Deutsche Minderheit

71 neue Mitglieder im BDN-Fördekreis: Schule und Zuzug treiben den Ortsverein

31 Mitglieder nahmen an der Generalversammlung teil. Nach dem offiziellen Programm gab es eine unterhaltsame Show und die Stühle wurden gewendet. Martje Rave (Mitte) ist eine von vielen neuen Mitgliedern im BDN Ortsverein Fördekreis.

Der BDN-Ortsverein Fördekreis verzeichnete im vergangenen Jahr 71 neue Mitglieder und wächst damit auf 286 Personen. Viele Familien fanden über die Förde-Schule und das lebendige Vereinsleben ihren Weg in den Ortsverein.

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Zusammenfassung

  • Der BDN-Ortsverein Fördekreis wächst und zählt nun 286 Personen.
  • Vor allem Familien mit Kindern an der Förde-Schule treten wegen der Vertretung der Minderheiteninteressen und des aktiven Vereinslebens bei.
  • Auf der Generalversammlung wurden drei Vorstandsposten und zwei Delegierte neu gewählt sowie ein möglicher künftiger Umzug in die Förde-Schule besprochen.

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Der BDN-Ortsverein Fördekreis erlebte am Donnerstagabend eine Generalversammlung, die stark von vielen neuen Mitgliedern geprägt war.

Vorsitzender Hans Borsinski berichtete im Jahresbericht von 71 neuen Mitgliedern, die den Ortsverein auf 286 Mitglieder anwachsen ließen und dem Verein künftig sieben Delegiertenplätze bei der Delegiertenversammlung des BDN sichern. Nach seinen Worten meldeten sich vor allem Zuzüglerinnen und Zuzügler sowie Eltern, die ihre Kinder an der Förde-Schule anmeldeten, im Ortsverein an. Viele neue Mitglieder stammten laut Borsinski aus den Jahrgängen um 1970 und 1980.

Borsinski beschrieb die Förde-Schule als wichtigen Motor für den Zulauf. „Die Schule weist ja auch gut darauf hin, und ich weise auch immer darauf hin, dass es von Vorteil ist, hier Mitglied zu sein“, sagte der Vorsitzende. Neue Familien nahmen sich das zu Herzen und fühlten sich dem Ortsverein verbunden.

Das Vereinsleben in Dänemark ist einfach toll, man kann Anschluss finden, wenn man möchte.

Martje Rave

So auch Mitglied Martje Rave aus Ekensund (Egernsund), die mit ihrer Familie neu im Ortsverein ist und eine Bonustochter an der Förde-Schule hat. Sie hob besonders die Rolle der Schule hervor. „Schulleiter Niels Westergaard hat in der Elternschaft viel Werbung für den BDN gemacht und verdeutlicht, dass der BDN die Interessen der Minderheit vertritt“, sagte Rave. 

Wenn man Teil der Minderheit sei, dann sei eine Mitgliedschaft von Vorteil, betonte sie und verwies auf Aktivitäten wie im Ruderverein, über die Familien Anschluss fänden.

Hans Borsinski berichtete, dass der Vorstand im vergangenen Jahr in vier Sitzungen zahlreiche Veranstaltungen plante und diese in enger Zusammenarbeit mit dem Sozialdienst Fördekreis, dem deutschen Schulverein und dem DRG organisierte.

Rave stellte heraus, dass das Vereinsleben in Dänemark vielen den Einstieg in die Gemeinschaft erleichterte. „Das Vereinsleben in Dänemark ist einfach toll, man kann Anschluss finden, wenn man möchte“, sagte sie und nannte BDN und Ruderverein als gute Möglichkeiten dafür. 

Auch andere neue Mitglieder schilderten ähnliche Erfahrungen. Eine zugezogene Familie berichtete, dass sie zunächst in den BDN-Ortsverein in Sonderburg eintreten wollte, dann aber auf den Fördekreis aufmerksam wurde. „Wir wussten weder, was das eine noch was das andere ist, und deswegen sitzen wir jetzt heute hier“, hieß es aus der Runde mit Blick auf die Hinweise aus dem Verein. Nicht zuletzt habe die offene und einladende Art des Vorsitzenden eine Rolle gespielt. 

Was der Vorsitzende sagte

Hans Borsinski blickte nach anderthalb Jahren als Vorsitzender zuversichtlich in die Zukunft des Ortsvereins. Er ließ sich für eine weitere Periode wählen, weil sich die Zusammenarbeit im Vorstand als „leicht und produktiv“ erwiesen hatte. In vier Vorstandssitzungen habe das Gremium im vergangenen Jahr die Weichen für zahlreiche Veranstaltungen gestellt.

