uns der Situation an. Wichtig ist einfach der Informationsaustausch mit den Eltern, und da läuft es meiner Ansicht nach wirklich gut.“