Handball

Fassungslosigkeit nach gigantischem Kollaps von Sønderjyske HH im Pokal-Halbfinale

Eine unendliche Leere verspürte Sønderjyske-Torwart Matthias Rex nach dem Pokal-Aus.

Das war des Logos nicht würdig. Sportmanager Thomas Mogensen spricht nach dem verschenkten Pokalfinale Klartext. Sønderjyske HH verschenkte eine Sechs-Tore-Führung und unterlag TMS Ringsted 32:35.

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Zusammenfassung

  • Sønderjyske HH verspielt im Pokal-Halbfinale eine 19:13-Pausenführung und verliert 32:35 gegen TMS Ringsted.
  • Sportmanager Thomas Mogensen und mehrere Spieler zeigen sich fassungslos über den massiven Einbruch in der zweiten Halbzeit.
  • Trainer und Team sprechen von Leere, Enttäuschung und unerklärlichem Momentum-Verlust in der entscheidenden Phase.

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Es hätte Vereinsgeschichte geschrieben werden können, und die Chancen dafür werden wohl kaum besser werden. Die Handballer von Sønderjyske standen bereits mit einem Bein im Pokalfinale, haben aber das beste Ergebnis der Vereinsgeschichte leichtfertig aus der Hand gegeben und sind nach einer 19:13-Pausenführung gegen TMS Ringsted mit einer 32:35-Niederlage im Halbfinale gescheitert.

Die Sønderjyske-Spieler ließen die Köpfe hängen, zogen die Trikots vors Gesicht und schlichen niedergeschlagen vom Spielfeld. Sportmanager Thomas Mogensen saß noch eine Viertelstunde nach der Schlusssirene mit versteinerter Miene auf dem Boden vor der Umkleidekabine im „Boxen“.

Frustrierter Sportmanager

„Ich bin wahnsinnig enttäuscht und frustriert. Das war des Logos nicht würdig“, meint Thomas Mogensen zum „Nordschleswiger“.

Der Sportmanager zeigte sich fassungslos, wie seine Mannschaft in der zweiten Halbzeit so einbrechen konnte.

TMS Ringsted lief sich in der ersten Halbzeit in der Sønderjyske-Deckung fest, doch das änderte sich nach der Pause.

„Ich bin ehrlich gesagt überrascht, dass es so schiefgehen konnte. Wir sind ausgespielt worden und haben die zweite Halbzeit mit neun Toren verloren. Das ist jetzt schon das zweite Mal passiert, und das ist schon ein wenig bezeichnend für eine Sønderjyske-Mannschaft, die alles kann, wenn es läuft, aber ein bodenloses Niveau hat, wenn der Wind ins Gesicht steht. Ich muss bis zehn zählen und sage besser nichts mehr“, so Thomas Mogensen.

Sønderjyske HH hatte im Pokalfinale zwei Gesichter gezeigt. Die Hellblauen waren zunächst nicht wiederzuerkennen, gegenüber der Liga-Pleite vier Tage zuvor gegen denselben Gegner. 

Unendliche Leere

Mit viel Herz und Leidenschaft wurde eine klare 19:13-Pausenführung herausgespielt, doch drei Gegentore in Folge zu Beginn der zweiten Halbzeit reichten, um das Momentum abzugeben. Sønderjyske führte in der 40. Minute noch 25:20, doch TMS Ringsted bekam Oberwasser und gewann die letzten 20 Minuten mit 15:7.

Sønderjyske konnte Rasmus Graffe nicht stoppen.

„Ich spüre eine unendliche Leere in mir. Ich bin enttäuscht und verärgert. Das ist hart zu verdauen“, so Matthias Rex zum „Nordschleswiger“.

Der Sønderjyske-Torwart war anfangs stark und meldete sich in der entscheidenden Phase mit wichtigen Paraden zurück, doch am Ende konnte auch er den zwölffachen Torschützen Rasmus Graffe nicht aufhalten.

Gefühl der Verzweiflung

„Alles, was wir in der ersten Halbzeit gut machten, haben wir in der zweiten Halbzeit vermissen lassen“, ärgert sich Rex.

„Ich habe ein Gefühl der Verzweiflung in mir. Dieses Pokalfinale hätte alles für uns bedeutet. Ich bin extrem enttäuscht und kann mir nicht erklären, wie wir das Momentum in der zweiten Halbzeit so extrem verlieren konnten“, so Morten Bjørnshauge.

Auch sein Trainer tat sich schwer, die richtigen Worte zu finden.

Fassungslosigkeit auf der Sønderjyske-Bank

„Ich bin enttäuscht, frustriert und sauer“, sagt Rasmus Glad Vandbæk: „Wir hatten in der Halbzeitpause nicht das Gefühl, dass wir schon gewonnen hatten, sondern wollten den Vorsprung ausbauen. Ich habe keine Antwort darauf, wie wir das Momentum so abgeben konnten, finde es aber unter aller Kritik, dass wir die entscheidende Phase mit 7:15 verlieren können.“

Jesper Konradsson (8), Emil la Cour (5/5), Ebbe Stankiewicz (4), Viktor Bergholt (3), Magnus Fredriksen (3), Jacob Bagersted (2), Gabriel Setterblom (2), Frederik Tilsted (2), Tobias Gregers Schmidt (1), Sebastian Augustinussen (1) und Morten Bjørnshauge (1) erzielten die Tore für Sønderjyske HH.