Verkehr

Strengere Regeln für Wahnsinnsfahrten geplant

Polizist hält bei Nacht ein Auto auf dunkler Landstraße an.
Seit der Einführung des Gesetzes über Wahnsinnsfahrten im Jahr 2021 gab es bis Ende 2025 mehr als 5.000 Anzeigen wegen Verstößen gegen den Paragrafen (Archivbild).

Verkehrssicherheit: Die Regierung plant, den Führerscheinentzug bei sogenannten Wahnsinnsfahrten weiter zu verschärfen. Alle, die bei Fahrten unter Drogen- und Alkoholeinfluss Menschen tödlich verletzen und wegen fahrlässiger Tötung verurteilt werden, sollen drei Jahre Fahrverbot erhalten. Es soll noch weitere Verschärfungen geben.

Veröffentlicht Geändert

Zusammenfassung

  • Die dänische Regierung plant schärfere Strafen für sogenannte Wahnsinnsfahrten.
  • Wer unter Alkohol- oder Drogeneinfluss einen Menschen tötet oder schwer verletzt, soll für drei Jahre den Führerschein verlieren.
  • Das Gesetz ergänzt die seit 2021 geltenden Regeln, nach denen bereits Fahrzeuge beschlagnahmt und konfisziert werden können.

Diese Infobox wurde mithilfe von KI generiert und von der Redaktion geprüft.

Mehr Autofahrende, die sich wegen einer Wahnsinnsfahrt (vanvidskørsel) schuldig gemacht haben, sollen auch ihren Führerschein verlieren. Das will die Regierung mit einer Verschärfung der Regeln, die es seit 2021 gibt, erreichen. Das schreibt „Jyllands-Posten“.

In dem Gesetzesvorschlag ist vorgesehen, dass alle Drogen- und Alkoholfahrenden, die wegen fahrlässiger Tötung verurteilt werden, grundsätzlich für drei Jahre ihre Fahrerlaubnis verlieren. Das soll unabhängig davon gelten, wie hoch der Blutalkoholwert zum Zeitpunkt war.

Führerscheinverlust für rücksichtsloses Fahren

Dasselbe soll infolge des Gesetzesvorschlags für Verkehrsunfälle mit Schwerverletzten gelten. Der Entwurf knüpft an einen anderen Gesetzentwurf an, der den Strafrahmen für Todesfälle im Verkehr erhöhen soll.

Der Vorschlag aus dem Transportministerium ist zu Beginn der Woche in die Anhörung geschickt worden. Transportminister Thomas Danielsen (Venstre) legt auch nahe, dass besonders rücksichtsloses Fahren einen Führerscheinverlust für drei Jahre bedeuten soll.

Wahnsinnsfahrten können schon heute das Auto kosten

Das Wahnsinnsfahrt-Gesetz wurde 2021 eingeführt. Es gibt der Polizei die Möglichkeit, Fahrzeuge zu beschlagnahmen, wenn die Vermutung besteht, dass der Fahrer oder die Fahrerin sich schuldig gemacht hat, einen oder mehrere Gesetzesverstöße begangen zu haben. 

Dazu gehören unter anderem Fahrten, die zu fahrlässiger Tötung unter besonders erschwerenden Umständen führen, besonders rücksichtsloses Fahren und Fahren mit mindestens 200 km/h unabhängig von der Geschwindigkeitsbegrenzung.

Auch eine Fahrt mit doppelter Geschwindigkeit – in einer Tempo-50-Zone gilt dies bei 101 Kilometern pro Stunde – gehört zum Tatbestand der Wahnsinnsfahrt.

Am Ende entscheidet ein Gericht, ob das Fahrzeug konfisziert werden soll. 

Bereits 5.000 Anzeigen bis Ende 2025

Auf Nachfrage von „Jyllands-Posten“ teilte die Reichspolizei mit, dass es mit Ablauf des vergangenen Jahres mehr als 5.000 Anzeigen wegen Verstößen gegen dieses Gesetz gab.  

Neben der Verschärfung der Regelungen will das Transportministerium die Regeln für einen Eintrag in das Polizeiregister, was in Dänemark als „Klip i kørekortet“ bezeichnet wird, für Personen lockern, die Einsatzfahrzeuge bewegen.