Kultur

Von hier – für die Welt: Warum Frelle Petersen in Tondern besonders viele Fans hat

Frelle Petersen stammt aus Störtum, einem kleinen Örtchen vor den Toren Apenrades (Archivfoto).

Dialekt, Marschlandschaft, echte Menschen: Der Filmemacher Frelle Petersen kommt nach Tondern – dorthin, wo viele seiner Filme entstanden sind und spielen. Am 24. Februar spricht er über seine Arbeit, die Filme und die tiefe Verbundenheit mit seiner nordschleswigschen Heimat.

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Zusammenfassung

  • Filmemacher Frelle Petersen stellt am 24. Februar in der Schweizerhalle in Tondern seine Arbeit und Filme vor.
  • Seine leisen, authentischen Alltagsgeschichten aus Nordschleswig verbinden lokale Dialekte und Schauplätze mit universellen Themen.
  • Die drei veranstaltenden Vereine und Einrichtungen erwarten großes Interesse an dem Abend, der Einblicke in Petersens Arbeitsweise und seine Heimatverbundenheit gibt.

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Wenn Frelle Petersen am Dienstag, 24. Februar, in der Schweizerhalle im Kulturhaus Tondern (Tønder) über seine Filme spricht, dann tut er das an einem Ort, der mit seinem Werk eng verbunden ist. Nicht nur geografisch – sondern auch emotional.

Der autodidaktische Filmemacher, geboren 1980 in Apenrade (Aabenraa) und aufgewachsen in Störtum (Styrtom), einem Vorort der Fördestadt, gilt als einer der profiliertesten filmischen Erzähler des nordschleswigschen – nein, des dänischen – Alltags. Seine Filme sind leise, konzentriert, zutiefst menschlich und authentisch.

Filme aus der Region – für die Region

Mit den Filmen „Onkel“, „Resten af livet“ und „Hjem kære hjem“ hat Frelle Petersen eine Trilogie geschaffen, die fest in Nordschleswig, genauer im Südwesten Nordschleswigs, verwurzelt ist. Gedreht wurden alle drei Filme im Großraum Tondern, gesprochen wird Sønderjysk – untertitelt für ein landesweites Publikum.

Gerade diese Mischung macht den besonderen Reiz aus: Die Themen sind universell – Familie, Verantwortung, Einsamkeit, Zugehörigkeit –, die Sprache und die Schauplätze jedoch eindeutig lokal. Dass Frelles Filme dennoch national und international große Aufmerksamkeit und Preise erhalten haben, liegt an ihrer Authentizität.

Ein vertrautes Gesicht

Eine zentrale Rolle spielt in allen drei Filmen die Hauptdarstellerin Jette Søndergaard, die aus Lügumkloster (Løgumkloster) stammt. Sie ist die einzige professionelle Schauspielerin am Set, während die übrigen Rollen von Amateurinnen und Amateuren aus der Region übernommen werden – darunter auch Familienmitglieder wie Onkel und Großmutter der Hauptdarstellerin.

„Der Dialekt ist kein Gimmick, sondern Teil der Erzählung“, sagt Henning R. Kristensen, Vorsitzender des Lokalhistorischen Vereins der alten Kommune Tondern. Gerade deshalb fänden viele Menschen aus der Region in Frelles Filmen etwas von sich selbst wieder.

Wir würden ungern Kartenwünsche abweisen müssen.

Henning R. Kristensen

Serviceinfos:

Vortrag: Frelle og filmene
Referent: Frelle Petersen
Ort: Schweizerhalle – Tønder Kulturhus
Zeit: Dienstag, 24. Februar, 19 Uhr
Eintritt: 100 Kronen
Tickets: über die Homepage der Bibliothek Tondern

Großes Interesse erwartet

Organisiert wird der Vortragsabend gemeinsam vom Lokalhistorischen Verein der alten Kommune Tondern, vom Historischen Verein für Nordschleswig – Kreis Tondern, sowie von der Bibliothek Tondern. Die Wahl des Veranstaltungsortes fiel bewusst auf die Schweizerhalle.

„Wir rechnen mit großem Interesse“, erklärt Kristensen. Der Saal bietet Platz für rund 250 Personen – deutlich mehr als der Veranstaltungsraum der Bibliothek. „Wir würden ungern Kartenwünsche abweisen müssen. Frelle Petersen ist ein großer Name, gerade hier bei uns im Südwesten Nordschleswigs.“

Die Schauspielerin Jette Søndergaard stammt aus Lügumkloster. Sie spielt in allen Filmen der nordschleswigschen Trilogie des Regisseurs Frelle Petersen die Hauptrolle (Archivfoto).

Dass gleich drei Institutionen hinter der Veranstaltung stehen, sei ebenfalls kein Zufall. „Wir wollten eine möglichst große Reichweite erzielen – und das Thema spricht viele an“, so Kristensen.

Mehr als Film: Ein Blick hinter die Kulissen

Unter dem Titel „Frelle og filmene“ wird der Regisseur nicht nur über seine Werke sprechen, sondern auch über seine Arbeitsweise. Typisch für Frelle Petersen ist eine intensive Vorbereitung: Häufig taucht er selbst in die Lebens- und Arbeitswelten ein, die später im Film gezeigt werden.

So entstehen Geschichten, die nicht konstruiert wirken, sondern gewachsen sind – aus Beobachtung, Erfahrung und Respekt vor den Menschen, die porträtiert werden.

Ein Abend mit „Heimvorteil“

Dass dieser Vortragsabend gerade in Tondern stattfindet, erscheint daher nur folgerichtig. Vielen Einheimischen dürften die gezeigten Orte, die Sprache und die Figuren vertraut sein – und genau darin liegt der besondere Reiz.