Finanzen

Milliarden für den Neustart: AL Sydbank startet mit gedämpftem Gewinn

Mark Luscombe ist Geschäftsführer der Fusionsbank AL Sydbank, die im vergangenen Jahr einen Gewinn von 1,9 Milliarden Kronen nach Steuern erzielte (Archivbild).

Eine milliardenschwere IT-Sonderzahlung belastet die erste Bilanz der neuen Großbank AL Sydbank. Der Zusammenschluss von Sydbank, Arbejdernes Landsbank und Vestjysk Bank zeigt: Der Weg zu den erhofften Synergien ist teuer. Direktor Mark Luscombe stellt jedoch für 2026 fast doppelt so hohe Gewinne in Aussicht.

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Zusammenfassung

  • AL Sydbank erzielt nach der Fusion trotz hoher IT-Sonderkosten einen Gewinn von 1,9 Milliarden Kronen.
  • Die einmalige Belastung von 1,1 Milliarden Kronen für den IT-Wechsel soll ab 2026 jährliche Einsparungen und Mehrerträge bringen.
  • Im Zuge des Umbaus werden Stellen abgebaut, während die Bank zur fünftgrößten in Dänemark mit rund einer Million Privatkundinnen und -kunden aufgestiegen ist.

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Im ersten Jahr nach der Fusion hat AL Sydbank einen Gewinn von 1,9 Milliarden Kronen nach Steuern erwirtschaftet. Das ist deutlich weniger als im Jahr davor.

Der wichtigste Grund ist eine einmalige Belastung von 1,1 Milliarden Kronen, die direkt mit der Fusion zusammenhängt. Ein Großteil der Summe entfällt auf den Ausstieg aus einer alten IT-Vereinbarung.

Arbejdernes Landsbank und Vestjysk Bank mussten ihre langjährige Zusammenarbeit mit der IT-Datencentrale BEC beenden. Künftig arbeitet AL Sydbank ausschließlich mit Bankdata zusammen, dem bisherigen IT-Partner der Sydbank.

Blick nach vorn: 2026 soll sich die Fusion auszahlen

Trotz der hohen Sonderkosten zeigt sich Geschäftsführer Mark Luscombe zuversichtlich. Die wichtigste Entscheidung sei bereits gefallen: die Zusammenlegung der IT-Systeme.

Langfristig rechnet die Bank mit jährlichen Einsparungen und zusätzlichen Erträgen von rund 1,2 Milliarden Kronen. Für 2026 erwartet AL Sydbank einen Gewinn zwischen 3,5 und 4 Milliarden Kronen – fast doppelt so viel wie heute.

Auch die Aktionäre sollen profitieren: Die Bank zahlt 25 Kronen je Aktie und startet ein Aktienrückkaufprogramm im Umfang von 1,1 Milliarden Kronen. Dabei kauft die Bank eigene Aktien zurück und zieht sie ein. Dadurch steigt rechnerisch der Wert der übrigen Anteile.

Weitere Einschnitte stehen bevor

Mit der IT-Umstellung ist zwar der größte Einzelposten der Fusionskosten verbucht. Doch der Umbau ist noch nicht abgeschlossen.

Seit dem Zusammenschluss wurden mehrere Führungsstellen gestrichen. Zuletzt verloren 47 Mitarbeitende ihre Stelle, weitere 20 müssen mit deutlichen Änderungen ihrer Aufgaben rechnen. Vor der Fusion beschäftigten die drei Banken zusammen rund 4.100 Menschen.

„Wenn man drei Banken zusammenführt, gibt es zwangsläufig Doppelstrukturen“, sagt Luscombe. Ziel sei es, möglichst schnell Klarheit zu schaffen.

Fünftgrößte Bank Dänemarks

Im laufenden Geschäft zeigt sich die Bank stabil. Die Basis-Erträge lagen bei 7,2 Milliarden Kronen und damit auf dem Niveau des Vorjahres. Die Kosten stiegen leicht auf 3,7 Milliarden Kronen.

Nach der Fusion betreut AL Sydbank rund eine Million Privatkundinnen und -kunden, 100.000 Firmen und 20.000 Vereine. Mit einem Kreditvolumen von 140 Milliarden Kronen und Einlagen von 209 Milliarden Kronen ist sie nun die fünftgrößte Bank Dänemarks.