Deutsche Minderheit

Deutsche Vereine suchen aktiv neue Vorstandsmitglieder für die Kulturnacht

Zwischen 100 und 200 Vereine nehmen an der Kulturnacht in Sonderburg teil. Die deutschen Vereine zeigen ebenfalls Präsenz: unter anderem mit Auftritten der Röhnrad-Sparte der TS Sonderburg.

Die Kulturnacht in Sonderburg sucht neue Ehrenamtliche – auch aus der deutschen Minderheit, um das große Stadtfest weiterzuführen. Deutsche Vereine wollen bei ihren Versammlungen gezielt für die Mitarbeit im Vorstand werben und erklären, warum ihre Präsenz bei der Kulturnacht für die ganze Stadt wichtig ist.

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Zusammenfassung

  • Deutsche Vereine in Sonderburg wollen die Kulturnacht weiter unterstützen und ihre Sichtbarkeit sichern.
  • Zugleich suchen sie gezielt neue Vorstandsmitglieder, insbesondere aus der deutschen Minderheit.
  • Bei kommenden Versammlungen soll intensiv für das Ehrenamt geworben und über Aufgaben und Aufwand informiert werden.

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Die deutschen Vereine in Sonderburg (Sønderborg) wollen die Kulturnacht weiter unterstützen und nutzen, um sichtbar zu bleiben – und suchen Menschen aus der Minderheit, die im Vorstand des zuständigen Vereins Verantwortung übernehmen. In den kommenden Wochen soll in eigenen Reihen gezielt für die Mitarbeit im Kulturnacht-Verein geworben werden.

Hintergrund: Die Kulturnacht in Sonderburg ist vom Aus bedroht, weil der bisherige Vorstand nach drei Jahren aufhört, sich kaum neue Ehrenamtliche für die Vorstandsarbeit finden und das Budget ohne zusätzlichen kommunalen Zuschuss nicht stabil ist.

Suche nach Ehrenamtlichen aus der Minderheit

Jan Wachtberg Schmidt koordiniert die Teilnahme der deutschen Vereine an der Kulturnacht. Er berichtet von der jüngsten Generalversammlung des Kulturnacht-Vereins, bei der der Vorstand neue Mitglieder gesucht hat. Er beschreibt das Interesse an den Vorstandsposten als „wirklich rar“.

Der Verein hat vereinbart, nun gezielt nach Personen zu suchen. Jan Wachtberg Schmidt erzählt, dass sich die Beteiligten „in der Vereinigung umschauen“ und Menschen direkt ansprechen wollen. Dazu gehört auch, mögliche Kandidatinnen und Kandidaten aus der deutschen Minderheit anzusprechen. 

Konkrete Schritte der deutschen Vereine

Um mehr Menschen aus der Minderheit zu erreichen, will Jan Wachtberg Schmidt die kommenden Versammlungen nutzen. Er verweist auf die Bezirksversammlung am 19. März und auf die Generalversammlung im Ortsverein. Dort will er das Thema Kulturnacht erneut ansprechen und „nochmal Werbung dafür machen“, damit sich Interessierte gezielt mit der Vorstandsarbeit befassen.

Es geht nicht darum, dass wir noch neue Schüler brauchen, aber es geht darum, einfach gesehen zu werden.

Jan Wachtberg Schmidt

Wichtig ist ihm, dass potenzielle Ehrenamtliche genau wissen, worauf sie sich einlassen. Er erwartet vom amtierenden Vorsitzenden Rune Dohrmann noch eine Übersicht zu Aufgaben, Zeitaufwand und Zuständigkeiten im Vorstand. „Dass die Menschen auch wissen, worum es geht, welche Erwartungen überhaupt dort sind“, formuliert er als Ziel. Erst wenn klar ist, „was muss ich genau machen, welche Aufgaben habe ich, wie viel Arbeit ist da“, können sich manche eher vorstellen, einen Vorstandsposten zu übernehmen.

Warum Präsenz bei der Kulturnacht wichtig ist

Für die deutsche Minderheit gehört die Kulturnacht fest zum Jahreslauf. Jan Wachtberg Schmidt sagt, dass die deutschen Vereine seit vielen Jahren teilnehmen, „auf jeden Fall seit zehn Jahren“, wahrscheinlich noch länger. Er sieht die Minderheit als „Teil der Stadt und ein Teil der Mehrheitsbevölkerung“ und legt Wert darauf, dass die deutschen Akteurinnen und Akteure „gern gesehen werden“.

Jan Wachtberg Schmidt am Eingang der Deutschen Schule Sonderburg (Archivbild)

Bei der Kulturnacht präsentieren sich viele deutsche Einrichtungen gemeinsam. Es geht dabei nicht nur um die deutsche Schule, sondern auch um den Kindergarten, den Sozialdienst, den Ruderverein, den Sportverein und andere Organisationen. „Alle Vereine sind ja da“, sagt Jan Wachtberg Schmidt. Für ihn als stellvertretenden Schulleiter der Deutschen Schule Sonderburg stehe es dabei beispielsweise nicht im Vordergrund, neue Schülerinnen und Schüler zu gewinnen.  „Es geht darum, einfach gesehen zu werden.“

Wir sind ein Teil der Stadt.

Jan Wachtberg Schmidt

Die gemeinsame Präsenz signalisiere, dass die deutsche Minderheit aktiv am Stadtleben teilnimmt und Angebote für die gesamte Stadtgesellschaft macht. 

„Wir sind ein Teil der Stadt“, sagt Jan Wachtberg Schmidt und verbindet diesen Anspruch mit dem Auftritt bei der Kulturnacht. Indem die deutschen Vereine sichtbar auftreten, zeigen sie, „dass wir dabei sein wollen“ und die Kulturnacht als Plattform nutzen, um sich und ihre Arbeit zu präsentieren.

Blick nach vorn

Jan Wachtberg Schmidt hofft, dass die Kulturnacht weitergeht und die deutsche Minderheit ihren Beitrag dazu leisten kann. Er kündigt an, das Thema bei den anstehenden Versammlungen der deutschen Vereine aktiv auf die Tagesordnung zu setzen. Gleichzeitig wartet er auf die von Rune Dohrmann angekündigten Informationen zu den konkreten Aufgaben im Vorstand, damit Interessierte eine fundierte Entscheidung treffen können.