Der Comedy-Zauberkünstler Ralf Ringsdorf sorgte mit seiner „Rudi-Show“ nach der Generalversammlung für Unterhaltung und schloss den Abend im Bootshaus des DRG mit viel Zauberei und Humor ab.

Der Vorsitzende berichtete von einer Vielzahl an Aktivitäten. Von Fahrten und Ausflügen über Kulturangebote bis hin zu Kursen und geselligen Abenden, die der Ortsverein gemeinsam mit Partnerinnen und Partnern wie dem Sozialdienst Fördekreis und dem deutschen Schulverein organisierte. 

Die Resonanz fiel unterschiedlich aus, eine geplante St.-Hans-Feier musste beispielsweise mangels Anmeldungen ausfallen. Borsinski nannte die enge Vernetzung per E-Mail, Telefon und WhatsApp als Grundlage für die Organisation.

„Wir arbeiten im Vorstand ständig daran, neue und interessante Angebote auf die Beine zu stellen, damit für möglichst viele Mitglieder etwas Passendes dabei ist.“

Verlauf des Abends

Versammlungsleiter Dieter Jessen führte durch die Tagesordnung der Generalversammlung. Nach Begrüßung sowie Feststellung der Beschlussfähigkeit folgten die Berichte von Vorsitzendem und Kassierer. Kassierer Walter Brüning legte seinen letzten Jahresabschluss als Kassierer vor: mit Einnahmen von 12.713,02 Euro und Ausgaben von 13.597,79 Euro, was zu einem leichten Minus und einem Eigenkapital von gut 30.000 Euro führte.

Im Anschluss diskutierten die Mitglieder Fragen rund um das Veranstaltungsprogramm, Überschneidungen mit anderen Angeboten und Wünsche nach mehr Barrierefreiheit. In der Diskussion ging es außerdem um Essensangebote bei Ausflügen, bei denen der Vorstand deutlich machte, dass sich vegetarische oder vegane Wünsche vorab klären ließen.

Nach der formalen Tagesordnung reichte der Verein einen Imbiss, bevor der Comedy-Zauberkünstler Ralf Ringsdorf mit seiner „Rudi-Show“ auftrat.

Für nächstes Jahr haben wir uns schon überlegt, ob wir nicht in die Förde-Schule umziehen, weil es immer mehr Mitglieder gibt, die nicht mehr so gut zu Fuß sind und der Veranstaltungssaal dort leichter zu erreichen ist.

Hans Borsinski

Blick auf einen möglichen Umzug

Während der Aussprache blickte der Vorstand bereits auf die nächste Generalversammlung. „Für nächstes Jahr haben wir uns schon überlegt, ob wir nicht in die Förde-Schule umziehen, weil es immer mehr Mitglieder gibt, die nicht mehr so gut zu Fuß sind und der Veranstaltungssaal dort leichter zu erreichen ist.“

Die Schule biete einen Veranstaltungssaal, der sich nach seiner Einschätzung leichter erreichen ließ, weil immer mehr Mitglieder nicht mehr so gut zu Fuß seien. Mehrere Mitglieder berichteten von Personen, die den Weg zur Generalversammlung im Bootshaus wegen der steilen Treppe vor Ort nicht angetreten hätten. 

Wahlen

Vorstand und Delegierte

  • Bei den Wahlen zum Vorstand standen Kassierer Walter Brüning, Stefan Klein und Vorsitzender Hans Borsinski zur Wahl. Der 85-jährige Brüning wünschte nach vielen Jahren im Amt keine Wiederwahl als Kassierer. Der Vorstand schlug Rainer Naujeck als neuen Kassierer vor. Die Versammlung wählte Naujeck auf Vorschlag des Vorstands. Stefan Klein und Hans Borsinski nahmen eine Wiederwahl an.
  • Walter Brüning nahm eine Wahl zum Revisor an.
  • Die Generalversammlung wählte zwei Delegierte für die BDN-Delegiertenversammlung am 2. Juni in Tingleff. Peter Kleinschmidt und Doris Brüning Wolz fahren zusammen mit fünf anderen im vergangenen Jahr gewählten Mitgliedern zur Versammlung nach Tingleff.
Der Saal im Bootshaus war mit 31 Personen gut besetzt.